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Sodbrennen

Sodbrennen

auch bekannt als: Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

Überblick Entstehung Symptome Komplikationen Diagnose Therapie Prävention Leben mit

Symptome

Die gastroösophageale Refluxerkrankung äußert sich hauptsächlich durch das Auftreten von Sodbrennen, Schluckstörungen, Druckgefühl im Brustbereich und das Aufstoßen von Magensaft und Speisebrei. Besonders im Liegen und nach den Mahlzeiten nehmen die Beschwerden in der Regel zu.

Häufigstes und eindeutigstes Krankheitsanzeichen ist Sodbrennen, welches sich als ein Druck- oder Schmerzgefühl im Magen- und Brustbereich besonders nach dem Essen und im Liegen bemerkbar macht.

Weitere Beschwerden können sein:

  • saures Aufstoßen von Magensaft und Speisebrei

  • Schluckstörungen

  • Luftaufstoßen

  • Husten und Heiserkeit

  • brennendes Gefühl im Rachenraum

  • Übelkeit und Erbrechen

Zu beachten ist, dass sich die Beschwerden bei körperlicher Anstrengung, bückenden Tätigkeiten, in Rückenlage, in Stress-Situationen, durch den Konsum von Alkohol und Zigaretten und die Einnahme bestimmter Arzneimittel verstärken können.

Symptome der gastroösophagealen Refluxkrankheit im Detail:

Das Haupt- und Leitsymptom der gastroösophagealen Refluxkrankheit ist Sodbrennen. So wird bei 75 % aller Patienten, die an Sodbrennen leiden, später durch den Arzt auch ein krankhafter Reflux diagnostiziert.

Zusätzlich können folgende meist unspezifische Krankheitsanzeichen auftreten:

  • Schluckstörungen

  • Husten

  • brennendes Gefühl im Rachenraum

  • saures Aufstoßen von Magensaft und Speisebrei

  • Verschlucken von Luft, welche durch Aufstoßen (Rülpsen) wieder abgegeben wird (Aerophagie)

  • Schmerzen in der Oberbauchgegend

  • plötzlich auftretende Schmerzen hinter dem Brustbein (durch krampfartiges Zusammenziehen der Speiseröhrenmuskulatur)

  • Übelkeit und Erbrechen

  • salziger Geschmack nach Aufstoßen

  • Blähungen (Flatulenz)

Unter Umständen kann es auch außerhalb der Speiseröhre in den umliegenden Organen und Geweben zu Gesundheitsstörungen kommen. Folgende chronische und wiederkehrende Beschwerden können sich entwickeln:

  • Entwicklung eines Bronchialasthmas

  • Reizhusten (Refluxbronchitis)

  • Asthmaanfälle

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

  • Atemwegserkrankungen, zum Beispiel Lungenentzündungen

  • chronische Heiserkeit

  • nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoesyndrom)

  • nächtliche Schlafstörungen

Wenn die Beschwerden lange Zeit anhalten und zunehmend Schluckstörungen auftreten, kann es zu sehr drastischen Komplikationen kommen, unter anderem zu hochgradigen Verengungen der Speiseröhre (Strikturen). Sie sollten also nicht zu lange zögern, bevor Sie einen Hausarzt aufsuchen. Auch wenn Sie nur einzelne Symptome bei sich feststellen, empfiehlt sich ein rechtzeitiger Hausarztbesuch.

Auslöser der Beschwerden

Die Beschwerden können durch bestimmte Faktoren ausgelöst beziehungsweise verstärkt werden. Dazu zählen:

  • abendlicher Alkohol- und Kaffeekonsum

  • üppige Mahlzeiten mit zucker- und fettreichen Speisen

  • gebeugte Körperhaltung

  • horizontale Körperlage (Wegfall der Schwerkraft)

  • Medikamente (zum Beispiel Azetylsalizylsäure, Anticholinergika, Kontrazeptiva)

  • Druck auf den unteren Speiseröhrenschließmuskel (zu enge Kleidung, Gürtel)
Bei folgenden Symptomen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen
  • Erbrechen von Blut

  • Probleme oder Schmerzen beim Schlucken von Nahrung

  • länger anhaltende Appetitlosigkeit

  • Heiserkeit für länger als zwei Wochen

  • Husten länger als zwei Wochen