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Gastroenteritis

Gastroenteritis

auch bekannt als: Magen-Darm-Grippe

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Komplikationen

Besonders bei Menschen mit geschwächtem Allgemeinzustand und schwachem Immunsystem ist Vorsicht geboten. Der Wasser- und Elektrolytverlust kann zu Kreislaufstörungen, Krämpfen, Nierenversagen oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Erfahrungsgemäß wird eine Gastroenteritis ohne schwerwiegende Komplikationen überwunden. Das Erbrechen lässt häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen nach und der Durchfall klingt nach etwa zwei bis sieben Tagen ab.

Falls aber starke Durchfälle länger als ein bis zwei Tage andauern, kann dies zu ernstzunehmenden Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten führen. Diese „Austrocknung des Organismus“ (Exsikkose) stellt insbesondere für Kinder und ältere Menschen eine ernsthafte Komplikation dari und muss auf jeden Fall behandelt werden. Unbehandelt kann es zu

  • Kreislaufstörungen bis zum Schock

  • Krampfanfällen

  • Nierenversagen

kommen.

Seltener kann es durch eine zunehmende Darmbeweglichkeit bei Säuglingen und Kleinkindern auch zu einer Einstülpung eines Darmabschnittes in einen anderen kommen (Invagination). Die Folge ist ein Darmverschluss.

Spezielle Komplikationen treten nur unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel bei bereits abwehrgeschwächten Patienten und bei bestimmten Erregern, auf. So kann es in extremen Fällen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Eine schwerwiegende Komplikation bei der Gastroenteritis mit dem EHEC-Erreger stellte das sogenannte hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) dar. Aufgrund der abgegebenen Bakteriengifte, aber auch durch andere Ursachen werden dabei Blutzellen und die Nierenfunktion geschädigt. Es kommt zum akuten Nierenversagen.