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Dyskalkulie

Dyskalkulie

auch bekannt als: Rechenstörung, Rechenschwäche, Zahlenblindheit, Arithmasthenie, Lernstörung

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Therapie

Wurde eine Rechenstörung diagnostiziert, ist eine Therapie unumgänglich, um dem Kind ein weitestgehend beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Doch leider müssen Eltern und betroffene Kinder auch hier mit diversen Hindernissen rechnen.

Zunächst einmal ist es gar nicht so einfach, einen seriösen Dyskalkulie-Therapeuten zu finden. Dies liegt daran, dass diese Berufsbezeichnung in Deutschland nicht geschützt ist. Es gibt also keine rechtliche Regelung bezüglich der absolvierten Ausbildung oder der Therapie- und Förderungs-Inhalte.

Um einen geeigneten Therapeuten zu finden, der wirklich kompetent helfen kann, sollten Eltern sich an renommierte Institute auf diesem Gebiet zu wenden, wie zum Beispiel den Bundesverband für Dyskalkulie und Legasthenie. Diese können Therapie-Empfehlungen aussprechen.

Auch ein Blick auf die Website des Therapeuten, falls vorhanden, kann Rückschlüsse geben – welche Ausbildung hat er absolviert, wo und wie wird therapiert?

Es kann zudem hilfreich sein, in Internetforen nach Erfahrungsberichten oder positiven Beurteilungen zu suchen.

Worauf Eltern achten sollten

Es ist wichtig zu wissen, dass eine Rechenschwäche nicht heilbar ist. Eine Therapie kann die mathematischen Fähigkeiten verbessern, doch es wird nie einem Beruf nachgehen können, bei dem Mathe eine wichtige Rolle spielt. Zudem kann die Therapie dem Kind das nötige Selbstbewusstsein verschaffen, um ohne psychische Begleiterscheinungen mit der Lernstörung zu leben.

Verspricht ein Therapeut also, er könne das Leiden weg therapieren, ist dieser nicht seriös.

Vorsicht ist auch geboten, wenn ein ganz konkreter Zeitraum in Verbindung mit bestimmten Verbesserungen genannt wird, wenn es darum geht, wann sich erste Erfolge einstellen. Zwar kann der Therapeut schon im Erstgespräch ansprechen, welche Ziele er anstrebt und wie viel Zeit diese erfahrungsgemäß in etwa benötigen, doch jedes Kind ist anders, jedes hat verschiedene spezifische Schwierigkeiten und lernt in seinem eigenem Tempo.

Eine erfolgreiche Therapie – Erleichterung für Kind und Eltern

Wichtig ist in jedem Fall, das die Therapie individuell auf das Kind abgestimmt ist. Eltern sollten sich im ersten Gespräch nach der Struktur der Lerntherapie erkundigen.

Zudem sollte sie unbedingt als Einzeltherapie gestaltet werden. Des Weiteren wird sie im Idealfall im engen Austausch mit der Schule durchgeführt.

Je früher die Therapie stattfindet, desto besser die Ergebnisse. Bei den meisten Kindern verbessern sich die Mathe-Noten so sehr, dass einem erfolgreichem Schulabschluss und dementsprechend bessere Chancen auf eine gute Weiter- oder Ausbildung nichts im Wege steht.

Auch Abitur ist mit professioneller Betreuung durchaus möglich – ohne aber sehr unwahrscheinlich.

Unterstützung durch Meister Cody

Zusätzlich gibt es Computerprogramme, mit denen die Kinder – neben der Therapie – zu Hause arbeiten können. Empfehlenswert ist hier besonders das Mathe Lernspiel Meister Cody.

Das wissenschaftliche Training ist hauptsächlich für dyskalkule Grundschüler gedacht, eignet sich jedoch auch für andere Kinder, bei denen Nachbesserungsbedarf im Bereich Mathe besteht.

Gerade bei Dyskalkulikern ist es wichtig, sie nicht zu überfordern, damit sie nicht den Mut verlieren, aber auch nicht zu unterfordern, damit Verbesserungen zustande kommen. Da ein personalisiertes Training erstellt wird, ist dies mit Meister Cody möglich.

Präsentiert wird das Training in Form einer spannenden Geschichte, in deren Mittelpunkt verschiedene Aufgaben stehen. Das Kind sollte jeden Tag etwa 25-30 Minuten mit Meister Cody verbringen.

Problempunkt: Kosten

Leider ist eine Dyskalkulie-Therapie recht teuer. Die Kosten können jedoch unter Umständen vom Jugendamt übernommen werden, dies ist aber unglücklicherweise meist ein recht langwieriger Prozess.

Viele Eltern versuchen daher, entweder selbst mit ihrem Kind zu üben oder das Defizit durch eine wesentlich kostengünstigere, gewöhnliche Mathe-Nachhilfe auszugleichen. Von beidem ist aber unbedingt abzuraten. Vermehrtes Üben hilft bei dyskalkulen Kindern nicht und dadurch, dass keine Verbesserung eintritt, verstärken sich die Probleme, insbesondere im psychologischen Bereich, oftmals sogar noch.

Dazu kommt der große Druck, der unbewusst seitens der Eltern ausgeübt wird, weil diese sich eine Verbesserung der schulischen Leistungen erhoffen.

Eltern sollten also unbedingt versuchen, ihren Kindern eine Therapie bei einem kompetenten Experten zu ermöglichen.