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Gesund Leben: Obere Atemwegsinfektionen

Obere Atemwegsinfektionen

auch bekannt als: Akute respiratorische Infektionen und grippaler Infekt

Zu den akuten Infektionen der oberen Atemwege gehören der Erkältungsschnupfen (akute Rhinopharyngitis), die Nasennebenhöhlenentzündung (akute Sinusitis), die Entzündung des Rachenraums (akute Pharyngitis) sowie Entzündungen des Kehlkopfes und der Luftröhre (akute Laryngitis und akute Tracheitis). Diese Erkrankungen werden auch oft als grippale Infekte bezeichnet.


Entstehung der Krankheit

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Bei einer Erkältungskrankheit führt die Ansteckung an sich nicht unbedingt bei jedem in gleichem Maße oder in der gleichen Art zur Erkrankung. Das Ausmaß und die genaue Ausprägung der Erkältung hängen sehr stark vom Immunsystem des Betroffenen ab. So können beispielsweise drei Mitglieder einer Familie demselben Virus ausgesetzt gewesen sein und dennoch ganz unterschiedliche Reaktionen darauf haben, die von Nichterkrankung über unkomplizierten Schnupfen bis hin zum Auftreten gleich mehrerer Symptome (Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit, Fieber oder Gliederschmerzen) reichen.

Die unterschiedlichsten Viren können eine Infektion der oberen Atemwege auslösen. In der Regel schädigen sie die Oberflächenzellen der Schleimhäute des Atemtrakts. Dadurch können sie in den Organismus eindringen und lösen eine Abwehrreaktion aus. Diese Abwehrreaktion führt in der Regel zu einem Entzündungsgeschehen, zunächst vor Ort und eventuell später auch im ganzen Körper (systemisch). Die Effekte der Entzündung vor Ort spüren Betroffene beispielsweise als Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten. Die systemische Entzündung kann Effekte wie Fieber, Schüttelfrost oder Gliederschmerzen auslösen.

In seltenen Fällen werden Erkältungskrankheiten direkt durch Bakterien verursacht. Meistens überlagern sich beide Erregertypen jedoch. So geht oft die Virusinfektion voraus. Ist das Immunsystem dann geschwächt, können Bakterien sich eventuell ebenfalls vermehren und die Virusinfektion überlagern.


Symptome

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Weitere Symptome können sein:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Schwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Reizungen des Magen-Darm-Traktes

Komplikationen

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Eine banale Erkältungskrankheit kann drastische Folgen haben: Entzündungen von Lunge, Herzmuskel oder Hirnhäuten. Meist ist für diese Infektionen nicht mehr der ursprüngliche Erreger verantwortlich, der die Erkältung initial einmal ausgelöst hat, sondern weitere Erreger, die die geschwächte Abwehrlage nutzen, um sich zu vermehren.


Diagnose

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Im Falle von Komplikationen können weitere diagnostische Mittel herangezogen werden. Dazu gehören:

  • Blutuntersuchungen
  • Röntgenaufnahmen

Therapie

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Einige der zahlreichen linderungsverschaffenden Mittel zur Abschwächung der Symptome sind:

  • Vermeidung von körperlicher Anstrengung

  • Wärme (innerlich über warme Getränke und Speisen und äußerlich über adäquate Bekleidung, Decken und dergleichen)

  • ausreichend Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Tee)

  • Vitamin C Zufuhr (in Form von Tabletten oder aus Nahrungsmitteln wie beispielsweise Ingwer, Orangensaft, Zitrone)

  • Verwendung von Halsbonbons

  • Durchführung von Inhalationen

  • warme Bäder

Des weiteren können auch Arzneimittel wie Nasensprays, Schnupfenmedikamente oder Schmerzmittel zur Linderung der Beschwerden genutzt werden. Viele solche Medikamente sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich, es gilt allerdings, einige Regeln zu beachten:

  • Beratung suchen: Betroffene sollten unbedingt die Packungsbeilagen der verwendeten Präparate kennen und sich hinsichtlich der Kombinationsfähigkeit verschiedener Mittel von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen.
  • Dosierung beachten: Betroffene sollten vermeiden, viele Medikamente unkontrolliert durcheinander zu nehmen. Viele dieser Mittel enthalten Kombinationen verschiedener Wirkstoffe, so dass die Patienten oft, ohne es zu ahnen, eine zu hohe Tagesdosis eines Wirkstoffes einnehmen. Betroffene sollten sich daher über die Wirkstoffe informieren, die die verwendeten Präparate enthalten.
  • Nebenwirkungen kennen: Nasensprays, nasenschleimhautabschwellende Tabletten und Schmerzmittel haben teilweise sehr starke Nebenwirkungen, die von Abhängigkeit beim Nasenspray über Müdigkeit bei den Tabletten bis hin zu Schädigungen der Magenschleimhaut durch Schmerzmittel reichen. Betroffene sollten sich über wichtige Nebenwirkungen der eingenommenen Arznei bewusst sein und gegebenenfalls ihr Verhalten entsprechend anpassen (beispielsweise moderater Einsatz von Nasensprays mit Bevorzugung von meersalzhaltigen Mitteln; auf Autofahren verzichten bei Einnahme von Medikamenten, die müde machen)
  • Gegenanzeigen beachten: Sehr wichtig ist es auch, die Gegenanzeigen für die eingenommenen Medikamente zu kennen. Dies ist eine Liste aus Bedingungen, bei denen das Arzneimittel nicht oder nur mit Vorsicht angewendet werden sollte. Diese Hinweise sind in der Packungsbeilage zu finden.

Bei Komplikationen können außerdem folgende Mittel zum Einsatz kommen:

  • Antibiotika
  • zusätzliche diagnostische Maßnahmen, wie Röntgenuntersuchungen oder Blutuntersuchungen

Prävention

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Dazu gehören:

  • vitaminreiche Ernährung
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Stressreduktion
  • Reduktion von Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Vorsicht beim Kontakt mit Erkälteten und großen Menschenansammlungen in der Erkältungszeit

Leben mit ...

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Übersicht

Beim ersten Verdacht auf Erkältungssymptome sollten nach Möglichkeit Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um das Immunsystem zu stärken, und den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder deren Schweregrad zu lindern. Dazu gehören allgemeine Therapiemaßnahmen wie Wärme, Flüssigkeitszufuhr, ausreichend Schlaf und Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.

In der Akutphase sollten Betroffene sich schonen und Mitmenschen vor Ansteckung schützen.

Im Falle von Komplikationen oder bei schweren Verläufen muss auf jeden Fall der Hausarzt konsultiert werden.

Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga

http://www.atemwegsliga.de/