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Gesund Leben: Rauchen

Rauchen

Jeder vierte Deutsche raucht

87 Milliarden – so viele Zigaretten wurden laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2009 in Deutschland versteuert. Eine gewaltige Zahl. Obwohl die gravierenden gesundheitlichen Folgen durch das Rauchen bekannt und durch den Verzicht vermeidbar sind, bezeichnet sich jeder vierte Deutsche ab 15 Jahren als aktiver Raucher. Einmal angefangen, ist der dauerhafte Ausstieg schwer, aber alles andere als unmöglich.


Tabak

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Übersicht

Die Tabakpflanze gehört zu den Nachschattengewächsen. Über 70 Tabakarten sind bekannt, von denen allerdings nur wenige für die industrielle Tabakproduktion von Bedeutung sind. Die Hauptanbaugebiete für Tabak sind China, Brasilien und die USA. Von den sieben Millionen Tonnen Tabak, die in etwa pro Jahr geerntet werden, entfällt bereits ein Drittel auf den größten Produzenten China. Deutschland kann im Vergleich nur als kleines Anbaugebiet gelten. Einzig in den Bundesländern Bayern, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Baden-Württemberg findet ein größerer Anbau statt.

Tabakpflanzen bestäuben sich selbst und weisen sich durch leicht klebrige und behaarte Blätter aus, die einen weißen bis roten Ton annehmen. Die Pflanze wird bis zu drei Metern hoch und kann auch als Zierpflanze in Gärten gehalten werden. Bei der Herstellung von Tabak, der zum Rauchen bestimmt ist, gibt es verschiedene Bearbeitungsstufen, wie den Anbau, die Ernte, die Trocknung, die Fermentation, die Weiterverarbeitung mit Zusätzen und die Herstellung von marktfähigen Produkten.

Geschichte des Tabakkonsums

Die Tabakpflanze blickt auf eine lange Historie zurück. Zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie durch Entdecker und Seefahrer wie Christoph Kolumbus aus Amerika mit nach Europa gebracht. Bekannt war der Tabak in Amerika Schätzungen zufolge allerdings schon seit über 5.000 Jahren. Dem Tabak, welchem zu dieser Zeit eine positive medizinische Wirkung zugeschrieben wurde, gelang von diesem Ausgangspunkt ein Siegeszug, der bald die gesamte Welt umspannen sollte. Hier einige Stationen:

  • Auch in Deutschland wurde bereits im 16. Jahrhundert Tabak angebaut.
  • Zwischen Anfang und Mitte des 17. Jahrhunderts fand Tabak bei der Behandlung von Krankheiten und der Reduzierung des Hungers während des 30-jährigen Krieges Anwendung. Besondere Wirksamkeit wurde der Pflanze gegen Pesterkrankungen nachgesagt.
  • Nach anfänglichen Widerständen der Kirchen und Herrscher lösten Handels-Monopole für Tabak die ehemaligen Verbote ab. Der Handel mit Tabak wurde Mitte des 17. Jahrhunderts stärker besteuert und entwickelte sich zu einer enormen Einnahmequelle für die Länder.
  • Wurde Tabak zuvor vor allem von Großbürgern und Angehörigen des Adels konsumiert, die zumeist Pfeife rauchten, fand die Zigarette im jungen 19. Jahrhundert immer weitere Verbreitung und wurde salonfähig. Die maschinelle Herstellung von Zigaretten reduzierte schließlich auch den Preis, was sie für weitere Bevölkerungsschichten erschwinglich machte.

Herstellung von Tabakprodukten

Die Herstellung von Tabakprodukten kann in sechs Phasen unterteilt werden:

  • Anbau: Die optimale Temperatur für Tabakpflanzen liegt um die Marke von 20 Grad Celsius. Da die Pflanze einen nährstoffreichen Boden benötigt, ist vielerorts der Einsatz von Düngemitteln üblich. Häufig werden hierfür Pestizide und Nitratdünger eingesetzt. Die Nitratdüngung hat den Effekt, dass hierdurch auch der Nikotingehalt der Pflanzen künstlich erhöht wird. Allerdings wird so auch die Anreicherung mit bestimmten, krebserzeugenden Substanzen gefördert. Pestizide beeinträchtigen, bei unsachgemäßer Anwendung, zusätzlich das menschliche Nervensystem und die Atmung. Weiterhin sind in diesem Fall Erhöhungen des Krebsrisikos und Missbildungen von ungeborenen Kindern im Mutterleib nicht auszuschließen.
  • Ernte: Die Ernte erfolgt weitestgehend manuell. Vom Boden bis an die Spitze werden die Blätter abgenommen – je nach Grad der Reife.
  • Trocknung: Das in der Pflanze vorhandene Wasser wird entweder über eine natürliche Trocknung an der Luft reduziert (ein bis drei Monate) oder durch maschinelle Verfahren ausgetrieben, die mit circa vier Tagen wesentlich schneller, aber auch kostenintensiver sind.
  • Fermentation: Die Tabakblätter reifen im weiteren Verlauf noch nach. Während dieses Vorgangs erhalten sie auch den bekannten bräunlichen Farbton. Auch entstehen in dieser Phase Aromen und Geschmacksstoffe, die typisch für den Tabak sind. Dieses Verfahren dauert im Schnitt um die fünf Wochen.
  • Weiterverarbeitung und Zusatz: Zu dieser Phase gehören mehrere Arbeitsschritte, wie zum Beispiel das Zerkleinern der Tabakblätter. Außerdem wird dem Tabak in dieser Station eine große Anzahl an Zusatzstoffen beigemengt, von denen einige kritisch hinterfragt werden. Diese Zusatzstoffe beeinflussen zum Beispiel das Aroma oder die späteren Brenneigenschaften. Über 500 solcher Stoffe können so zusätzlich in den Tabak gelangen. In der Masse gewinnt der Tabak so noch einmal mindestens 10 % an Gewicht. Die zugesetzten Stoffe können sich durch das Entzünden allerdings chemisch verändern - und so krebserzeugende Eigenschaften herausbilden.
  • Herstellung von Tabakprodukten: Hier erfolgt die letzte Stufe vor dem Vertrieb. Mit Hilfe von Produktions-Anlagen wird der vorbereitete und zerkleinerte Tabak in die jeweilige gewünschte Form gebracht und verpackt.

Inhaltsstoffe

Die Auflistung aller Tabak-Inhaltsstoffe ist kaum möglich, denn bekannt sind zum aktuellen Zeitpunkt bereits über 4.500.

Hier einige wichtige und/oder besonders gefährliche Inhaltsstoffe:

  • Nikotin: Hierbei handelt es sich um eine organische, natürlich vorkommende, chemische Verbindung, die zu den sogenannten Alkaloiden gehört. Nikotin ist die suchtverursachende Substanz im Tabak, welche die Entwöhnung so schwer gestaltet.
  • Ammoniak: Diese Substanz ist beispielweise auch in Putzmitteln zu finden. Sie führt zu einer Reizung der Atemwege und steigert außerdem die durch das Nikotin verursachte Sucht.
  • Blei: Findet sich auch in Batterien. Begünstigt Krebserkrankungen und wirkt sich zudem schädigend auf das Erbgut aus.
  • Blausäure: Wird bei der Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt und ist chemisch gesehen ein Gift. Es kann, wenn eingeatmet, zu Schwindel- und Übelkeitsgefühlen, Erbrechen und Kopfschmerzen führen.
  • Arsen: Wird gegen Schädlinge wie Ratten eingesetzt und ist krebserregend, giftig und reizt die Schleimhaut beim Einatmen.
  • Benzol: Wird auch Auto-Benzin beigemischt. Fördert die Bildung von Krebs und schädigt das Erbgut.
  • Formaldehyd: Wirkt desinfizierend und konservierend, ist krebserzeugend, verändert das Erbgut, zieht die Schleimhäute in Mitleidenschaft und ist giftig.
  • Kohlenmonoxid: Kommt in den Abgasen von Autos vor. Der Transport des Blutsauerstoffs wird behindert und führt darüber zur Schädigung der Gefäße.

Auch der Tabakrauch selbst ist gesundheitsschädlich, ohne hierbei auf genaue Inhaltsstoffe einzugehen. Die feinen Partikel im Rauch werden durch die große Oberfläche der Lunge, die auseinandergefaltet die Größe eines Tennisplatzes bedecken würde, besonders schnell aufgenommen und an die Blutbahn weitergegeben. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von einer Zigarettenschachtel am Tag nimmt ein aktiver Raucher pro Jahr eine Tasse Teer, der als Verbrennungsrückstand des Tabaks entsteht, durch seine Lunge auf.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es nicht möglich, für den Rauch von Tabak einen ungefährlichen Schwellenwert zu ermitteln. Die Vielzahl der als gefährlich eingestuften Stoffe verhindert eine solche Kennzahl.### Zusatzstoffe

Neben den Inhaltsstoffen, die dem Tabak eigen sind, werden ihm von außen noch eine Menge weiterer Stoffe zugesetzt (siehe Unter-Kapitel Herstellung von Tabakprodukten). Einige Zusatzstoffe, die für Lebensmittel erlaubt und für den Verzehr gedacht sind, können bei der Entzündung allerdings in neue, schädliche Stoffe umgewandelt werden. Die Inhalation geschieht zusammen mit den Inhaltsstoffen des Tabaks durch das Einatmen des Rauchs.

Ein solcher Zusatzstoff ist beispielsweise das Menthol, das beinahe immer in Zigaretten anzutreffen ist, auch wenn diese nicht explizit als Menthol-Zigaretten angeboten werden. Das Menthol wirkt beruhigend auf den Rachenraum und senkt die negativen Wirkungen bei der ersten Raucherfahrung. Husten und Kratzen im Halsraum werden abgemildert und erleichtern so den Einstieg. Außerdem kann Menthol die Aufnahme von krebserregenden und suchtfördernden Stoffen begünstigen und verstärken.

Der Einsatz von Süßungsmitteln wie Zucker ist ebenfalls üblich. Hierdurch werden unangenehme und bittere Geschmacksnuancen überdeckt, die Suchtgefahr erhöht und die Nikotinaufnahme weiter verstärkt. Weiterhin werden durch die Verbrennung von Zucker und zuckerähnlichen Varianten weitere Stoffe freigesetzt, die krebserregend wirken und das Erbgut des aktiven oder auch passiven Tabak-Konsumenten schädigen können.

Auch bei den Zusatzstoffen lässt sich eine sehr lange Liste erstellen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Farbstoffe, wie sie für Papiere und Mundstücke gebraucht werden
  • Paraffine für den Klebeeffekt der Mundstücke
  • Glyzerinacetat wird für die Filter der Zigaretten verwendet
  • Glyzerin-Phosphorsäure und hydrierter Glucosesirup halten den Tabak frisch

Gesundheitsrisiken

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Übersicht

Der Konsum von Tabakprodukten birgt multiple Krankheitsrisiken. Aber was passiert eigentlich genau, wenn der Rauch einer Zigarette eingeatmet wird?

Das in dem Rauch von Zigaretten vorkommende Nikotin gelangt über die Lunge in den Blutkreislauf des Tabakkonsumenten. Eine Zigarette gibt so zwischen 1 und 2 mg des Nikotins an den Raucher ab. Fast augenblicklich nach dem Einatmen hat das Nikotin das Gehirn erreicht und beeinflusst hier bestimmte Vorgänge - wie den Herzschlag und die Bildung von Stresshormonen und Adrenalin. Durch die schnelle Wirkung des Nikotins ist auch eine rasche Abhängigkeit nicht auszuschließen.

Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine der negativen Auswirkungen des Rauchens. Denn neben der Nikotinabhängigkeit werden auch eine Reihe von Krankheiten und Beeinträchtigungen begünstigt, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen. Dazu gehören, um nur einige zu nennen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schädigungen der Atemwege
  • Verschiedene Krebsarten
  • Beeinträchtigung des Stoffwechsels

Bei der Untersuchung von Risikofaktoren, die zu einem frühzeitigen Tod führen können, steht das Rauchen auf dem zweiten Platz, gleich nach einem hohen Blutdruck. Andere Risikofaktoren sind beispielsweise hohe Cholesterin-Werte, Adipositas, eine unausgewogenen Ernährung, körperliche Inaktivität oder Alkoholkonsum.

Abhängigkeit und Nikotin

Die Nikotinabhängigkeit kann in eine physische, den Körper betreffende, und eine psychische Komponente zerlegt werden.

Die physische Komponente wird durch die Wirkung des Nikotins in einem bestimmten Gehirnbereich determiniert. Hier sorgt das eingeatmete Nikotin für eine Anregung des Belohnungszentrums und schüttet das im Volksmund auch als Glückshormon bekannte Dopamin aus. Das Wort „Glückshormon“ darf in diesem Fall allerdings als Euphemismus bezeichnet werden. Denn hierdurch entsteht das zwingende Verlangen, das Rauchen zu wiederholen und somit einen erneuten Dopamin-Schub zu erzeugen. Da der Körper des Rauchers sich allerdings an die Nikotinzufuhr gewöhnt hat, ist im Laufe der Zeit eine immer höhere Dosis nötig. Nur so lässt sich das Verlangen noch befriedigen.

Das Nikotin nimmt weiterhin Einfluss auf einen Bereich des Hirns, in dem Lernprozesse stattfinden. So wird das Rauchen, auch nach langen Zeiten der erfolgreichen Entwöhnung, mit bestimmten Tätigkeiten in Verbindung gebracht. In diesem Fall ist von einer psychischen Abhängigkeit die Rede. Der Raucher wird sozusagen durch die Einwirkung des Nikotins auf das Lernzentrum konditioniert. Werden bestimmte wiederkehrende Handlungen beim Rauchen durchgeführt, wie beispielsweise das Trinken des Morgen-Kaffees, so entsteht automatisch das Verlangen nach einer Zigarette, wenn diese Handlung wieder vorkommt.

Neben diesen Formen der Abhängigkeit gibt es noch weitere Gründe, welche das Abhängigkeitsverhältnis begünstigen. Gibt es besonders viele Raucher in Familie oder Bekannten- und Freundeskreis, dann ist die Entwöhnung von Tabakprodukten schwieriger. Auch der Gebrauch anderer Drogen und Rauschmittel lässt die Wahrscheinlichkeit sinken, vom Tabak zu lassen (siehe Kapitel Rauchen in Deutschland).Neben der Abhängigkeit hat Nikotin beispielsweise noch folgende Auswirkungen auf den Körper:

  • Eine erhöhte Blutgerinnung fördert die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose.
  • Die Produktion von Urin wird gehemmt.
  • Das Schmerzempfinden erhöht sich.
  • Die Frequenz von Herzschlag und Atmung wird erhöht, ebenso der Blutdruck.
  • Der Stoffwechsel wird verändert, was zu einem schnelleren Fettabbau durch die Ausschüttung von Adrenalin führt.
  • Eine sehr starke Nikotin-Dosis kann zu Übelkeit und anschließendem Erbrechen führen.
  • Die Tätigkeit des Darmbereiches und die Produktion von Magensaft werden angeregt.

Körperliche Auswirkungen

Durch die zahlreichen Schadstoffe, die über den Tabakrauch emittiert werden, geht der Raucher ein großes Risiko ein, körperlich geschädigt zu werden. Gerade die Lunge sorgt dafür, dass die Aufnahme der Stoffe höchst effizient erfolgt, nahezu jede Körperregion erreicht und somit beinahe jedes Körperorgan in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die nachstehenden Krankheiten und Folgen werden durch das Rauchen begünstigt, können sowohl Männer als auch Frauen gleichermaßen betreffen und sollen beispielhaft einen Einblick in die Fülle der Beeinträchtigungen geben:

  • Grauer Star
  • Parodontitis
  • Lungenentzündung
  • Asthma
  • Bronchitis
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Raucherbeine durch Gefäßverschluss
  • Krebs in Lunge, Mundhöhle, Magen, Bauchspeicheldrüse, Harnleiter, Blase, Niere, Speiseröhre, Kehlkopf und Leukämie
  • Diabetes

Bei Männern ergibt sich zudem ein höheres Risiko der Impotenz. Bei Frauen ein höheres Risiko für Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Osteoporose oder Unfruchtbarkeit.

Natürlich wird nicht jede dieser Krankheiten durch das Rauchen verursacht. Aber an einer Reihe von Beispielen lassen sich die erheblichen Risiken gut illustrieren, welche ein Raucher mit dem Tabakkonsum eingeht (siehe auch Unter-Kapitel Todesfälle durch Rauchen):

  • Es ist davon auszugehen, dass der Tabakkonsum für 9 von 10 Lungenkrebserkrankungen verantwortlich ist. Das Krebsrisiko steigt generell um den Faktor 2. Bei Krebs in der Mundhöhle ist das Risiko um den Faktor 27 erhöht, bei Kehlkopfkrebs verzwölffacht sich die Wahrscheinlichkeit.
  • Die Gefahr eines Rauchers, das Herz-Kreislauf-System zu beeinträchtigen oder an einem Herzinfarkt zu sterben, verdreifacht sich. Ebenso drei bis viermal so hoch ist das Risiko auf einen Schlaganfall. Bei einer speziellen Form des Schlaganfalls, der subarachnoiden Hirnblutung, ist das Risiko sogar siebenmal so hoch.
  • Vor dem Einsetzen der Menopause versechsfacht sich das Risiko für Frauen, an einem Herzinfarkt zu sterben.

Produktspezifische Gefahren

Zwar gibt es um diesen Punkt immer wieder Diskussionen, doch eine klare Aussage, welches Tabakprodukt schädlicher oder weniger schädlich auf den Organismus einwirkt, ist nicht pauschal zu beantworten.

So sind durch Studien beispielsweise keine Hinweise darauf aufzuspüren, dass der Tabakkonsum mit Pfeife oder Zigarre weniger gesundheitliche Risiken birgt, als das Rauchen einer Zigarette. Auch die im Volksmund als Raucherlunge bezeichnete chronisch-obstruktive Lungenerkrankung wird durch das Rauchen von Zigarren oder Pfeifen begünstigt. Obwohl Zigarrenrauch beispielsweise weniger stark eingeatmet und Pfeifen „gepafft“ werden, erreichen die extrem feinen Rauchpartikel die Lunge und können weiterhin Krebs im Bereich des Mundraumes hervorrufen.

Bei einer Shisha oder Wasserpfeife ist ebenso nicht von einem Konsum mit geringeren Risiken in Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren zu sprechen. Auch die Suchtgefahr ist hierbei nicht geringer, wie erste Studien zu diesem Thema nahelegen, die durch das Bundesinstitut für Risikobewertung evaluiert wurden.

Von einer besseren oder „gesünderen“ Alternative kann somit nicht gesprochen werden. Tabakprodukte sind in ihrer Gänze schädlich. ### Auswirkungen des Passivrauchens

Das Passivrauchen: Hierunter versteht man das Einatmen von Tabakrauch, der sich frei in der Luft befindet. Obwohl nicht direkt aus der Zigarette inhaliert, enthält er doch die gleichen schädlichen Substanzen.

Reizung der Augen, Atembeschwerden oder Kopfschmerzen und Schwindelgefühle - schon ein kurzer Kontakt mit dem Tabakrauch durch das Passivrauchen reicht aus, um diese Effekte hervorzurufen. Durch längerfristiges Passivrauchen werden auch all die durch das aktive Rauchen bekannten Folgen und Krankheiten gefördert.

Gerade auf kleine Kinder, Babys und Ungeborene kann das Passivrauchen eine fatale Auswirkung haben. Kinder nehmen beispielsweise durch eine schnellere Atemfrequenz eine höhere Dosis der schädlichen Substanzen zu sich. Bis zu zwei von drei plötzlichen Kindstoden können dem Passivrauchen zugerechnet werden. Weiterhin leiden Kinder, deren Eltern oder Elternteile Raucher sind, häufiger an Erkrankungen der Atemwege oder Mittelohrentzündungen.

Die starke Belastung der Passivraucher lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Das Zusammenleben mit einem Raucher oder die Arbeit in einer Umgebung, in der viel geraucht wird, erhöht das Risiko von Herzkrankheiten wie Infarkte um bis zu 30 % - ebenso das Risiko von Lungenkrebs.

Die Belastung durch das Passivrauchen kann an vielfältigen Orten auftreten, zum Beispiel in Freizeitsituationen oder am eignen Arbeitsplatz. Vergleiche aus den Jahren 2003 und 2006 zeigen jedoch, dass die Belastung durch Passivrauchen in den Jahren etwas zurückgegangen ist, was vermutlich auch auf den stärkeren Nichtraucherschutz durch den Gesetzgeber zurückzuführen ist.

Besonders Personen unter 30 Jahren sind durch das Passivrauchen betroffen - Männer noch ein wenig häufiger als Frauen. Auch die Art der nachgegangenen Arbeit wirkt sich auf die Belastung aus. Im Bau- und Gastgewerbe entstehen besonders hohe Belastungen im Vergleich zu anderen Branchen.

Todesfälle durch Rauchen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist der Tabakkonsum das schwerwiegendste Risiko für die Gesundheit – gerade für westliche Industrieländer wie Deutschland. Den Angaben zufolge gehen weltweit über vier Millionen Tote auf das Konto des vermeidbaren Tabakkonsums – und das Jahr für Jahr.

Nur auf Deutschland bezogen, ergeben sich insgesamt knapp 110.000 Todesfälle für das Jahr 2007, die auf das Rauchen zurückgeführt werden können – das sind 13 % aller 830.000 Todesfälle in Deutschland. Anderen Schätzungen zufolge können es sogar bis zu 140.000 Todesfälle durch Rauchen sein. Männer sind hier stärker betroffen, da sie sowohl anteilig mehr rauchen, als auch stärkere Raucher sind, also mehr Zigaretten verbrauchen.

Auf Geschlechter aufgeteilt lässt sich somit sagen, dass jeder fünfzehnte Todesfall (ca. 29.000) unter Frauen auf das Rauchen zurückzuführen ist. Bei Männern liegt der Wert dreimal so hoch. Jeder fünfte Todesfall unter Männern (ca. 77.500) ist im Jahr 2007 auf die Auswirkungen des Tabakkonsums zurückzuführen.

Die Todesfälle können auch auf einzelne Krankheiten herunter gebrochen werden – zum Beispiel auf ischämische Erkrankungen des Herzens. Dazu gehören Herzinfarkte, wie auch koronare Herzerkrankungen. 13 % dieser Todesfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen – 19 % auf Seiten der Männer und 7 % auf Seiten der Frauen.

Todesfälle durch Passivrauchen

Jedes Jahr sterben etwa 3.300 Menschen in Deutschland durch die Folgen des passiven Einatmens von Tabakrauch. Auch diese Zahl lässt sich weiter auf einzelne Krankheiten herunter brechen: Koronare Herzerkrankungen sind bei 2.150 Personen die Todesursache, 700 Menschen sterben an einem Schlaganfall und 260 an Lungenkrebs.

Hinzu kommen jährlich 60 Todesfälle durch plötzliche Kindstode, die dadurch ausgelöst werden, dass entweder die Mutter in der Schwangerschaft und / oder beide Eltern während und nach der Geburt geraucht haben.

Rauchen während der Schwangerschaft

Zu Beginn einer Schwangerschaft rauchen in Deutschland circa 13 % aller werdenden Mütter. Jede vierte Raucherin schafft den Ausstieg noch in der Schwangerschaft. Der gute Vorsatz hält dann allerdings nicht lange an. 70 % der Mütter werden nach spätestens einem Jahr nach der Entbindung wieder zu Raucherinnen. Die Menge der konsumierten Zigaretten in der Schwangerschaft teilt sich recht gleichmäßig auf. Jeweils ein ungefähres Drittel raucht zwischen 1-5, 6-10 oder 11-20 Zigaretten am Tag.

Der Tabakkonsum hat dabei nicht allein eine schädliche Wirkung auf die Mutter, sondern auch auf das Kind im Mutterleib. Die Stoffe, die über den Tabakrauch in die Lunge und das Blut der Mutter gelangen, bekommt auch der Nachwuchs zu spüren. Eine schlechtere Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes ist nur eines der Probleme, die während der Schwangerschaft auftreten können. Weitere Beispiele sind:

  • Verdoppelung des Risikos einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter
  • Fehl- oder Frühgeburten werden begünstigt
  • das Risiko einer Totgeburt verdoppelt sich
  • früheres Platzen der Fruchtblase vor dem eigentlichen Geburtstermin mit dem Risiko von Infektionen und Fehlgeburten

Verdeckung des Gebärmutterausgangs durch den Mutterkuchen und die vorzeitige Ablösung der Plazenta mit der Folge von Blutungen, die lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein können

Aber auch nach der Entbindung gibt es erhöhte Risiken. Die Atmung des Kindes kann beeinträchtigt werden und das Risiko auf einen frühen Kindstod ist erhöht. Weiterhin sind ein geringeres Geburtsgewicht, ein kleinerer Umfang des Kopfes der Neugeborenen, ein geringeres Wachstum und Fehlbildungen bei Kindern von Raucherinnen zu verzeichnen.


Rauchen in Deutschland

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Übersicht

Im Bundesdurchschnitt raucht jeder Deutsche, egal ob jung oder alt, drei Zigaretten pro Tag. Dieser Mittelwert lässt sich errechnen, wenn die 87 Milliarden im Inland verkauften Zigaretten, die 2009 versteuert wurden, auf die Bevölkerung umgelegt werden. Selbstgedrehte Tabakprodukte aus Feinschnitt, Zigarillos sowie Zigarren sind in die Berechnung noch nicht mit eingegangen.

Die Zigarette ist ohnehin besonders beliebt. Nur 4 % der Raucher greifen zu Zigarillos, Zigarren, Pfeifen und Shishas. Bei den Zigaretten wird das Markenprodukt von Rauchern bevorzugt. 61,5 % des Marktanteils entfallen auf Zigaretten von Markenherstellern.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist ungefähr jede oder jeder Vierte ab 15 Jahren als Raucher einzustufen. Damit ist die Anzahl der Raucher, verglichen mit den Werten von vor zehn Jahren, um 2 % gesunken. Wichtig zu wissen ist dabei auch, wie viel Tabak ein Raucher konsumiert - ein Wert, der von Raucher zu Raucher natürlich stark variieren kann. Um die 80 % der Tabak-Konsumenten liegen bei einem Konsum von 5 bis 20 täglichen Zigaretten. Zu mehr als 20 Zigaretten greifen ungefähr 14 % der Raucher – und werden damit von der World Health Organization (WHO) als starke Raucher eingestuft. Der Anteil dieser starken Raucher hat sich in den letzten 10 Jahren um 4 % verringert. Noch geringer (7 %) ist allerdings auch der Anteil der Raucher, die sich mit weniger als 5 Zigaretten am Tag begnügen.

Es gibt eine Vielzahl von Merkmalen, innerhalb derer sich die Raucherquote stark unterscheidet. Zu diesen Merkmalen gehören beispielsweise:

  • Alter
  • Geschlecht
  • soziale Unterschiede
  • regionale Unterschiede
  • Berufe

Alter und Rauchen

Negativ zu Buche schlägt das immer frühere Eintrittsalter, in dem Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Rauchen beginnen. Über alle Altersgruppen hinweg ergibt sich für 2009 ein mittleres Einstiegsalter von 17,5 Jahren bei Männern und 18,3 Jahren bei Frauen. Besonders deutlich wird das frühe Einstiegsalter allerdings, wenn nur die Altersgruppe zwischen 15 und 20 Jahren befragt wird. Hier liegt das Einstiegsalter im Schnitt bei knapp über 15 Jahren.

Anders sieht es aus, wenn nur die älteren Personengruppen betrachtet werden. Umso älter der Personenkreis, desto höher ist der Anteil der Nichtraucher. Nur 5 % der Personen mit einem Alter über 75 Jahren bleiben der Zigarette treu.

Positiv ist weiterhin zu vermerken, dass trotz eines gesunkenen Einstiegsalters der prozentuale Anteil der jungen Raucher zwischen 15 und 20 Jahren in den letzten zehn Jahren zurückgegangen ist. Bei den Männern ist hier eine Abnahme um 6 Prozentpunkte auf einen Anteil von nunmehr 16 % auszumachen. Bei Frauen ist der Anteil dieser Altersgruppe um 4 Prozentpunkte gefallen und beträgt nun 12 %.

Geschlecht und Rauchen

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass weibliche Raucher erst in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg und mit dem Beginn von starken Frauenbewegungen einen relevanten Anteil der Raucher stellen. Zuvor war das Rauchen vor allem den wohlhabenden Personenkreisen und hier wiederum den Männern vorbehalten. Bei Frauen ab einem Geburtsjahrgang um 1940 ist allerdings ein sprunghafter Anstieg in der Raucherquote zu erkennen.

Insgesamt bezeichnen sich aktuell 21 % der Frauen als Raucher, sowie 31 % der Männer. Während die Anzahl der Frauen in den letzten zehn Jahren damit fast konstant gebelieben ist, lag die Raucherquote der Männer ehemals bei 35 %.

Der größte Anteil männlicher Raucher ist in der Altersgruppe zwischen 25 und 30 Jahren zu finden. Bei Frauen liegt die Spitze im Konsum noch davor. Gerade die 20- bis 25-Jährigen greifen besonders häufig zur Zigarette.### Soziale Unterschiede und Rauchen

Größer als die Geschlechterunterschiede sind die Unterschiede der Raucherquote, wenn die Schulbildung betrachtet wird. Ein niedrigerer Bildungsabschluss führt zu einem signifikanten Anstieg. Hier ein beispielhafter Vergleich aus dem Jahr 2006, bei dem Bildungsunterschiede und Raucheranteil bei 40- bis 59-jährigen Männern genauer betrachtet wurden:

  • Niedriger Bildungsabschluss: 56 % Raucherquote
  • Mittlerer Bildungsabschluss: 37 % Raucherquote
  • Hoher Bildungsabschluss: 30 % Raucherquote

Ein höheres Einkommen führt ebenfalls nicht dazu, dass Personen sich häufiger Zigaretten „leisten“. Ganz im Gegenteil. Bei einem monatlichen Einkommen bis zu einer Grenze von 1.300 Euro gibt es einen Raucheranteil von 33 %. Bei einem Haushaltseinkommen von 2.600 bis 4.500 Euro ist von einem Anteil um 24 % auszugehen. Den niedrigsten Wert weisen Einkommen von über 4.500 Euro auf. Hier liegt der Raucheranteil bei eher geringen 19 %.

Sonstige Merkmale

Besonders bei jugendlichen Raucherinnen und Rauchern sind ein kleineres Nord-Süd-Gefälle und ein größeres Ost-West-Gefälle zu verzeichnen. Der prozentuale Anteil der jungen Raucher ist damit im Nord-Osten Deutschlands besonders hoch.

Weiterhin deutliche Unterschiede gibt es bei verschiedenen Berufsgruppen. Berufe, die einen Hochschulabschluss voraussetzen, verzeichnen einen prozentualen Anteil an Rauchern, der unter 20 % liegt. Zu diesen Berufsgruppen gehören beispielsweise Lehrer an Gymnasien oder Ärzte. Besonders handwerklich-manuelle Tätigkeiten zeichnen sich durch eine hohe Raucherquote aus. So sind bei Malern oder Gebäudereinigern Werte von über 50 % vorhanden.

Wirtschaftliche Bedeutung

Das Rauchen hat einen vielfältigen Einfluss auf das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland. Einerseits gibt es die privaten Ausgaben der Raucher für den Verbrauch von Tabakprodukten. Zusammengerechnet entstanden hier im Jahr 2008 Kosten für die Privathaushalte von über 22 Milliarden Euro. Der größte Teil, über 19 Milliarden Euro, entfiel hierbei auf Zigaretten. Dieses Geld geht zum Teil an die Tabakindustrie und zum Teil über Steuern an den Staat.

Zum anderen müssen die Kosten von Krankheiten betrachtet werden, die durch das Rauchen entstehen. So ergeben sich weitere 21 Milliarden Euro. Hier kann von direkten Belastungen für das Gesundheitswesen (Behandlung, Pflege) gesprochen werden und außerdem von indirekten Belastungen, die durch den krankheitsbedingten Ausfall von Arbeitskraft nach einer möglichen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit entstehen.### Kosten für das Gesundheitswesen

Direkte Kosten des Rauchens sind Pflegeleistungen und Therapien für Personen, bei denen der Tabakkonsum zu Erkrankungen geführt hat. Diese Kosten müssen durch das Gesundheitswesen aufgewendet werden. Direkte Kosten können mit jährlich ungefähr 7,5 Milliarden Euro beziffert werden.

Weitere 13,5 Milliarden Euro ergeben sich durch die indirekten Kosten. Der Wegfall der Arbeitskraft in Unternehmen durch Tod oder Verrentung ist dazuzurechnen. Auch hier wurden die Krankheiten durch den Tabakkonsum induziert.

Verursacher der Kosten sind vor allem Krebserkrankungen (40 %), Herz-Kreislauf-Krankheiten (30 %) und Erkrankungen der Atemwege (25 %).### Tabakindustrie

Die deutsche Tabakindustrie hat ihre Personalstärke in den letzten Jahren deutlich zurückgefahren. Zwischen 1991 und 2006 wurde sie von 19.000 auf 11.000 Personen gesenkt.

Dominierend auf dem deutschen Markt sind vor allem vier Wettbewerber. Hierzu gehören:

  • Philip Morris Deutschland GmbH (Marlboro, L&M). Seit 1970 ist der Konzern in Deutschland aktiv und übernahm im Jahr 1987 die Marktführerschaft.
  • British American Tobacco Germany (Pall Mall, Gauloises, Lucky Strike, HB). Das bereits seit 1926 in Deutschland ansässige Unternehmen produziert unter anderem in Bayreuth für den internationalen Tabakmarkt.
  • Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH (John Player Special, West). Reemtsma entstand um 1910 durch eine Übernahme in Erfurt. In der Zwischenzeit war auch der Tchibo-Konzern als Eigentümer aktiv. 2002 übernahm die Imperial Tobacco Group allerdings die Anteile von Tchibo.
  • Japan Tobacco International Germany GmbH (Camel). Aus dem 1908 gegründeten Unternehmen „Haus Neuerburg“ wurde nach mehreren Verkäufen der jetzige Konzern, der zur Japan Tobacco Inc. gehört. Die in Deutschland hergestellten Zigaretten werden in mehr als 40 Länder geliefert.

Etwa ein knappes Viertel des Zigarettenverkaufspreises bleibt in der Wirtschaft. Der überwiegende Teil wird als Steuer abgeführt.

Schmuggelware

Durch den Zigarettenschmuggel entgehen dem Fiskus jedes Jahr mehrere Milliarden Euro an Steuergeldern. Laut einer eigenen Studie der Tabakindustrie ist hier von einem Betrag um vier Milliarden Euro in 2008 auszugehen. Neben dem zollfreien Einkauf kamen damit rund sieben Milliarden Zigaretten durch Schmuggelaktivitäten im selben Jahr nach Deutschland - vor allem durch die illegale Einfuhr aus Osteuropa. Besonders die Ukraine und Russland tun sich hier als Herkunftsländer der Schmuggelware hervor.

Der Zigarettenschmuggel läuft auf unterschiedlichen Ebenen ab – zum Beispiel in kleinen Mengen durch Individuen, welche die Höchstmenge an Zigaretten überschreiten, die aus Ländern zollfrei eingeführt werden dürfen. Genauso gibt es aber auch den organisierten Schmuggel im großen Umfang, bei dem ganze Container mit mehreren Millionen Zigaretten illegal verschoben werden. Ist vom deutschen Zoll im Jahr 2000 noch ein Rekordergebnis mit mehr als einer Milliarde Zigaretten sichergestellt worden, hat sich dieser Wert im Jahr 2008 auf knapp 300 Millionen stark reduziert.

Problematisch ist weiterhin der Verkauf und Schmuggel von illegal hergestellten beziehungsweise gefälschten Markenzigaretten. Durch die Streckung und Verunreinigung des Tabaks entstehen zusätzliche Gesundheitsrisiken für die Konsumenten.


Politik und Rauchen

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Übersicht

Eines der Ziele einer staatlichen Gesundheitspolitik ist die Absenkung der Raucherquote im eigenen Land. Obwohl der deutsche Staat durch Steuereinnahmen auf Tabakprodukte auf der einen Seite hohe Einnahmen erzielt, muss er diese Einnahmen auf der anderen Seite für Gesundheitskosten aufwenden. Diese Kosten entstehen als Folge der Krankheiten, die durch das Rauchen hervorgerufen werden.

Als ein starker Partner, um die Raucherquote zu senken, hat sich hierbei die World Health Organization (WHO) herausgestellt, die bereits im Jahr 1998 eine Initiative startete, die zur „Framework Convention on Tobacco Control“ (FCTC) geführt hat. Dabei handelt es sich um einen Staatsvertrag, der heute in 170 Ländern gültig ist. Anfang 2005 wurde das Abkommen nach der Ratifizierung auch für Deutschland verpflichtend. Zu den bereits umgesetzten Punkten, die aus dem FCTC resultieren, gehören beispielsweise:

  • Verbot der Bezeichnung von Tabakprodukten als „light“ oder „leicht“
  • Anbringung von Warnhinweisen auf Tabakprodukten, die unter anderem 30 % der Frontseite der Produktpackung einnehmen müssen

Flankiert werden die genannten Maßnahmen weiterhin von Informationskampagnen des Bundes, internationalen Verbänden und auch durch das Engagement aus der Zivilbevölkerung.

Die Tabak-Lobby versucht unterdessen, diese und andere Ausführungen und Folgen der Bestimmungen abzumildern. Als Ziele dieser Arbeit können die Verhinderung des Werbeverbotes für Produkte der Tabakindustrie oder von Erhöhungen der Tabaksteuer gesehen werden. Als Interessenverband operierte hier bis 2007 der Verband der Cigarettenindustrie, der nach dem Austritt von Philip Morris allerdings aufgelöst und 2008 unter dem Namen Deutscher Zigarettenverband wieder neu gegründet wurde.### Preispolitik

Als wirksames Mittel gegen den Tabakkonsum hat sich die Preispolitik erwiesen, auf welche der Staat durch die Besteuerung einen großen Einfluss hat. In den Jahren von 2002 bis 2005 hat es in Deutschland fünf Anhebungen der Tabaksteuer gegeben, die zusammen mit der Mehrwertsteuer ungefähr drei Viertel des Kaufpreises ausmacht. Die Tabaksteuer setzt sich aus einem spezifischen und einem proportionalen Teil zusammen. Der spezifische Teil wird pro Menge berechnet. Bei Zigaretten beträgt er beispielsweise 8,27 Cent pro Stück. Der zweite, proportionale Teil beträgt bei Zigaretten aktuell 24,66 % des Einzelhandelspreises.

Die Anhebung der Mehrwertsteuer auf 19 % führte naturgemäß zu einer weiteren Preissteigerung. In diesem Zeitraum lässt sich auch ein starker Einbruch des Tabakkonsums feststellen.### Nichtraucherschutz

Auch hier hat die FCTC für Bewegung gesorgt. In Artikel 8 des Staatsvertrages verpflichten sich die Vertragsparteien, Nichtraucher besser gegen den Einfluss von Tabakrauch und damit vor den Risiken des Passivrauchens zu schützen.

In Deutschland geschieht dies zum Beispiel durch die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Demnach müssen Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass ihre Angestellten vor der gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Rauch aus Tabakerzeugnissen geschützt werden. Die Gastronomie ist allerdings von dieser Regel ausgenommen. Die Bundesländer haben unterschiedliche Umsetzungsstrategien nach der Auslegung der Verordnung gewählt.

Die Zustimmung der deutschen Bevölkerung zu einem Rauchverbot auch in der Gastronomie ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Aktuell sind ungefähr 3 von 4 Bürgern dafür.

Regulierung von Inhaltsstoffen

Bereits im Jahr 2001 legte die Europäische Union Richtlinien für Tabakprodukte fest. Dazu gehören auch die folgenden Höchstmengen bestimmter Inhaltsstoffe pro Zigarette:

  • Teer maximal 10 mg
  • Nikotin maximal 1 mg
  • Kohlenmonoxid maximal 10 mg

Weiterhin muss die Tabakindustrie alle Zusatzstoffe der Zigarette bekanntgeben – außerdem die verwendeten Mengen und den Grund der Verwendung.

Warnhinweise

Laut einer Richtlinie der Europäischen Union müssen 30 % der Titel- oder Frontseite (die Seite, welche dem Betrachter als erstes ins Auge fällt oder beworben und ausgelegt wird) von einem Warnhinweis bedeckt sein. Hinzu kommt ebenfalls ein weiterer Warnhinweis, der auf nicht weniger als 40 % einer Packungsseite platziert werden muss. Ein Hinweis in der Größe von mindestens 10 % der Außenfläche einer schmalen Seite macht Angaben zum Inhalt von Schadstoffen.

Die Anbringung von Warnhinweisen wird außerhalb der EU vollkommen unterschiedlich gehandhabt. Es gibt Warnhinweise mit und ohne Bilder und Warnhinweise, die mehr als die Hälfte der Verpackung bedecken müssen. Allerding gibt es auch eine Vielzahl von Ländern, bei denen keinerlei Warnhinweise angebracht werden müssen. ### Tabakwerbung

Wer kennt nicht die Tabakwerbungen im Kino, die den Geschmack von Freiheit mit dem Konsum von Zigaretten in Verbindung bringen sollen. Neben dem Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit versucht die Kinowerbung das Rauchen außerdem als

  • erwachsene Handlung
  • soziales und anschlussfähiges Verhalten
  • normales Verhalten

zu etablieren.

Da auch durchaus jüngere und leicht zu beeinflussende Konsumentengruppen mit Werbung dieser Art in Berührung kommen können, gilt es, diese besonders zu schützen. Verschiedenen Maßnahmen haben die Tabakwerbung in der Vergangenheit eingeschränkt:

  • Bereits seit 1975 ist die Werbung für Tabakprodukte im TV und Radio verboten. Auf allen Kanälen verboten ist weiterhin Werbung, die Tabakkonsum verharmlost oder sogar als gesund anpreist.
  • 1999 wird das Sponsoring von Sendungen in TV und Radio durch die Tabakindustrie untersagt.
  • Im Jahr 2002 wird die Tabakwerbung vor 18.00 Uhr im Kino verboten.
  • Tabakwerbung in Print-Magazinen, Zeitungen und dem Internet gehört seit Anfang 2007 der Vergangenheit an. Ausnahme: Die Publikationen sind für die Tabakindustrie selber bestimmt.

Die Bewerbung von Tabakprodukten in Kinos nach 18.00 Uhr, auf Plakaten, am Ort des Verkaufes und die Benutzung des Markennamens, um andere Nicht-Tabak-Produkte zu bewerben, ist weiterhin erlaubt. Gerade mit der erlaubten Außenwerbung in Plakatform ist Deutschland eher als Exot im europäischen Ausland anzusehen. Nur Griechenland ist auf diesem Gebiet ähnlich liberal eingestellt.

Aktuelle Entwicklungen

Nach einer Volksabstimmung in Bayern haben sich 61 % der Bürger für ein striktes Rauchverbot in gastronomischen Betrieben entschieden. Der Nichtraucherschutz tritt zum 01. August 2010 in Kraft und betrifft damit erstmals auch das Münchener Oktoberfest.

Bayern prescht im Nichtraucherschutz vor, wohingegen andere Bundesländer noch keinen weiteren Handlungsbedarf sehen. Die meisten Bundesländer geben sich mit einem Kompromiss zufrieden. So sind in Baden-Württemberg die gastronomischen Betriebe beispielsweise quasi rauchfrei. Allerdings haben die Betreiber von Gaststätten die Möglichkeit, separate und abgetrennte Raucherräume einzurichten, in denen weiter geraucht werden darf. In Bremen verhält es sich beispielsweise so, dass in Gaststätten, die nur aus einem einzigen Raum bestehen und die nicht über 75 Quadratmeter messen, weiter geraucht werden darf. Allerdings muss der Gaststättenbetreiber dann den Hinweis geben, die Lokalität als „Raucherkneipe“ zu führen.

Nach dem bayerischen Vorbild hat nun auch eine Volksinitiative in Hamburg die Arbeit aufgenommen. In einem ersten Schritt müssen hier bis Anfang 2011 mindestens 10.000 Unterschriften für ein strenges Rauchverbot gesammelt werden. Dann wäre der Weg zu einem Volksbegehren frei.


Endlich Nichtraucher

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Übersicht

Es gibt viele gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören – denn ein erfolgreicher Ausstieg senkt das durch das Rauchen verursachte Krankheitsrisiko erheblich. Die verschiedenen Arten der Abhängigkeit erschweren diesen Prozess allerdings sehr – häufige Rückfälle sind die Regel. Die psychische Nikotin-Abhängigkeit kann sich auch nach Jahren der Abstinenz bemerkbar machen, selbst wenn die körperliche Abhängigkeit längst überwunden ist. Aber es gibt auch positive Meldungen: Die Hälfte aller Raucher schaffen Zeit ihres Lebens den kompletten Verzicht auf Tabakprodukte. Dabei greifen sie zu den unterschiedlichsten Taktiken, sowie Therapie- und Hilfsformen. Hier einige Beispiele:

  • Aufhören ohne Medikamente
  • Aufhören mit nikotinhaltigen Hilfsmitteln
  • Gruppentherapien
  • Hypnose, Akupunktur
  • Ärztliche Beratung

Medikamente, Bücher und sonstige Anwendungen und Hilfsmittel können bei einer Tabak-Entwöhnung allerdings nur unterstützend eingesetzt werden. Am wichtigsten ist immer noch der eigene Wille, wirklich aufzuhören.

Dabei müssen auch mögliche Begleiterscheinungen in Kauf genommen werden. Da Nikotin zu einer Beschleunigung des Stoffwechsels führt und dieser nach dem Rauchstopp wieder auf das individuelle Durchschnittsniveau zurückgeht, ist hier häufig mit einer Gewichtszunahme zu rechnen. Dabei sind allerdings nur relativ moderate Werte um die drei Kilo zu erwarten. Um diese Marke nicht zu überschreiten, sollten als Ausgleich viel Bewegung und Wasser auf dem Plan stehen. Auf den Versuch, das Rauchen mit erhöhter Kalorienzufuhr durch häufiges Essen und „Naschen“ zu kompensieren, sollte indes verzichtet werden.### Symptome bei einem Entzug

Entzugserscheinungen sind ein untrüglicher Hinweis dafür, dass der Körper eine Unterversorgung mit Nikotin festgestellt hat. Hier einige der häufigsten Symptome:

  • Erhöhte Reizbarkeit und negative Stimmung
  • Unruhe, Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Angstgefühle
  • gesteigerter Hunger
  • Verstopfung
  • großer Drang nach Tabak zur Suchtbefriedigung

Die Symptome sind in der Anfangszeit nach dem Rauchstopp besonders stark. Gerade die erste Woche gilt hier als schwierig zu bewältigen. In der daran anschließenden Zeit nimmt das Verlangen dann langsam ab.

Methoden zum Aufhören

Grundsätzlich gibt es viele individuelle Möglichkeiten mit dem Rauchen aufzuhören. Hier eine Liste von gängigen Methoden, die je nach Fall und Persönlichkeit zur Anwendung kommen können:

  • Aufhören ohne Medikamente (auch: Schlusspunkt-Methode). Viele Raucher versuchen, einen Schlussstrich zu ziehen und von einem Tag auf den anderen komplett mit dem Tabakkonsum zu brechen. Diese populäre und wohl am häufigsten genutzte Methode gibt es in vielerlei Varianten. Manche ehemaligen Raucher haben beispielsweise noch für Monate eine alte Zigaretten-Packung in ihrer Jackentasche, um der Versuchung täglich neu zu widerstehen. Auch das Lesen von Selbsthilfe-Büchern, welche die Motivation steigern sollen und gute Ratschläge geben, ist durchaus gängig.

  • Aufhören mit nikotinhaltigen Hilfsmitteln. Durch Hilfsmittel (Nikotinpflaster, aber auch Nikotin-Sprays und –Kaugummis) soll das Rauchen vermieden werden. Dies gilt gerade für Situationen, in denen häufig zur Zigarette gegriffen wird - wie beispielsweise nach dem Essen oder während des Telefonierens. Die Nikotinzufuhr kann über diese Hilfsmittel reguliert und im Laufe der Zeit langsam verringert werden, bis sie irgendwann bei null angekommen ist. Die Verabreichung solcher Produkte sollte über eine Periode von mindestens acht Wochen stattfinden. Gerade die Nutzung solcher Mittel - zusammen mit einer eigenen Verhaltensänderung - bringt einen größtmöglichen Erfolg.

  • Gruppentherapien. In Gruppen mit Gleichgesinnten kann über die Problematik des Aufhörens gesprochen werden. Gute Ratschläge und das gegenseitige Mut machen hilft, die Hürde zu nehmen. Neben Selbsthilfegruppen gibt es auch professionelle Seminarprogramme, die allerdings zumeist mit Kosten verbunden sind.

  • Hypnose und Akupunktur. Diese Methoden setzen vor allem darauf, Rauchern das Gefühl zu geben, auch ohne Nikotin Entspannung empfinden zu können. Eine normale Gruppentherapie gilt hier allerdings als erfolgreicher. Auch gegenüber dem reinen Entschluss, das Rauchen aufzugeben, haben diese Methoden in Studien keine bessere Wirkung erzielt.

  • Ärztliche Beratung und medikamentöse Hilfe. Ärzte und Apotheker bieten ihren Patienten vielfach Hilfe durch Gespräche bei der Tabakentwöhnung an. Außerdem kann der Arzt Medikamente verschreiben, die gegen Folgen des Entzugs, wie Depressionen und Ängste, wirken. Aus 20 % der Patienten, die sich in einer Studie einer solchen medikamentösen Behandlung unterzogen haben, sind dauerhafte Nichtraucher geworden. Die mit einem Placebo behandelte Vergleichsgruppe konnte nur auf eine Erfolgsquote von 8 % zurückblicken. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist hierbei mit dem Einsatz von Mitteln wie dem Nikotinpflaster gleichzusetzen.

Erholung des Körpers

Bereits 20 Minuten nach dem Rauchstopp werden die Extremitäten wie Hände und Füße wieder besser mit Blut versorgt. Außerdem nehmen der Puls und die Temperatur des Körpers ein Niveau an, wie es bei Nichtrauchern zu finden ist. Dies ist allerding nur der Anfang. Das durch den Rauch inhalierte Kohlenmonoxid ist nach acht Stunden nicht mehr im Blut nachweisbar. Das Blut transportiert nun wieder einen höheren Anteil an Sauerstoff, was bereits nach einem Tag zu einem geringeren Risiko führt, einen Herzinfarkt zu erleiden. Kurz darauf verbessert sich die Wahrnehmung für Geschmack und Geruch und nach drei Tagen auch die Atmung.

Drei Monate später nimmt das Lungenvolumen wieder zu und kann um mehr als 30 % gesteigert werden, was auch zu einem stabileren Kreislauf führt.

Nach einem dreiviertel Jahr ist der durch das Rauchen hervorgerufene Hustenreiz wesentlich geringer und die Nebenhöhlen der Nase sind freier geworden. Lunge und Bronchien können Infekten besser widerstehen.

Ein Jahr ist ins Land gezogen und das Herzinfarkt-Risiko ist um die Hälfte gesunken – in Relation zu der Zeit als Raucher. Fünf Jahre nach dem endgültigen Rauchstopp hat sich nun auch das Risiko für bestimmte Krebsarten um die Hälfte reduziert. Nach ungefähr zehn Jahren verhält es sich ähnlich mit der Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Statistisch ist das Risiko sogar beinahe auf das Niveau eines lebenslangen Nichtrauchers zurückgeführt worden. Und 15 Jahre nach dem permanenten Verzicht trifft dies auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu.

Aber auch ganz generell stellt sich durch den Tabak-Verzicht eine höhere Lebensqualität ein:

  • Die Haut sieht jünger aus, wird stärker mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und neigt weniger zur Bildung von Falten.
  • Die Chancen auf eine Schwangerschaft und gesunden Nachwuchs steigen.
  • Eine bessere Durchblutung des Körpers und eine steigende Sensitivität verbessern das sexuelle Empfindungsvermögen.
  • Der Atem wird frischer und riecht besser. Die Verfärbung der Zähne ist geringer. Ebenso wird dem Ausfall der Zähne und der Erkrankung des Zahnfleisches vorgebeugt.
  • Ein rauchfreies Leben ist ein längeres Leben. Hört ein 30-jähriger Mann mit dem Rauchen auf, so hat er statistisch gesehen 10 Jahre länger zu leben.
  • Der Stresslevel sinkt durch den permanenten Verzicht auf die Zigarette - durch das Abstellen des Suchtgefühls.
  • Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigen an.

Die besten Strategien für den Ausstieg

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Übersicht

Die Sucht, die durch den Konsum von nikotinhaltigen Produkten ausgelöst wird, sollte nicht unterschätzt werden. Denn Nikotin ist eine Substanz, die eine starke Abhängigkeit auslöst. Nicht ohne Grund gibt es viele Raucher, die schon eine ganze Reihe von Versuchen unternommen haben, mit dem Rauchen aufzuhören.

Natürlich gibt es auch Raucher, die vom einen auf den anderen Tag aufhören. Aber nicht allen fällt es so leicht. Ein konsequenter und erfolgversprechender Rauchstopp sollte genau strukturiert werden – angefangen mit dem ersten Tag des Entzugs, bis hin zu dauerhaften Veränderungen des persönlichen Verhaltens in einzelnen Situationen.### Konkrete Schritte

Ein Nikotinentzug kann anhand der folgenden Schritte vorgenommen werden:

Schritt 1: Rufen Sie sich die gesundheitlichen Folgen des Rauchens ins Gedächtnis. Sie schaden sich und Ihrer Umgebung durch den Tabakrauch. Betrachten Sie auch finanzielle Aspekte. Sie sparen Geld für jede Zigarette, die Sie nicht rauchen.

Schritt 2: Legen Sie einen genauen Termin für den Tag des Ausstiegs fest und rücken Sie nicht davon ab. Die Wohnung wird von nun an eine rauchfreie Zone. Alle Tabakprodukte verschwinden. Denken Sie auch daran, Rauchutensilien aus Ihrem Auto und von Ihrem Arbeitsplatz zu entfernen.

Schritt 3: Sprechen Sie mit Partner, Freunden und der Familie über Ihren festen Entschluss und bitten Sie um ihre Hilfe. Auch der Arzt kann Sie an dieser Stelle durch Gespräche unterstützen. Bleiben Sie mit Ihrem Arzt in Kontakt und vereinbaren Sie weitere Gespräche. Eine professionelle Beratung stärkt Ihre Erfolgschancen. Zusätzliche Motivation können Sie sich durch einschlägige Ratgeber-Literatur aus dem Buchladen holen.

Schritt 4: Denken Sie nicht, dass eine Ausnahme keinen Unterschied macht. Zu schnell besteht die Gefahr, in alte Gewohnheiten zu verfallen. Auch auf einen einzigen Zug an der Zigarette eines Bekannten sollten Sie dringend verzichten. Stattdessen suchen Sie sich Beschäftigungs-Alternativen, denen Sie nachgehen können, wenn das Verlangen nach einer Zigarette sehr hoch ist. Vielleicht haben Sie ein Hobby, das Sie vor einiger Zeit aufgegeben haben, aber jetzt wieder reaktivieren können? Auch leichte Kost zum „Knabbern“ oder Spaziergänge mit Freunden an der frischen Luft können helfen und lenken ab. Belohnen Sie sich mit Kleinigkeiten, die Ihnen Freude machen. Versuchen Sie routinierte Tagesabläufe, die Sie mit dem Rauchen in Verbindung bringen, abzuwandeln. Folgende Situationen werden beispielsweise häufig mit dem Rauchen einer Zigarette kombiniert:

  • Rauchen beim Telefonieren
  • Rauchen in Gesellschaft und Pausen
  • Rauchen im Anschluss an eine Mahlzeit
  • Rauchen auf Partys in Kombination mit Alkohol
  • Rauchen beim Autofahren

Solche Situationen sollten Sie umgehen, wenn möglich. Hier einige Handlungsempfehlungen:

  • Malen Sie ein Bild beim Telefonieren. Legen Sie sich dafür immer Zettel und Stift neben das Telefon.
  • Verbringen Sie Pausen für den Anfang vornehmlich mit Nichtrauchern beziehungsweise meiden Sie die „Raucherecke“.
  • Räumen Sie direkt nach dem Essen das Geschirr ab. Eine Aktion direkt im Anschluss soll den Griff nach der Zigarette vermeiden.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum auf Partys.
  • Fahren Sie unbekanntere Strecken, bei denen Sie sich stärker konzentrieren müssen.

Schritt 5: Auch Medikamente können helfen. Sie mildern die Entzugserscheinungen ab oder führen für den Anfang das Nikotin über beispielsweise Pflaster zu. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Schritt 6: Verzweifeln Sie nicht, wenn es zu einem Rückfall kommt. Gerade die ersten drei Monate gelten als besonders schwer. Ein Rückfall kann überwunden werden und bedeutet nicht, dass Sie sofort wieder zu Ihren alten Gewohnheiten zurückkehren müssen. Machen Sie mit ihrem Plan weiter, den Sie sich überlegt haben und lernen Sie aus Ihren Rückfällen. Vermeiden Sie die Situation, die zu dem Rückfall geführt hat, bis Sie besser damit umgehen können. Steigern Sie Ihre körperliche Fitness und vermeiden Sie „Kalorienbomben“, um einer möglichen Gewichtszunahme gleich zu Beginn entgegenzuwirken.

Schritt 7: Herzlichen Glückwunsch. Sie sind drei Monate rauchfrei geblieben und haben die härteste Zeit hinter sich. Aber auch jetzt kann noch das starke Verlangen nach einer Zigarette auftreten. Bleiben Sie bei Ihrem Entschluss. Ihr Körper wird es Ihnen danken.### Fallbeispiel 1

Anna ist eine 33-jährige Bankkauffrau. Sie hat kurz vor dem Abitur mit dem Rauchen angefangen und bereits einen halbherzigen Versuch unternommen, dieses Laster abzulegen. Im Laufe einer Geburtstags-Party ist sie allerdings rückfällig geworden. Seitdem hat sie sich wieder auf ihrem alten Niveau eingependelt und raucht ungefähr 20 Zigaretten pro Tag. Anna spielt einmal die Woche mit einer guten Freundin Tennis, die ehemalige Raucherin ist. Da Anna selbst häufiger über ihre eigene Kondition klagt, unternimmt sie mit der Unterstützung ihrer Freundin einen neuen Versuch, das Rauchen aufzugeben. Auch ihr Partner, ein bekennender Nichtraucher, ist begeistert. Schon vor Jahren hat er ihr das Versprechen abgerungen, in der gemeinsamen Wohnung nur auf dem Balkon zu rauchen.

Woche 1:

Anna beginnt, zur Vorbereitung ein Buch mit dem Titel „Endlich bin ich rauchfrei!!!“ zu lesen. Von vielen Gefahren, die das Rauchen mit sich bringt, hatte sie noch nie etwas gehört. Die Anzahl der Todesfälle, die jährlich auf das Konto des Rauchens und Passivrauchens geht, erschüttert sie. Sie setzt einen konkreten Ausstiegstermin fest, informiert ihre Freunde und Verwandtschaft über ihre Entscheidung und entfernt alle Utensilien aus ihrer Umgebung, die sie mit dem Rauchen in Verbindung bringt.

Woche 2:

Der erste Tag ohne den Griff zur Zigarette. Einerseits fühlt sich Anna befreit und freut sich über den positiven Zuspruch aus ihrem Bekanntenkreis. Andererseits ist sie nervös und fühlt sich unsicher - die Entzugserscheinungen der Nikotinsucht setzen ein. Anna vereinbart mit ihrer Freundin einen zweiten Termin pro Woche zum Tennisspielen, um sich abzulenken. Einen Abend kommt Annas Freund später von der Arbeit. Die Wartezeit fällt ihr sehr schwer. Gern würde sie an den Kiosk gehen und eine Packung Zigaretten kaufen, die sie dann am liebsten komplett rauchen würde. Als ihr Freund nach Hause kommt, ist sie wütend, beruhigt sich aber schnell wieder. Sie freut sich noch am selben Abend, dass sie dem Verlangen nicht nachgegeben hat.

Woche 3:

Anna hat Stress auf der Arbeit, den sie durch den Griff zur Zigarette doch eigentlich schnell loswerden könnte. Doch das ist ein Trugschluss, wie ihr der Hausarzt sagt, den sie am nächsten Tag besucht. Der Stress besteht vor allem, weil der Körper nach einer weiteren Nikotindosis verlangt. Er redet ihr gut zu und bietet ihr auch medikamentöse Hilfe an, wenn es schlimmer werden sollte.

Woche 4:

Anna hat leicht zugenommen – allerdings nur ein gutes Kilo. Der Sport hilft ihr, die Gewichtszunahme in Grenzen zu halten. Sie hat das gute Gefühl, dass sich ihre Atmung bereits verbessert hat. Sie bekommt viel Lob von ihrem Partner und ihrem Umfeld und ist sich sicher, dass sie es nun auch weiter schaffen kann.### Fallbeispiel 2

Gerhard ist 63 und vor Kurzem in den Ruhestand gegangen. Seit wann er Raucher ist, weiß er nicht mehr so genau – nur, dass er schon sehr, sehr lange dabei ist. Besonders zwei Dinge haben ihn dazu gebracht, das Rauchen nun doch an den Nagel zu hängen:

  1. Nach einem Lungenfunktionstest wurde Gerhard von seinem Arzt ins Gebet genommen. Obwohl er sich durchaus als rüstig und für sein Alter höchst fit bezeichnen würde, hat das jahrzehntelange Rauchen Spuren an seiner Lunge hinterlassen. Bisherige Bedenken hatte er stets ignoriert. Warum sollte er jetzt noch aufhören, nach all den Jahren? Aber der Arzt konnte ihm glaubhaft vermitteln, dass sein Körper sich durchaus regeneriert. Drei Jahre gewinnt ein 60-jähriger Mann statistisch dazu, wenn er vom Tabak lassen kann. Die Jahre würde er seinem Ruhestand gern hinzufügen.
  2. Mit der Rente hat ohnehin ein neuer Lebensabschnitt begonnen, der viele Veränderungen mit sich bringt. Wenn er schon seine Gewohnheiten ändern musste, dann auch richtig, so denkt er sich.

Woche 1:

Gerhard versucht es mit der Schlusspunktmethode. Ohne große Vorbereitung schmeißt er die letzte Packung Zigaretten kurzentschlossen in den Müll und verkündet seiner Frau, die zwar staunt aber sonst sehr erfreut ist, dass er von nun an zu den Nichtrauchern gehört. Doch Gerhard ist schon wenige Stunden später nervös und hat große Lust auf eine Zigarette. Verschiedene Unternehmungen mit seiner Frau und einige Behördengänge lenken ihn aber ab. Als er am Wochenende mit Freunden, die fast alle Raucher sind, zum zweiwöchentlichen Skatspielen zusammenkommt, wird er schwach. Nach einigen Bier lehnt er die Angebote seiner Freunde nicht mehr ab und raucht zehn Zigaretten über den weiteren Abend verteilt. Am nächsten Morgen fühlt er sich schlecht.

Woche 2:

Gerhards Frau, mit der er über 30 Jahre verheiratet ist, merkt, dass ihr Mann bedrückt ist. Kurz darauf gesteht er ihr seinen Rückfall. Er hat Zweifel daran, dass er es schaffen kann. Seine Frau muntert ihn auf. Ein stadtbekannter und sturer Dickkopf wie er könne doch nicht vor einer Schachtel Zigaretten kapitulieren. Schließlich überredet sie ihn zu einem erneuten Arztbesuch. Während eines Beratungsgesprächs empfiehlt ihm der Arzt, es mit einem Nikotinpflaster zu versuchen. Gerhard nimmt den Rat an und versorgt sich in der Apotheke mit Nikotinpflastern der höchsten Stärke – wie vom Arzt empfohlen. Die ersten Tage stört ihn das ungewohnte Pflaster am Oberarm noch, aber kurze Zeit später hat er sich daran gewöhnt. Seine Lust auf eine Zigarette nimmt spürbar ab.

Woche 3:

Der nächste Skatabend steht an. Schon im Vorfeld informiert Gerhard seine Freunde, dass er nun endgültig vom Tabak lassen will und dass sie ihm auch keine Zigarette anbieten sollen. Obwohl sich seine Freunde einige Scherze nicht verkneifen können, akzeptieren sie seinen Entschluss und gehen sogar zum Rauchen auf die Terrasse. Dieses Mal kommt Gerhard ohne Zigarette über den Abend. Am nächsten Morgen ist er bester Laune.

Woche 4:

Ein weiterer Arztbesuch steht an. Regelmäßige Termine sollen ihm bei der Entwöhnung helfen. Der Arzt erzählt ihm, dass sein Herzinfarktrisiko bereits jetzt gesunken ist. Gleichzeitig fängt seine Atmung an, sich zu verbessern. Gerhard ist optimistisch und möchte sofort auf ein schwächeres Nikotinpflaster umsteigen. Doch der Arzt rät ihm, nichts zu überstürzen. Insgesamt fünf Wochen solle er die höchste Stärke beibehalten. Dann ist es an der Zeit für die mittlere Stufe. Gerhard freut sich auf den nächsten Schritt und einen rauchfreien Ruhestand.

Ausreden

Menschen werden kreativ, wenn es um das Erdenken von Ausreden geht. Diese werden auch eingesetzt, wenn der Ausstieg vom Rauchen hinausgezögert werden soll. Besonders diese Ausreden sind beliebt:

  • "Jetzt ist es ohnehin zu spät. Es macht keinen Unterschied mehr, ob ich aufhöre oder nicht."

    Falsch. Der menschliche Körper ist durchaus in der Lage, sich zu großen Teilen zu regenerieren. Vielfach ist das nur eine Frage der Zeit. Je länger geraucht wird, desto höher ist auch das Risiko, zu erkranken.

  • "Ich werde dicker, wenn ich nicht mehr rauche."

    Das trifft in vielen Fällen zu. Allerdings sind im Normalfall nur moderate Gewichtszunahmen von bis zu fünf Kilogramm zu erwarten – und dieser Zunahme kann durch gesunde Ernährung und Sport erfolgreich entgegengewirkt werden.

  • "Ich bin gestresst, wenn ich keine Zigarette rauche."

    Auch das stimmt. Allerdings ist die Zigarette nicht die Lösung gegen den Stress – sondern die Ursache dafür. Der Stress entsteht dadurch, dass das Verlangen nach einer Zigarette gestillt werden muss. Kommt es zu Verzögerungen, wird dies vom Raucher als Stress erlebt. Dies sind Entzugserscheinungen, die nach den ersten Wochen geringer werden und später ganz verschwinden.

  • "Jetzt ist gerade nicht die richtige Zeit."

    Obwohl besondere Stresszeiten sich tatsächlich nicht zum Ausstieg eignen, sollte dies nicht als Ausrede genutzt werden. Am besten ist, sich dann ein genaues Datum für den Rauchstopp auszusuchen, an dem der Stress höchstwahrscheinlich überwunden sein wird.

  • "Aber viele meiner Freunde sind Raucher…"

    Egal ob in Gesellschaft oder allein - Rauchen ist immer schädlich. Ihre Freunde werden Sie kaum dazu zwingen, zu rauchen. Erklären Sie Ihre Motive. Vielleicht finden Sie sogar einen guten Freund, der auch aufhören will. Die gegenseitige Motivation spornt an.

  • "Aber es sieht so gut aus..."

    Das will uns auch die Tabakwerbung, zum Beispiel im Kino, suggerieren. Doch die Begleiterscheinungen sind alles andere als gutaussehend: Gelbe Zähne und Fingernägel, verfärbte Finger und eine belegte Zunge.

  • "Ich bin süchtig und kann nicht aufhören."

    Vielleicht geben Sie zu schnell auf und schätzen Ihren Willen zu schwach ein. Gehen Sie strukturiert vor, machen Sie sich einen Plan und lassen Sie sich helfen. Auch Ihr Hausarzt kann Sie mit guten Ratschlägen unterstützen oder auch Medikamente verschreiben, welche den Entzug erträglicher machen.


Weitere hilfreiche Informationen

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Übersicht

Durch die Entwicklung von Light-Produkten versuchte die Industrie ihren Kunden das schlechte Gewissen beim Tabakkonsum auszureden. Aber Raucher, die eine Sucht nach Nikotin entwickelt haben, nehmen gegenüber Light-Produkten unbewusst eine Art Ausgleichsverhalten ein. Zum Beispiel inhalieren sie Zigaretten mit weniger Nikotin einfach tiefer. Die als mild angepriesenen Zigaretten führen damit genau zu gegenteiligen Effekten. Die Aufnahme von krebserregenden Substanzen, die auch in Light-Zigaretten weiter existent sind, wird erhöht. Daher wurden die Bezeichnungen „light“ oder „mild“ im Jahr 2003 von der EU verboten. Die eigentlichen Light-Produkte existieren weiter – allerdings nicht mehr unter diesen Namen. Meist werden die Käufer durch hellere Farbgebungen auf solche Produkte aufmerksam gemacht.

Neben den Light-Artikel gibt es allerdings auch weitere Produktinnovationen, die sich um den Markt für Tabakerzeugnisse herum gebildet haben. Dazu gehören beispielsweise Ersatzprodukte, die den Konsum als gefahrloser darstellen oder auch nikotinhaltige Mittel und Medikamente, die zur permanenten Tabakentwöhnung beitragen können. ### Ersatzprodukte

Hier einige Produkte, die als Ersatz der herkömmlichen Tabakartikel dienen sollen:

  • Biotabak – allerdings macht auch der biologische Anbau den Tabak nicht „gesund“
  • elektrische Zigarette, die keinen Tabak-Rauch emittiert. Das Nikotin wird vernebelt und dann eingeatmet
  • Lutschtabak

Hierbei sollte nicht vergessen werden, dass die Erkenntnisse über solche neuartigen Produkte vielfach noch nicht wissenschaftlich fundiert sind. Selbst wenn eine Reduzierung von einigen krankheitserregenden Substanzen vorgenommen wurde, so bleibt in den meisten Fällen noch eine Vielzahl von schädlichen Einflüssen erhalten, welche die Gesundheit in erheblichem Maße beeinträchtigen.

Medikamentöse Hilfe

Raucher können auf verschiedene medikamentöse Hilfsmittel zurückgreifen, wenn sich die Nikotinsucht anders nicht beherrschen lässt. Zu diesen Hilfsmitteln gehören:

  • Verschreibungspflichtige Pillen

    Pillen, die den Wirkstoff Bupropion enthalten, sollen helfen, das Suchtgefühl in den Griff zu bekommen. Im Gegensatz zu anderen medikamentösen Hilfsmitteln ist in diesem Produkt kein Nikotin enthalten. Die Pillen sollen das Suchtgefühl direkt im Gehirn blockieren und Entzugserscheinungen mindern. Allerdings müssen auch hier entsprechende Vorbereitungen getroffen werden, damit sich die Erfolgsaussichten auf eine permanente Tabakabstinenz erhöhen (siehe Kapitel Die besten Strategien für den Ausstieg). Vergleichsstudien mit einem Placebo-Medikament haben bei der Anwendung einen positiven Effekt nachweisen können – 30,3 % der Versuchsteilnehmer, die auch Verhaltenstipps für den Rauchausstieg erhielten, konnten sich später als Nichtraucher bezeichnen. Dies gelang nur 16,4 % der Probanden, die das Placebo-Medikament bekommen hatten.

  • Nikotinpflaster

    Ein Nikotinpflaster unterscheidet sich optisch kaum von einem gebräuchlichen Wundpflaster. Der menschliche Körper nimmt das Nikotin des Pflasters über die Haut auf. Das Nikotinpflaster gilt als wirkungsvolle Unterstützung, um mit dem Rauchen aufzuhören. Obwohl nicht verschreibungspflichtig, sollte es unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, da es zu Gefäßverengungen durch die Nikotinabgabe an den Körper kommen kann. In der Regel wird es alle 16 bis 24 Stunden verabreicht und am Rumpf oder Oberarmbereich angebracht. Die Nikotin-Dosis wird im Laufe der Zeit immer weiter gesenkt.

  • Nikotinkaugummis und -nasensprays

    Ist ein besonders starkes Verlangen nach dem Rauchen vorhanden, können auch schnell wirkende Nasensprays oder Kaugummis zum Einsatz kommen. Das Nikotin wird über die Schleimhäute vom Körper aufgenommen. Auch hier sollte die Dosis immer weiter verringert werden.

Wichtig ist in jedem Fall, mit dem Arzt den Einsatz von solchen Produkten im Vorfeld zu besprechen und sie unzugänglich für Kinder aufzubewahren.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

http://www.bzga.de

Assmann Stiftung für Prävention

http://www.assmann-stiftung.de