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Funktionelle Lebensmittel

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Der Markt für funktionelle Lebensmittel

In Deutschland haben funktionelle Lebensmittel nur einen geringen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt, der aber vor allem im Bereich der probiotischen Lebensmittel durch immense Wachstumsraten gekennzeichnet ist.

In Deutschland beträgt der Anteil von funktionellen Lebensmitteln zwar nur 0,7 % am gesamten Lebensmittelmarkt, ist aber durch immense Wachstumsraten gekennzeichnet. Gerade im Bereich der probiotischen Lebensmittel ist ein rasantes Wachstum zu verzeichnen.

Der Markt von funktionellen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln wird von Lebensmittelherstellern und Pharmafirmen dominiert, welche oft auch im direkten Konkurrenzkampf miteinander um Marktanteile stehen. Dabei sind die Lebensmittelproduzenten im Bereich der funktionellen Lebensmittel führend, wobei Pharmafirmen aufgrund ihrer langjährigen Forschungserfahrung im Nahrungsergänzungsmittelsektor besser aufgestellt sind.

In Zukunft wird eine intensivere Kooperation dieser beiden Branchen stattfinden, um sich an die große Schnelllebigkeit dieser Märkte anzupassen. Insgesamt bieten funktionelle Lebensmittel gute Gewinnmargen im sonst stagnierenden Lebensmittelmarkt.

Lebensmittelhersteller und Pharmafirmen

Der Markt mit Gesundheitsprodukten ist stark umkämpft, da sich in der Vergangenheit sehr attraktive Umsatzentwicklungen daraus ergeben haben und sehr wahrscheinlich auch zukünftig weiter ergeben. Im Bereich der funktionellen Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel dominieren Lebensmittelhersteller und Pharmafirmen, welche oft auch im direkten Konkurrenzkampf miteinander um Marktanteile stehen. Dabei sind die Lebensmittelproduzenten im Bereich der funktionellen Lebensmittel führend, wobei Pharmafirmen aufgrund ihrer langjährigen Forschungserfahrung im Nahrungsergänzungsmittelsektor besser aufgestellt sind. Es wird aber erwartet, dass in Zukunft strategische Allianzen zwischen Unternehmen dieser beiden Branchen vermehrt stattfinden, um sich an die hohe Dynamik dieser Märkte anzupassen. Im sonst stagnierenden Lebensmittelmarkt bieten funktionelle Lebensmittel hohe Gewinnmargen.

Es setzt sich zunehmend die Ansicht durch, dass Produkte auf die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten werden müssen. Für den Sektor der funktionellen Lebensmittel bedeutet dies, dass Lebensmittel nicht ausschließlich der Sättigung und dem Genuss dienen, sondern auch präventive Eigenschaften besitzen, um letztendlich die Gesundheit zu verbessern und Krankheiten mittel- und langfristig vorzubeugen.

Tatsächlich weisen viele funktionelle Inhaltsstoffe einen ernährungsphysiologischen Zusatznutzen auf. So können zum Beispiel Antioxidantien und Polyphenole die Zellen und das LDL-Cholesterin (das sogenannte „schlechte Cholesterin“) vor oxidativen Schäden schützen. Dies kann zu einem vorbeugenden Schutz vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) beitragen. Doch es besteht heutzutage noch Klärungsbedarf, um den tatsächlichen Nutzen der höheren Zufuhr von funktionellen Inhaltsstoffen gegenüber einer „normalen“ Ernährung hinsichtlich der präventiven Eigenschaften zu ermitteln.

Marktgröße und -entwicklung

In Deutschland wird der Umsatz für funktionelle Lebensmittel auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt (2002). Dies entspricht zwar lediglich einem geringen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt, ist aber durch immense Wachstumsraten gekennzeichnet. So erreichte zum Beispiel probiotischer Joghurt zwei Jahre nach Markteinführung (1996) bereits einen Anteil von 8 % des gesamten Joghurtmarktes.

Nachfolgende Faktoren legen die Vermutung nahe, dass auch in Zukunft eine so rasante Umsatzentwicklung bei funktionellen Lebensmitteln stattfindet:

  • zunehmend werden die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit wissenschaftlich aufgedeckt und an die Bevölkerung kommuniziert

  • Gesundheitsprävention durch Ernährung wird in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft bedeutsamer und kann möglicherweise helfen, die damit verbundenen höheren Krankheitskosten zu senken

  • steigendes Öffentlichkeitsinteresse an Ernährung und Gesundheit

  • zunehmende Angst vor negativen Konsequenzen schlechter Lebens- und Ernährungsweise

  • zu wenig körperliche Bewegung

  • neue Möglichkeiten der Bewerbung von funktionellen Lebensmitteln in Form von wissenschaftlich geprüften Aussagen gemäß der Health Claims Verordnung

  • Vorteil gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln aufgrund der lebensmitteltypischen Verzehrform (keine zusätzlich einzunehmenden Kapseln oder Tabletten)

  • Mangelerscheinungen durch zu geringen Obst- und Gemüseverzehr