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Functional Food

Functional Food

Funktionelle Lebensmittel

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Definition, Ursprung und Geschichte von funktionellen Lebensmitteln

Funktionelle Lebensmittel sind im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitete Lebensmittel, denen zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe oder ungesättigte Fettsäuren zugesetzt werden. Sie sollen so die Gesundheit verbessern und verschiedenen Krankheiten vorbeugen.

Der Wunsch vieler Verbraucher, etwas für ihre Gesundheit zu tun, schlägt sich auch im Konsum- und Ernährungsverhalten nieder. So ist es nicht verwunderlich, dass der Markt für funktionelle Lebensmittel in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Funktionelle Lebensmittel zeichnen sich neben ihrem Ernährungs- und Genusswert durch einen gesundheitlichen Zusatznutzen aus. Die Zielgruppe für diese Nahrungsmittel ist altersunabhängig und die Produktpalette ist breitgefächert, um die verschiedenen Bedürfnisse der Verbraucher zu befriedigen. So können Personen mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel beispielsweise auf Margarine mit Pflanzensterolen zurückgreifen, um diesen zu senken, und mit Omega-3-Fettsäuren angereichertes Brot soll der Herzgesundheit zuträglich sein.

Denn Sinn und Zweck der Einnahme von funktionellen Lebensmitteln ist die Vorbeugung von verschiedenen Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Mellitus oder Osteoporose. Bisher befand sich eine Reihe von Produkten auf dem Markt, welche die vollmundigen Gesundheitsversprechen nicht immer halten konnten. Zukünftig müssen Aussagen, welche die Gesundheit betreffen, wissenschaftlich bewiesen sein. Dies erleichtert dem Verbraucher die gesundheitsbewusste Lebensmittelauswahl und bietet für Lebensmittelhersteller die Möglichkeit, die Glaubwürdigkeit von funktionellen Lebensmitteln zu steigern.

Definition

Im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich bei Functional Food um verarbeitete Lebensmittel, die auch als solche und nicht in Pulver- oder Kapselform verzehrt werden. Den Lebensmitteln werden zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe oder ungesättigte Fettsäuren zugesetzt. Sie weisen daher sowohl einen Ernährungs- und Geschmackswert als auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auf. Es geht also um eine mittel- bis langfristige Erhaltung und Optimierung der Gesundheit. Nicht vergessen werden sollte dabei, dass bestimmte zugesetzte Nährstoffe auch in natürlichen Lebensmitteln vorkommen. So enthalten zum Beispiel Hering oder Makrele die herzprotektiven Omega-3-Fettsäuren. Im weitesten Sinne kann man bei Fisch, Obst oder Gemüse von „natürlichen funktionellen Lebensmitteln“ sprechen, die im Rahmen einer bedarfsgerechten und ausgewogenen Ernährung in ausreichendem Maße zu sich genommen werden sollten.

Geschichte und Entwicklung von Functional Food

Ursprünglich kommen die funktionellen Lebensmittel aus Japan. Dort wurde bereits 1991 eine offizielle Definition für solche gesundheitsfördernden Produkte festgelegt. Sogenannte FOSHU (Food For Specified Health Use) sind demnach Lebensmittel, die:

  • nicht in Kapsel- oder Pulverform angeboten werden (keine Nahrungsergänzungsmittel)

  • gesundheitsfördernde Wirkstoffe enthalten

  • Teil der normalen Ernährung sind

  • Wirkstoffe enthalten, deren gesundheitsförderndes Potential wissenschaftlich belegt ist

Produkte, welche diese Kriterien erfüllen, erhalten das offizielle FOSHU-Label.

In Deutschland haben probiotische Joghurtdrinks den Weg für die sehr erfolgreiche Marktentwicklung von funktionellen Lebensmitteln geebnet. 1996 wurde diese Produktgruppe erstmalig angeboten. Im Laufe der Zeit folgten Präbiotika, also unverdauliche Lebensmittelzusätze, die den gesundheitsfördernden Darmbakterien als Nahrung dienen und somit die Darmflora positiv beeinflussen können. Insbesondere werden Inulin und Oligosaccharide zugesetzt, welche meist aus Chicorée isoliert werden.

Anschließend kamen die mit den Vitaminen A, C und E angereicherten ACE-Säfte hinzu. 1998 kamen mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Eier und Brotsorten auf den Markt. Cholesterinsenkende Margarine mit zugesetzten Pflanzensterolen (bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe, welche die Cholesterinaufnahme im Darm hemmen) wurde im Jahr 2000 als neuartiges Lebensmittel zugelassen. Die cholesterinsenkende Wirkung musste wissenschaftlich geprüft werden, damit die nötige Zulassung gegeben werden konnte.

Weiterhin spielen Energydrinks eine große Rolle. Sie werden mit Inhaltsstoffen wie Taurin, Koffein und Inosit angereichert.

Was Functional Food so interessant macht

  • Lebensmittel und Ernährung dienen nicht nur der Sättigung und Nährstoffzufuhr, sondern spielen eine wichtige Rolle bei Entstehung und Vorbeugung von Erkrankungen

  • funktionelle Lebensmittel stellen eine gute Unterstützung beziehungsweise teilweise eine Alternative zu herkömmlichen Therapeutika dar

  • die Ernährungsinformation und –beratung wurde hinsichtlich der gesundheitsfördernden Wirkungen von Lebensmitteln verbessert

  • wachsendes Interesse an der vorbeugenden Wirkung von Lebensmitteln aus dem Bereich der Medizin (Ernährungsmedizin)