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24 Stunden Urin

24-Stundenurin ist der zu diagnostischen Zwecken über einen Zeitraum von 24 Stunden ausgeschiedene und in einem Gefäß gesammelte Urin. Der Patient beginnt mit der Sammelperiode morgens um 7:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wird die Blase nocheinmal entleert und der Urin verworfen. Von da an werden alle Urinportionen bis zum nächsten Morgen um 7:00 Uhr (letzte Harnblasenentleerung) gesammelt. 

24-Stunden-Blutdruckmessung

Bei der 24-Stunden Blutdruckselbstmessung (ABDM = Ambulantes Blutdruck Monitoring) wird über einen Zeitraum von 24 Stunden eine Blutdruckmanschette getragen, die sich automatisch aufbläst und den Blutdruck misst. Neben der Manschette am Oberarm muss ein kleines Gerät getragen werden, das die gemessenen Blutdruckwerte für die spätere Auswertung speichert. Während der 24 Stunden wird z.B. tagsüber jede halbe Stunde und nachts einmal in der Stunde gemessen. Während der Zeit der Messung sollte der Patient ein Tagebuch führen, um darin besondere Belastungen, Einnahme von Medikamenten und Mahlzeiten, sowie den Schlafzeitraum zu protokollieren.

Adipositas

Als Adipositas bezeichnet man eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung von Körperfett. Der Body-Mass-Index liegt bei adipösen Menschen über 30 Kilogramm Körpergewicht pro Quadratmeter Körperoberfläche. In Deutschland ist nahezu ein Fünftel der Bevölkerung adipös (Frauen etwas mehr als Männer). Die Häufigkeit nimmt in den Industrienationen kontinuierlich zu, wobei auch immer häufiger Kinder und Jugendliche betroffen sind. Adipositas ist eine Erkrankung und kann in drei Schweregrade eingeteilt werden: BMI größer oder gleich 30 aber unter 35 = Adipositas Grad I; BMI größer oder gleich 35 aber unter 40 = Adipositas Grad II; BMI größer oder gleich 40 aber unter 45 = Adipositas Grad III. Darüber hinaus wird auch die sogenannte abdominale Adipositas definiert. Eine abdominale Adipositas liegt bei einem Taillenumfang von größer oder gleich 88 cm bei Frauen, und größer oder gleich 102 cm bei Männern vor. Die Adipositas kann verschiedene Ursachen haben (unter anderem Lebensstil, Veranlagung, Krankheiten, Medikamenteneinnahme) und ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen (beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2, Gicht, Arteriosklerose, Bluthochdruck).

Adrenalin

Adrenalin ist ein Signalstoff, der in der Nebenniere gebildet wird und unter anderem zahlreiche Wirkungen auf das Herzkreislaufsystem, auf den Energiehaushalt und auf die Atmung hat. Adrenalin führt beispielsweise zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, zu einer Steigerung des Blutdrucks, zum Aufbrauchen von Fettreserven oder zur Erschlaffung der Bronchialmuskulatur und damit zum Weitstellen der Atemwege. Es ist zusammen mit dem ihm verwandten Noradrenalin der Hauptüberträgerstoff des sogenannten sympathischen Nervensystems.

Adrenogenitales Syndrom

Beim adrenogenitalen Syndrom handelt es sich um eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die eine Störung der Hormonsynthese in der Nebennierenrinde verursacht. Bei Mädchen kommt es dadurch zu einer Vermännlichung und bei Jungen zu vorzeitiger Geschlechtsentwicklung.

Aneurysma

Ein Aneurysma ist eine dauerhafte Erweiterung des Querschnitts von Blutgefäßen aufgrund von Wandveränderungen. DIe Ursachen dafür können angeboren oder erworben sein.

Angina pectoris

Angina pectoris (Brustenge) ist ein zusammenfassender Begriff für Enge- und Druckgefühle im Brustkorb, die Angst erzeugen und mit Atemnot und Schmerzen verbunden sind. Diese Symptome sind typisch für die Koronare Herzkrankheit.  

Aortendissektion

Eine Aortendissektion ist eine Erkrankung der Hauptschlagader (Aorta), bei der es zu einer Aufspaltung der Wandschichten kommt. 

Aortenisthmusstenose

Eine Aortenisthmusstenose ist eine angeborene krankhafte Verengung im Bereich des Bogens der Hauptschlagader, der sich kurz nach deren Abgang aus dem Herzen befindet. Hierdurch kann es unter Anderem beispielsweise zu Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Aussackungen (Aneurysmen) der Hauptschlagader kommen.

Arterie

Arterien sind Blutgefäße, in denen das Blut vom Herzen wegströmt. Im (großen) Körperkreislauf enthalten sie sauerstoff- und nährstoffreiches Blut und versorgen damit die Organe und Gewebe des Körpers. Die größte Arterie des Körpers ist die Hauptschlagader (Aorta). Sie zweigt sich in viele Arterien auf, die sich dann wiederum zu immer feineren Arteriolen aufzweigen. In den Arteriolen wird das Blut den Kapillargebieten zugeführt, wo die Sauerstoff- und Nährstoffabgabe ins Gewebe stattfindet. Im kleinen Lungenkreislauf enthalten sie dagegen sauerstoffarmes Blut, das in der Lunge wieder mit Sauerstoff beladen werden soll. 

Arteriosklerose

Die Arteriosklerose ist eine Systemerkrankung des arteriellen Gefäßsystems (der Arterien). Durch Ablagerungen verschiedener Substanzen in den Gefäßwänden kommt es zu einer Abnahme der Flexibilität der Gefäßstrukturen. 

Azidose

Bei einer Azidose handelt es sich um eine Übersäuerung des Blutes.

Bandscheibe

Die Wirbelsäule besteht aus Wirbelkörpern und dazwischenliegenden Bandscheiben. Die 23 Bandscheiben des Körpers dämpfen zusätzlich zur Biegung der Wirbelsäule Druckbelastungen ab.Die Bandscheibe besteht aus Knorpel und funktioniert wie ein Stoßdämpfer: der innere Teil ist mit einer gallertartigen Flüssigkeit ausgefüllt, die sehr viel Wasser speichern kann. Bei Druck auf die Bandscheibe pressen der oberhalb und unterhalb der Bandscheibe gelegene Wirbelkörper auf den Gallertkern und dieser weicht zur Seite aus. Dem wirkt der außen liegende Faseranteil entgegen und fängt die Seitwärts-Bewegung des Gallertkerns auf.Die Bandscheiben werden nicht von Blutgefäßen durchzogen, das heißt die Ernährung und Versorgung der Bandscheibe kann nur mittels Diffusion  von außen stattfinden. Der Nährstofftransport wird also nur von äußeren Faktoren (Bewegung) beeinflusst. Bei zu wenig Bewegung wird das Gewebe nur schlecht versorgt, Abbauprozesse sind die Folge.

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall, umgangssprachlich auch Ischias oder Hexenschuss, ist ein typisches Krankheitsbild mit Schmerzen in Rücken, Beinen und Armen. Bandscheibenvorfälle treten bei älteren Menschen besonders durch Abbauprozesse der Bandscheiben auf. Als Folge verlieren die Bandscheiben ihre Struktur und drücken auf den Wirbelkanal, die knöcherne und sehnige Hülle des Rückenmarks oder austretende Nerven. Es kann auch bei jungen Patienten zu einem Bandscheibenvorfall kommen, hier eher durch falsche Belastung. Ein Bandscheibenvorfall lässt sich in den meisten Fällen therapieren. Mit einer fachgerechten Prävention bestehen Schmerzen durch den Bandscheibenvorfall nur selten fort.

Biochemie

Die Biochemie ist eine wissenschaftliche Fachrichtung, die mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Methoden aus der Biologie, der Chemie und der Physik, die Grundlagen der Lebensvorgänge untersucht. Themen der Biochemie sind beispielsweise die Molekularbiologie und -genetik, die Zellbiologie oder die Untersuchung von Stoffwechselprozessen.

Blut

Blut ist eine Körperflüssigkeit, die bei Menschen und Tieren in den Blutgefäßen zirkuliert. Es dient der Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen, dem Abtransport von Kohlendioxid und Stoffwechselprodukten, der Wärmeregulation sowie der Verteilung von Enzymen, Hormonen und anderen Botenstoffen. Die normale Blutmenge des Erwachsenen beträgt ca. ein Zwölftel des Körpergewichts (bei einem 70 kg schweren Menschen also ca. 5-6 l). Man unterscheidet sauerstoffreiches arterielles Blut von sauerstoffarmem venösen Blut.  Blut setzt sich aus flüssigen (Blutplasma) und festen (Zellen) bestandteilen zusammen. Das Blutplasma besteht wiederum aus Wasser, Ionen, Proteinen und verschiedenen Transportstoffen, wie beispielsweise Enzymen, Hormonen oder Nahrungsstoffen. Die Zellen des Blutes werden in rote und weiße Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie Blutplättchen (Thrombozyten) eingeteilt.

Blut-Hirn-Schranke

Als Blut-Hirn-Schranke werden die Gewebsschichten zwischen Blut und der Hirn-/ bzw. Rückenmarkssubstanz verstanden. Sie hat die Aufgabe den Stoffaustausch zwischen zentralem Nervensystem und Blut zu kontrollieren und damit die Nervenzellen vor allem vor schädlichen Stoffen zu schützen. Die Blut-Hirnschranke wird von den Kapillarwänden und Strukturen der weißen Hirnsubstanz gebildet. Die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke kann bei bestimmten Erkrankungen erhöht sein. Dazu gehören beispielsweise bakterielle Infektionen, Fieber, Sauerstoffmangel oder auch manche Hirntumoren.

Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck, der im Herz und Gefäßsystem herrscht. Er beschreibt die Kraft, die das Blut im Gefäßsystem des Körpers fließen (zirkulieren) lässt. Er ist somit unbedingt erforderlich, damit frisches Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen über die Arterien  in die Organe und Muskeln des Körpers gelangt. Die Höhe des Blutdrucks ist maßgeblich von der Menge Blut, die das Herz pro Minute durch den Körper pumpt (Herzzeitvolumen) sowie vom Widerstand in den Blutgefäßen abhängig. Blutdruck = Herzzeitvolumen x Gefäßwiderstand Das bedeutet also, je stärker das Herz pumpt, oder je höher der Widerstand in den Gefäßen ist, desto höher ist auch der Blutdruck. Bei der Messung des Blutdrucks werden ein erster bzw. oberer Wert und ein zweiter bzw. unterer Wert angegeben. Beim oberen Wert spricht man vom systolischen Blutdruckwert, den unteren Wert nennt man diastolischen Blutdruckwert. Der systolische Wert entspricht dem Druck im arteriellen Gefäß im Moment der Pumpaktion, also beim Zusammenziehen des Herzmuskels (Systole). Anschließend fällt der Blutdruck in der Phase, in der sich das Herz wieder mit Blut füllt, auf den diastolischen Wert zurück (Diastole). Die Höhe des Blutdrucks wird in der Regel in Millimetern Quecksilbersäule angegeben (mmHg). Der Referenzbereich der Werte ist abhängig vom Lebensalter. 

Blutgefäße

Blutgefäße, die Blut führen, das vom Herzen weg strömt heißen Arterien. Im großen Körperkreislauf enthalten die Arterien sauerstoffreiches Blut. Im kleinen Lungenkreislauf enthalten sie dagegen sauerstoffarmes Blut, das in der Lunge wieder mit Sauerstoff beladen werden soll. Blutgefäße mit zum Herzen hinführender Strömungsrichtung des Bluts nennt man Venen. Der Aufbau von Arterien und Venen unterscheidet sich. Da Arterien Blut mit hohem Druck durch den Körper leiten, haben sie in der Regel eine sehr viel dickere Gefäßwand, als die Venen, in denen das Blut mit viel geringerem Druck fließt.  

Bluthochdruck

Unter Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) wird im Allgemeinen der zu hohe Blutdruck in Herz und Gefäßen verstanden. Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit, an der über 25% der westlichen Bevölkerung leiden. Bluthochdruck bleibt häufig aufgrund fehlender Symptome für lange Zeit unerkannt.  Die meisten Bluthochdruckfälle sind auf das Zusammenspiel mehrerer unterschiedlicher Faktoren zurückzuführen, wie z.B. Alter, Lebensstil, oder Ernährung. Weitaus seltener ist der sog. sekundäre Bluthochdruck, der als Folge einer anderen Grunderkrankung auftritt.  Bluthochdruck verursacht meist keine Beschwerden und bleibt deshalb oft unerkannt. Es gibt unspezifische Symptome, die auf einen Bluthochdruck hinweisen können, jedoch führen meist erst die Symptome der Bluthochdruckfolgeerkrankungen zum Arztbesuch. Die Erkrankung führt zu schwerwiegenden Komplikationen v.a. an Herz, Gefäßen, Nieren und Augen. Die Haupttodesursachen durch einen unbehandelten Bluthochdruck sind Schlaganfall, Herzinfarkt, Herz- und Nierenversagen.  Die Diagnose eines Bluthochdrucks kann schnell und schmerzlos gestellt werden. Sie erfolgt mittels Blutdruckmessung am Oberarm. Wird ein Bluthochdruck festgestellt, werden zusätzlich Organe wie Herz, Augen und Nieren gründlich auf mögliche Folgeschäden hin untersucht. Die Therapie des Bluthochdrucks basiert vor allem auf allgemeinen Maßnahmen wie Ernährung und Bewegung. Bei Bedarf werden zusätzlich auch Medikamente eingesetzt, wobei sich die Art und Intensität der Therapie nach dem individuellen Risikoprofil und nach bereits bestehenden Erkrankungen richtet.  Zur Vorbeugung von Bluthochdruck ist es sinnvoll ein normales Gewicht zu halten und auf die Lebensgewohnheiten sowie die Ernährung zu achten. Außerdem spielen regelmäßige Blutdruckkontrollen eine wichtige Rolle, damit ein Bluthochdruck frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.  Bluthochdruck wird für Betroffene meist zu einem lebenslangen Begleiter. Man sollte sich daher mit ihm und seinen möglichen Auswirkungen auf den eigenen Körper beschäftigen. Durch Beachten der Therapievorgaben und gewisser Verhaltensmaßregeln im Alltag ist ein Bluthochdruck jedoch gut in den Griff zu bekommen.

Bluthochdruck, essentieller

Bei etwa 90 % der Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker) liegt ein essentieller Bluthochdruck vor. Als multifaktoriell bezeichnet man einen Bluthochdruck, der auf der Grundlage vieler unterschiedlicher Faktoren entsteht. Zum einen gibt es Faktoren, die leider nicht beeinflussbar sind, auf der anderen Seite gibt es Faktoren, die den Lebensstil und die Ernährung betreffen.

Bluthochdruck, sekundär

Bei etwa 10 % aller Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker) liegt ein sekundärer Bluthochdruck vor. Man spricht von einem sekundären Bluthochdruck, wenn ursächlich eine andere Grunderkrankung vorliegt, die zu dem erhöhten Blutdruck führt. Häufig sind Erkrankungen der Niere (renale Hypertonie) sowie Störungen des Hormonhaushalts Ursachen eines sekundären Bluthochdrucks (endokrine Hypertonie).

Blutplasma

Wenn man die Gerinnungsfaktoren des Blutserums entfernt kann man Blutplasma gewinnen.

Blutserum

Das Blutserum wird auch häufig einfach Serum genannt. Blut besteht vor allem aus Wasser, Proteinen und Zellen. Wenn man die Zellen (rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen)von den flüssigen Bestandteilen trennt, indem man beispielsweise eine Blutprobe zentrifugiert, so dass sich die Zellbestandteile am Boden absetzen, kann man das Serum als Überstand gewinnen. Neben Wasser und Proteinen sind im Blutserum auch Elektrolyte, Nähr-, Boten- und Abfallstoffe und Hormone enthalten. Wenn man die Gerinnungsfaktoren des Blutserums entfernt kann man Blutplasma gewinnen.

BMI

Der Body-Mass-Index (BMI) dient zur Beurteilung, ob ein gesundheitliches Risiko durch Übergewicht besteht.Die Berechnung des persönlichen Body-Mass-Index erfolgt anhand der Formel: Körpergewicht (in kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (in m). Um zu ermitteln, ob Über- oder Untergewicht vorliegt, vergleicht man seinen BMI mit folgenden Werten. Der BMI beträgt liegt bei Untergewicht unter 18,5; bei Normalgewicht zwischen 18,5 und 24,9; bei Übergewicht zwischen 25,0 und 29,9; bei Adipositas I. Grades zwischen 30,0 und 34,9; bei Adipositas II. Grades zwischen 35,0 und 39,9; bei Adipositas III. Grades bei 40 oder darüber.

Brustwirbel

Die Brustwirbel bilden die Brustwirbelsäule, die zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule angeordnet ist. I. d. R. gibt es zwölf Brustwirbel. Diese bilden Gelenkverbindungen zu den Rippen.

Cholestase

Cholestase ist ein Rückstau der Galle.

Cholesterin

Cholesterin ist eine farb-, geruch- und geschmacklose fettige Verbindung, die praktisch unlöslich ist in Wasser. Cholesterin ist ein wesentlicher Bestandteil der Schutzhüllen (Membranen) von Zellen im gesamten Körper und somit lebenswichtig. Cholesterin muss daher täglich in bestimmten Mengen mit der Nahrung aufgenommen bzw. vom Körper nachgebildet werden. Durch falsche Ernährung oder Enzymstörungen kann es allerdings zu krankhaften Erhöhungen des Cholesterinspiegels kommen (Hypercholesterinämie). Für den Transport im Körper bindet Cholesterin in der Regel an Transportproteine vom Typ HDL (high density lipoproteins), LDL (low density lipoproteins) oder VLDL (very low density lipoproteins). An HDL gebundenes Cholesterin schützt die Gefäße des Körpers vor Arteriosklerose, während an LDL gebundenes Cholesterin die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

COPD (engl.: chronic obstructive pulmonal disease = chronisch verengende Atemwegs-Erkrankung) ist eine meist durch Zigarettenkonsum bedingte chronische Schädigung der Atemwege und der Lunge. Sie geht mit Atemnot und zunehmender Einschränkung von körperlicher Belastbarkeit und Lebensqualität einher. Weltweit ist COPD derzeit die vierthäufigste Todesursache - mit steigender Tendenz.

Computertomographie (CT)

Die CT arbeitet wie das klassische Röntgen mit Röntgenstrahlen und misst die Abschwächung der Stärke der Röntgenstrahlen, wenn diese durch den Körper treten. Im Unterschied zum herkömmlichen Röntgen werden hierbei Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln gemacht. Das Gesamtbild, das hierbei entsteht, zeigt den Körper in vielen kleinen Schichten, wobei die Farben auf den Bildern im Groben denen eines Röntgenbildes entsprechen: Knochen ist weiß, Luft schwarz abgebildet. Muskeln und Nerven liegen dazwischen und werden grau abgebildet. Unterschiede zwischen Muskeln, Nerven aber auch Fettgewebe können hierbei nicht eindeutig erkannt werden. Daher eignet sich die CT zur Beurteilung der knöchernen Strukturen, um bspw. die Weite des Wirbelkanals oder Knochenbrüche zu erkennen.

Depression

Die Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, bei der die Betroffenen über einen längeren Zeitraum unter einer niedergedrückten Stimmung, Interessenlosigkeit und Antriebsminderung leiden. In etwa der Hälfte der Fälle werden Depressionen allerdings leider nicht erkannt und daher auch nicht adäquat behandelt. Dabei gibt es viele erfolgversprechende Therapieansätze, die zur Heilung führen können.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist der Überbegriff für eine Gruppe (meist erblicher) chronischer Stoffwechselstörungen, bei denen die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind. Dies kann zu ernsthaften Folgeerkrankungen und Komplikationen an verschiedenen Organen führen. Diabetes mellitus Typ 2 ist in Deutschland eine häufige Krankheit, unter der ein erheblicher Anteil der Über-70-Jährigen leiden. Die Dunkelziffer ist hoch.

Diabetische Nephropathie

Schädigung der Nieren (diabetische Nephropathie) bei Diabetes mellitus mit Gefahr der Einschränkung oder des Ausfalls der Nierenfunktion mit Notwendigkeit der dauerhaften Blutwäsche (Dialyse).

Diastolischer Blutdruckwert

Der systolische Wert entspricht dem Druck im arteriellen Gefäß im Moment der Pumpaktion, also beim Zusammenziehen des Herzmuskels (Systole). Anschließend fällt der Blutdruck in der Phase, in der sich das Herz wieder mit Blut füllt, auf den diastolischen Wert zurück (Diastole).

Diät

Die Diätetik (auch Diätologie) beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Forschung nach der "richtigen" Ernährungsweise und hat Bezug zu vielen Disziplinen (z. B. Medizin, Ernährungswissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Soziologie). Diäten werden hauptsächlich aus zwei Gründen angewendet: Zum einen zur Gewichtsab- oder -zunahme, zum anderen zur Behandlung von Krankheiten (Krankenkost). Umgangssprachlich wird der Begriff zumeist Synonym zur Schlankheitskur verwendet.

DNA

Abk. für (engl.) deoxyribonucleic acid; syn. Desoxyribonukleinsäure (Abk. DNS)Die DNA ist der Träger der genetischen Information. Sie ist ein großes Molekül, das sich aus vielen kleineren Molekülen, den Nukleotiden zusammensetzt. Die Nukleotide enthalten beim Menschen jeweils eine von vier Basen: Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T). Die Abfolge dieser Basen in der DNA bestimmt den genetischen Code und enthält die Grundinformation für die Herstellung von Genprodukten (Moleküle deren Bildung von einem bestimmten Abschnitt auf der DNA, einem Gen, codiert wird). Die DNA liegt meist als Doppelstrang vor (Ausnahme: Genom einzelsträngiger DNA-Viren). DNA ist v. a. in den Chromosomen im Zellkern lokalisiert, aber auch in Mitochondrien (mtDNA), den Energiekraftwerken von Zellen. Zum Schutz der DNA vor Schäden gibt es verschiedene Reparatursysteme. Das sind Moleküle, die die DNA nach Schäden absuchen und diese ausbessern können. 

Embolus

Ein Embolus beschreibt in der Medizin ein mit Blut eingeschwemmtes körpereigenes oder auch fremdes Material, das in den Gefäßen zu einem Verschluss oder einer deutlichen Einengung führt. Diesen Verschluss nennt man dann Embolie. Beispiele für einen Embolus sind Blutgerinnsel (Thromben), Fetttropfen, Luftblasen oder Fremdkörper.

Endokrine Hypertonie

Die endokrine Hypertonie beschreibt Erkrankungen, die über eine hormonelle Grunderkrankung zu Bluthochdruck führen. Sie gehört zu den sogenannten sekundären Hypertonien. Ursachen für eine endokrine Hypertonie können wiederum verschiedene Erkrankungen sein, wie z. B. das Conn-Syndrom, das Phäochromozytom, das Cushing-Syndrom, die Akromegalie, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse. Diese Ursachen haben gemein, dass hier zu viele Hormone gebildet werden, die einen blutdrucksteigernden Effekt haben. 

Enzyme

Enzyme sind Proteine, die biochemische Reaktionen im Organismus ermöglichen bzw. beschleunigen. Sie wirken wie Katalysatoren in Umwandlungsprozessen. Die typische Endung an der man Enzyme am Namen erkennen kann ist "...ase". So gibt es Oxidasen, Hydrolasen, Dehydrogenasen und viele andere Enzymgruppen.  

Erkrankung

Bei einer Erkrankung sind Vorgänge bei einzelnen Prozessen oder in Organen des Körpers oder sogar der gesamte Körper gestört. Im Rahmen einer Erkrankung kann es zu körperlichen und psychischen Veränderungen kommen, die der Erkrankte entweder nur selbst wahrnimmt (subjektiv) oder die auch andere sehen/ messen können (objektiv).

Fettstoffwechselstörung

Fettstoffwechselstörungen sind Störungen des Fetttransports, der Fettverarbeitung und -herstellung im menschlichen Körper, die meist mit einer Erhöhung der Blutfettwerte einhergehen. In den westlichen Industrieländern sind sie einer der höchsten Risikofaktoren für die Entstehung von Gefäß- und Herzkreislauferkrankungen. Als Ursache spielen neben genetischer Veranlagung Ernährung und Lebensstil eine wichtige Rolle.

Gastroösophageale Refluxkrankheit

Gastroösophageale Refluxkrankheit (engl. Gastroesophageal Reflux Disease/GERD) ist die Bezeichnung für einen über das Normalmaß gesteigerte Rückfluss von Magenflüssigkeit in die Speiseröhre sowie die damit verbundenen organischen Beschwerden. Als häufigstes Erkrankungszeichen tritt dabei das so genannte Sodbrennen auf.

Gefäßwiderstand

Der Gefäßwiderstand beschreibt die Summe der Einzelwiderstände aller Gefäßgebiete. Er wird in den Widerstand im (großen) Körperkreislauf (peripherer Widerstand) und den Widerstand der Lungengefäße (pulmonalvaskulärer Widerstand) unterteilt.

Gelenk

Ein Gelenk ist eine bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehreren Knochen. Jedes Gelenk besteht typischerweise aus vier Elementen: 1. Den miteinander in Kontakt stehenden (artikulierenden), von Knorpel überzogenen Gelenkflächen (Facies articulares). 2. Der Gelenkkapsel (Capsula articularis). Diese besteht aussen aus straffem Bindegewebe (Membrana fibrosa), das sich am Rand der überknorpelten Flächen in die Knochenhaut fortsetzt und innen aus der Gelenkinnenhaut (Membrana synovialis), die die Gelenkschmierflüssigkeit (Synovia) absondert. 3.Der Gelenkhöhle (Cavitas articularis) 4.Verstärkungsbändern zur Verstärkung der bindegewebigen Kapsel und zur Führung und Hemmung von Bewegungen, Binnenbändern im Innern des Gelenks, Zwischenscheiben, Schleimbeuteln (Bursae synoviales) und/ oder knorpligen Pfannenlippen zur Vergrößerung von Gelenkpfannen.

Gesamtcholesterin

Cholesterin ist eine farb-, geruch- und geschmacklose fettige Verbindung, die praktisch unlöslich ist in Wasser. Cholesterin ist ein wesentlicher Bestandteil der Schutzhüllen (Membranen) von Zellen im gesamten Körper und somit lebenswichtig. Cholesterin muss daher täglich in bestimmten Mengen mit der Nahrung aufgenommen bzw. vom Körper nachgebildet werden. Durch falsche Ernährung oder Enzymstörungen kann es allerdings zu krankhaften Erhöhungen des Cholesterinspiegels kommen (Hypercholesterinämie). Für den Transport im Körper bindet Cholesterin in der Regel an Transportproteine vom Typ HDL (high density lipoproteins), LDL (low density lipoproteins) oder VLDL (very low density lipoproteins). An HDL gebundenes Cholesterin schützt die Gefäße des Körpers vor Arteriosklerose, während an LDL gebundenes Cholesterin die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt.

Gicht

Die Gicht ist eine meist chronische Erkrankung, die häufig in akuten sehr schmerzhaften Schüben verläuft und der eine Störung im Stoffwechsel der sog. Purine zugrunde liegt. Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut, welche sich bei Gicht in den Gelenken (vor allem im Großzehengrundgelenk) ablagern und dadurch starke Schmerzen verursachen kann.  Man unterscheidet eine primäre und einer sekundäre Gicht. Der primären Gicht liegt ein angeborener Stoffwechseldefekt zugrunde. Meist handelt es sich dabei um eine Störung bei der Ausscheidung von Harnsäure in der Niere. Dieser Defekt ist sehr häufig in der Bevölkerung und in der Regel kommt es bei den Betroffenen erst im höheren Lebensalter und beim Zusammentreffen mit mehreren anderen Faktoren (purinreiche Ernährung, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht) zur Entstehung einer Gichterkrankung. Manche sehr seltenen Formen der angeborenen Gicht gehen auch mit Störungen des Nervensystems einher (z. B. Lesch-Nyhan-Syndrom). Die sekundäre Gicht entsteht dagegen aufgrund einer Vorerkrankung. Hier kommt es entweder durch gesteigerten Zellabbau, wie dies typischerweise bei bestimmten Leukämieformen oder bei einer Chemotherapie der Fall sein kann, oder durch eine Nierenfunktionsstörung aufgrund einer Nierenerkrankung zur Gichterkrankung. Die Gicht kann lange Zeit symptomlos verlaufen (asymptomatische Hyperurikämie). Das typische Symptom der Erkrankung ist jedoch der akute Gichtanfall. Dieser beginnt meist nachts oder am frühen Morgen mit heftigen Schmerzen in einem Gelenk. In zwei Dritteln der Fälle ist das Großzehengrundgelenk betroffen (Podagra). Das betroffene Gelenk ist hochrot, häufig teigig geschwollen, überwärmt und druckschmerzhaft. Der Anfall dauert meist einige Stunden, kann aber auch mehrere Tage anhalten. Es kommt oft zu leichtem Fieberanstieg (38,5-39 °C). Bleibt die Gicht unbehandelt kann es durch Ablagerungen von Harnsäure zu Schäden an inneren Organen (Viszeralgicht, Gichtherz, Gichtniere) und Gelenken kommen. Gicht wird im Anfall vor allem mit Schmerzmitteln, sowie durch Ruhigstellung des betroffenen Gelenks behandelt. Um dem Anfall vorzubeugen ist eine purinarme Diät empfehlenswert, sowie gegebenenfalls die Einnahme von Medikamenten, welche die Harnsäureausscheidung fördern (Urikosurika) oder die Harnsäurebildung reduzieren (Urikostatika).

Glukosurie

Unter Glukosurie versteht man die Ausscheidung von Zucker mit dem Harn. Dies kommt typischerweise bei der Erkrankung Diabetes mellitus vor.

Halswirbel

Die Halswirbel bilden den obersten Abschnitt der Wirbelsäule. Die ersten beiden Halswirbel, auf denen der knöcherne Schädel ruht, haben eigene Namen und eine besondere Form: Atlas und Dens axis. I. d. R. hat jeder Mensch sieben Halswirbel.

Harnsäure

Harnsäure ist eine in Wasser schwer lösliche organische Säure, die wie ihre Salze (Urate) in kleinen Schuppen kristallisiert. Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie) kommen vor allem bei Gicht, erhöhtem Zellabbau oder einer Laktatazidose vor. Bei Gicht kann es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen im Gewebe un in den Gelenken kommen.

HDL-Cholesterin

Für den Transport im Körper bindet Cholesterin in der Regel an Transportproteine vom Typ HDL (high density lipoproteins), LDL (low density lipoproteins) oder VLDL (very low density lipoproteins). An HDL gebundenes Cholesterin schützt die Gefäße des Körpers vor Arteriosklerose, während an LDL gebundenes Cholesterin die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt.

Herz

Das Herz ist muskuläres Hohlorgan und hat die Aufgabe das Blut durch den Kreislauf zu pumpen. Dies geschieht durch einen Wechsel zwischen Anspannung des Muskels (Kontraktion) in der sogenannten Systole und Erschlaffung des Muskels in der sogenannten Diastole. In der Diastole füllt sich das Herz mit Blut, während die Systole die eigentliche Pumpaktion ermöglicht. Das Herz schlägt in der Regel ungefähr 60 bis 80 Mal in der Minute. Es setzt sich aus einem rechten und einem linken Teil zusammen, die jeweils in Vorhof und Kammer getrennt sind. Rechter und linkert Teil selbst sind durch die Herzscheidewand getrennt. Im rechten Vorhof sammelt sich das sauerstoffarme Blut aus den Körpervenen. Es wird weitergeleitet in die rechte Herzkammer, die das Blut in der Systole in den Lungenkreislauf pumpt. Dadurch kann das Blut in der Lunge wieder mit Sauerstoff beladen werden. Aus der Lunge fließt das jetzt sauerstoffreiche, arterielle Blut in den linken Vorhof. Es wird in die linke Kammer geleitet, so dass das Blut bei der nächsten Systole über die Hauptschlagader (Aorta) in den Körperkreislauf gepumpt werden kann. Die Aorta verzweigt sich dann in immer kleinere und feinere Arterien. In den Arterien wird das sauerstoffreiche Blut zu den Organen und Geweben transportiert. Dort erfolgt die Sauerstoffabgabe über die Kapillaren. Nach dem Stoffaustausch wird das jetzt sauerstoffarme Blut vom venösen Teil der Kapillaren aufgenommen. Diese sammeln sich zu größeren Venen und führen schließlich das Blut wieder dem rechten Vorhof zu, so dass sich der Kreislauf schließt.

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt ist eine akute Erkrankung, die durch eine plötzliche kritische Minderversorgung des Herzens mit Blut verursacht wird.

Herzinsuffizienz

Bei der Herzinsuffizienz handelt es sich um eine Funktionsschwäche des Herzens. Die Fähigkeit des Herzens Blut zu pumpen ist bei der Herzinsuffizienz eingeschränkt.

Herzzeitvolumen

Das Herzzeitvolumen beschreibt die Menge Blut, die von der linken Herzkammer pro Minute in die Hauptschlagader (Aorta) ausgeworfen wird. Normal sind werte zwischen 4,5-5 Litern pro Minute (bei gesunden Erwachsenen in Ruhe)

Hypertensive Krise

Eine hypertensive Krise ist eine akute Entgleisung des Blutdrucks mit lebensgefährlich hohen Blutdruckwerten.

Hypertensive Nephropathie

Bei der hypertensiven Nephropathie handelt es sich um eine Erkrankung der Nieren, die durch Bluthochdruck verursacht wird. 

Hypertensive Retinopathie

Unter Hypertensiver Retinopathie versteht man die Schädigung der Netzhaut bei Bluthochdruck.

Hyperthyreose

Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) werden zu viele Schilddrüsenhormone produziert und in den Körper abgegeben.

Hypertonie

 siehe Bluthochdruck

Hyperurikämie

Der Begriff Hyperurikämie beschreibt einen Zustand erhöhter Harnsäurekonzentration im Blut (Anstieg über 6,4mg/dl). Harnsäure ist eine in Wasser schwer lösliche organische Säure, die wie ihre Salze (Urate) in kleinen Schuppen kristallisiert. Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Zu einer Erhöhung der Harnsäurewerte kommt es in der Regel entweder durch Harnsäureüberproduktion (z. B. durch Stoffwechselstörungen, Zellabbau, übermäßige Zufuhr von Purinen über die Nahrung) oder durch Verringerung der Harnsäureausscheidung (z. B. bei chronischer Niereninsuffizienz). 

Hypothyreose

Bei der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden zu wenige Schilddrüsenhormone produziert und in den Körper abgegeben.

Idioplasma

Das Zellplasma bezeichnet die eine Zelle ausfüllende Grundstruktur. Das Idioplasma ist das sogenannte Erbplasma oder Keimplasma in einer Zelle. Es stellt also die Gesamtheit der im Zellplasma enthaltenen Erbpotenzen dar. Diese Erbsubstanz wird kontinuierlich über die Keimbahn von einer Generation auf die nächste übertragen.

Insulin

Insulin ist ein Hormon, durch dessen Wirkung im Körper der Blutzuckerspiegel gesenkt werden kann. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung an, also zum Beispiel wenn wir Brot, Reis, Nudeln oder Süßigkeiten essen. Die Nahrungsmittel werden auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt in ihre Bestandteile aufgespalten.

Kelley-Seegmiller-Syndrom

Beim Kelley-Seegmiller-Syndrom liegt eine verminderte Funktionsfähigkeit desselben Enzyms vor, wie beim Lesch-Nyhan-Syndrom. Allerdings ist die Funktionsfähigkeit der HG-PRT nur auf ca. 1 bis 20% vermindert und nicht auf unter 1% wie beim Lesch-Nyhan-Syndrom. Daher kommt es hier neben der Hyperurikämie lediglich zu Nierensteinen und in nur 20% der Fälle zu neurologischen Störungen, die dann aber nicht mit Selbstverstümmelung einhergehen.

KHK

Bei der Koronaren Herzkrankheit kommt es zur Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Das bedeutet, dass die Gefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen sollen verstopft sind. Im schlimmsten Fall kann diese sehr ernstzunehmende Erkrankung daher zum Herzinfarkt führen. Viele Patienten sind in den Anfangsstadien allerdings frei von Beschwerden und ahnen nichts von ihrer Krankheit. 

Komplikation

Eine Komplikation stellt ein Ereignis oder einen Sachverhalt dar, durch den der durchschnittliche Verlauf einer Erkrankung, eines ärztlichen Eingriffs (z. B. Operation) oder eines natürlichen Vorgangs (z. B. Geburt) zum für das betroffene Individuum Schlechteren verändert werden kann. Eine Komplikation kann sich zu einer eigenständigen Erkrankung entwickeln. So kann beispielsweise eine Lungenentzündung eine Komplikation einer Atemwegsinfektion werden und stellt dann eine eigene Diagnose mit entsprechenden therapeutischen konsequenzen dar.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Bei der koronaren Herzkrankheit handelt es sich um eine Erkrankung, die zur Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (Koronarien) führt. Durch die "Verkalkung" der Herzkranzgefäße kann es zur Minderversorgung von Herzmuskelgewebe mit Sauerstoff kommen. Dies führt in Frühstadien zu Brustenge und Brustschmerzen (Angina pectoris) zunächst nur bei Belastung; in späteren Krankheitsstadien auch in Ruhe. Im äußersten Falle kann es zum Herzinfarkt kommen. Die koronare Herzkrankheit ist in den Industriestaaten weit verbreitet. Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, Rauchen oder Stress tragen unter anderem zu ihrer Entstehung bei.

Krankheit

Bei einer Krankheit sind Vorgänge bei einzelnen Prozessen oder in Organen des Körpers oder sogar der gesamte Körper gestört. Im Rahmen einer Erkrankung kann es zu körperlichen und psychischen Veränderungen kommen, die der Erkrankte entweder nur selbst wahrnimmt (subjektiv) oder die auch andere sehen/ messen können (objektiv).

Kristall

Ein Kristall ist ein von ebenen Flächen begrenzter fester Körper mit gesetzmäßiger Form. Die Form entsteht durch regelmäßige Anlagerung von Ionen, Atomen oder Molekülen zu einer Raum-(Gitter-)Struktur. Kristalle bilden sich vor allem bei der Abkühlung von Schmelzen oder aus übersättigten Lösungen. 

Kropf

Als Kropf wird jegliche Vergrößerung der Schilddrüse bezeichnet unabhängig von dessen Konsistenz und der Art der Schilddrüsenfunktionsstörung. Unbehandelt  kann ein Kropf durch sein ungehindertes Wachstum zu körperlichen Beeinträchtigungen führen. Außerdem können sich in ihm Knoten bilden, die sich im schlimmsten Fall zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln.

LDL-Cholesterin

Für den Transport im Körper bindet Cholesterin in der Regel an Transportproteine vom Typ HDL (high density lipoproteins), LDL (low density lipoproteins) oder VLDL (very low density lipoproteins). An HDL gebundenes Cholesterin schützt die Gefäße des Körpers vor Arteriosklerose, während an LDL gebundenes Cholesterin die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt.

Lendenwirbel

Die Lendenwirbel bilden die Lendenwirbelsäule, die zwischen Brustwirbelsäule und Kreuzbein angeordnet ist. I. d. R. gibt es fünf Lendenwirbel. 

Lumbago

Lumbago bezeichnet typischerweise einen Rückenschmerz. Hierbei treten Verspannungen der Rückenmuskulatur durch Schmerzreize auf. Schmerzen können hierbei von Nerveneinengung  (Nervenkompression) oder auch durch Gelenkfehlstellungen bedingt sein. Kommt es zur Muskelverspannung, bleibt der betreffende Muskel ständig angespannt. Nun treten zusätzlich Beschwerden in falsch belasteten Gelenken auf. Es kommt zu einem Teufelskreis: Schmerzreiz, Muskelverspannung, verstärkte Belastung, zusätzlicher Schmerzreiz.

Magensaft

Der Magensaft ist ein wässriges, saures Sekret, das von den Zellen des Magens produziert wird. Er besteht aus Salzsäure, proteinspaltenden Enzymen, Schleim, sogenanntem Intrinsic-Factor (Wichtig für die Aufnahme von Vitamin B12), Hormonen und Wasser. Seine Aufgabe ist es aufgenommene Nahrung in ihre Bestandteile zu zerlegen.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die MRT trägt weit mehr zur Diagnosestellung bei. Hierbei ist die Strahlenbelastung deutlich geringer, da keine Röntgenstrahlen benutzt werden. Durch einen magnetischen Impuls werden Wassermoleküle angeregt und aus ihrem Ruhezustand gelöst. Die Zeit bis sich die Wassermoleküle wieder in ihrem Ursprungszustand befinden ist für fast jedes Gewebe unterschiedlich und ermöglicht somit deren Unterscheidung.Die MRT kann nicht bei allen Patienten verwendet werden. Auf Grund der starken Magnetfelder, die für die Untersuchung verwendet werden, treten Wechselwirkungen mit Metallen auf. Herzschrittmacherpatienten dürfen keiner MRT Untersuchung unterzogen werden, da sich die Schrittmacher stark erhitzen können und zu Gewebeschäden führen. Die MRT Untersuchung bei Patienten mit Metallimplantaten scheint weniger problematisch, da neue Legierungen weniger magnetisch sind und durch die Größe der Implantate keine starke Erwärmung im umliegenden Gewebe stattfindet. Die MRT Untersuchung ist zudem nicht aussagekräftig, wenn bereits eine Voroperation im Untersuchungsgebiet stattfand und ein Metallimplantat eingesetzt wurde. In seltenen Fällen wird dann eine Röntgenaufnahme, bei der ein Kontrastmittel um das Rückenmark gespritzt wird, nötig (Myelographie).

Medikament

Medikamente bzw. Arzneimittel sind in der Medizin zu diagnostischen, therapeutischen oder prophylaktischen Zwecken verwendete Stoffe. Dazu gehören pharmazeutische Wirksubstanzen (sogenannte echte Arzneimittel), chirurgisches Nahtmaterial, Desinfektionsmittel, Mittel, die zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden (z. B. Kontrastmittel beim Röntgen), verschiedene Hilfsmittel (z. B. Herzschrittmacher, Kontaktlinsen) Herstellung und Umfang sind in Deutschland über das Arzneimittelgesetz und die Apothekenbetriebsordnung geregelt.  Man unterscheidet zwischen apothekenfreien Arzneimitteln (freiverkäufliche Arzneimittel), welche außerhalb von Apotheken vertrieben werden dürfen und apothekenpflichtigen Arzneimitteln, die grundsätzlich nur in Apotheken abgegeben werden dürfen. Bei den apothekenpflichtigen Arzneimittel sind wiederum verschreibungspflichtige von nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu unterscheiden. Letztere werden auch als OTC-drugs (over-the-counter drugs) bezeichnet. Voraussetzung für den Erhalt von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in einer Apotheke ist die Vorlage einer ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Rezeptverordnung. Für Betäubungsmittel bedarf es eines speziellen Betäubungsmittelrezepts. Dies ist ein vorgeschriebenes dreiteiliges amtliches Formblatt zum Verschreiben von Betäubungsmitteln.

Morbus Basedow

Bei der Erkrankung Morbus Basedow bilden sich Antikörper die sich gegen den eigenen Körper richten. Diese Antikörper zerstören die Andockstellen für das Hormon TSH. Als Folge können sich eine Schilddrüsenüberfunktion und ein Kropf entwickeln.

Nahrungsmittel

Nahrungsmittel sind natürliche oder künstlich erzeugte Produkte von Pflanzen oder Tieren. Sie dienen dem Organismus als Nährstofflieferanten und unterscheiden sich damit von den Genussmitteln. Neben verwertbaren Bestandteilen enthalten Nahrungsmittel auch nicht-verwertbare Stoffe, die sogenannten Ballaststoffe. Nahrungsmittel gehören zusammen mit den Genussmitteln zu den Lebensmitteln.

Neurose

Neurose ist ein historischer Sammelbegriff für seelische Erkrankungen, die nicht auf körperliche Ursachen zurückzuführen sind. Er geht auf die Ursprünge der Psychoanalyse um Siegmund Freud zurück. Betroffene haben durch eine Neurose unter Auswirkungen auf Teilbereiche ihrer Persönlichkeit zu leiden und sind sich dieser neurotischen Störung in der Regel bewusst. Aufgrund der Ungenauigkeit des Begriffs ist dieser in der Wissenschaft, im Gegensatz zur starken umgangssprachlichen Bedeutung, nicht mehr gebräuchlich; vielmehr wird mit spezifischen Krankheitsbildern bei verschiedenen Störungen gearbeitet. Von der Neurose abzugrenzen ist der Begriff der Psychose.

Neurotransmitter

Neurotransmitter sind biochemische Botenstoffe, die für die Übertragung von Informationen im Nervensystem notwendig sind.

Niere

In der Regel hat ein Mensch zwei Nieren, welche beidseits der Wirbelsäule im Bereich des Übergangs von der Brust- in die Lendenwirbelsäule liegen.  Das Nierengewebe besteht aus über 1 Mio. funktionellen Untereinheiten, den sogenannten Nephronen, die sich jeweils aus einem Nierenkörperchen (Malpighi-Körperchen) und einem Rohrsystem (Tubulussystem) zusammensetzen. Im Bereich des Nierenkörperchens wird laufend sogenannter Primärharn aus dem blut filtriert. Das Nierenkörperchen grenzt in seinem Inneren ein Knäuel an feinen Gefäßen, aus denen der Primärharn in das Nierenkörperchen abgepresst und in das Tubulussystem geleitet werden kann. Im Tubulussystem wird der Primärharn je nach Stoffwechsellage weiter verändert, indem ihm Stoffe entzogen (resorbiert) oder zugeführt (sezerniert) werden. Der eigentliche Harn gelankt dann über Verbindungsstücke und Sammelrohre in die ableitenden Harnwege (zunächst also ins Nierenbecken und dann vom Harnleiter in die Blase). EIne Hauptfunktion der Nieren besteht in der Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten, die man daher auch harnpflichtige Substanzen nennt. Außerdem werden Giftstoffe entfernt. Die Niere hat entscheidenden Einfluss auf den Wasserhaushalt des Körpers und damit auch maßgeblich für die Kontrolle des Blutdrucks. Darüberhinaus reguliert sie durch die Kontrolle der Harnzusammensetzung den Salz- sowie den Säure-/ Basehaushalt des Körpers. Die NIere produziert jedoch auch Stoffe. So ist sie neben der Leber hauptsächlich an der Neubildung von Zucker (Glucose) beteiligt (Glukoneogenese). Dieser Stoffwechselvorgang ist lebensnotwendig zur Überbrückung auch von nur sehr kurzen Hungerperioden, da etwa das Gehirn und die roten Blutkörperchen auf die ständige Zufuhr von Glucose angewiesen sind. Eine weitere Aufgabe der Niere ist die Produktion von Hormonen (z. B. Renin, Erythropoietin, Kalzitriol) sowie deren Abbau (Sexualhormone, Kortikosteroide). 

Nukleinsäuren

Nukleinsäuren sind große Molekülketten (unverzweigte Polymere), die sich aus den sogenannten Nukleotiden zusammensetzen. Man unterscheidet vier Arten von Nukleinsäuren: 1. Desoxyribonukleinsäuren (DNA); 2. Ribonukleinsäuren (RNA); 3. chromosomale N. (Chromosomen); 4. extrachromosomale N. (Plasmide, mitochondriales Genom). Ihre Aufgabe ist vor allem die eines Informationsspeichers. Nukleinsäuren können aber auch als Signalüberträger fungieren oder biochemische Reaktionen beschleunigen.

Operation

Eine Operation ist ein chirurgischer Eingriff am lebenden Menschen (oder Tier), der durchgeführt wird, um eine Erkrankung zu heilen bzw. zu lindern (therapeutischer Zweck) oder um genaueres über eine mögliche Erkrankung zu erfahren (diagnostischer Zweck). Eine Operation gilt rechtlich als Körperverletzung. Ein operierender Arzt benötigt daher grundsätzlich die Einwilligung des Patienten zu dem jeweiligen Eingriff und ist zur Aufklärung über mögliche Risiken und Gefahren, die mit der Operation verbunden sein können, verpflichtet. 

Osteoarthrose

Osteoarthrose (auch Arthrose genannt) ist primär eine nicht-entzündliche Gelenkserkrankung, die vorwiegend durch einen Abbau des Gelenksknorpels gekennzeichnet ist.

Pankreatitis

Eine Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

pathognomonisch

Symptome, die kennzeichnend für die zugrundeliegende Erkrankung sind bezeichnet man als pathognomonisch (z.B. Hautflecken typischer Art bei Windpocken). 

Phäochromozytom

Ein Phäochromozytom ist ein Tumor des Nebennierenmarks.

Podagra

Schmerzen im Großzehengrundgelenk bei Gicht.

Primäre Fettstoffwechselstörungen

Primäre Fettstoffwechselstörungen sind genetisch bedingt und damit angeboren. 

Psychose

Psychose bezeichnet eine schwere psychische Störung, die hauptsächlich auf körperliche Erkrankungen zurückzuführen ist. Betroffene haben durch eine Psychose unter Auswirkungen auf die gesamte Persönlichkeit zu leiden und sind sich der psychotischen Störung oftmals nicht bewusst, sondern halten sich für gesund. Davon abzugrenzen ist der umgangssprachlich gängige Sammelbegriff der Neurose.

Purin

Purine sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren aus denen sich die menschliche und tierische Erbsubstanz, die DNS zusammensetzt. Sie entstehen im Körper selbst oder werden über die Nahrung aufgenommen. Vor allem in tierischen Lebensmitteln sind viele Purine enthalten. Die Purine werden im menschlichen Organismus zu Harnsäure abgebaut, welche wiederum hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird.

Reflexprüfung

Die Reflexprüfung dient der Beurteilung des Nervenzustandes. Zur Untersuchung wird mit einem Reflexhammer leicht gegen die Sehne eines Muskels gehauen. Bei intaktem Nerv vom und zum entsprechenden Muskel tritt die typische unwillkürliche und manchmal als unangenehm empfundene Anspannung des Muskels auf. Veränderungen zeigen sich bei Verletzungen von Nerven oder des Rückenmarks. Sie sind bei einem einseitigen Bandscheibenvorfall gegenüber der Gegenseite abgeschwächt.

Renale Hypertonie

Die renale Hypertonie beschreibt Erkrankungen, die Aufgrund von Störungen der Niere zu Bluthochdruck führen. Sie gehört zu den sekundären Hypertonien, also Bluthochdruckerkrankungen, die auf eine Grunderkrankung zurückzuführen sind. Die Niere spielt eine Rolle bei der Blutdruckregulation, da hier bestimmte Botenstoffe gebildet werden, die beispielsweise die Gefäßweite beeinflussen können. Die häufigste Form der sekundären Hypertonie ist die sogenannte renalparenchymatöse renale Hypertonie, die durch Gewebsschäden der Niere (z. B. entzündungsbedingt) entstehen können. Die zweithäufigste Form der renalen Hypertonie ist die songenannte renovaskuläre renale Hypertonie, die durch Schäden an der Nierenarterie (Arteriosklerose) entstehen kann.

Rezeptoren

Unter Rezeptoren versteht man in der Biochemie Strukturen, die sich auf der Oberfläche oder im Inneren von Zellen befinden, und die auf die Anlagerung spezifischer Moleküle hin, Signale abgeben können. Rezeptoren könnte man also als biochemische Antennen oder Empfängereinheiten verstehen. Genau gesprochen handelt es sich dabei um Proteinstrukturen, die so gebaut sind, dass sie nur für bestimmte Moleküle als Empfänger dienen können (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Typische Moleküle, die einen Rezeptor haben sind beispielsweise Hormone, Neurotransmitter oder Fremdsubstanzen (sogenannte Antigene). Beispielsweise haben die weiblichen Sexualhormone Rezeptoren, die im Zellinneren unter anderem von Zellen der weiblichen Geschlechtsorgane liegen. Eine Bindung der Sexualhormone an ihre Rezeptoren führt dazu, dass bestimmte Gene des Erbguts der Zelle aktiviert werden, was zu einer Produktion von bestimmten Proteinen führt. Die Rezeptoren für Fremdsubstanzen befinden sich dagegen unter anderem auf der Oberfläche von Zellen des Immunsystems. Ein Binden einer Fremdsubstanz an den entsprechenden Rezeptor löst hier eine Abwehrreaktion aus.

Rückenmark

Das Rückenmark ist der im Wirbelkanal eingeschlossene Teil des Zentralen Nervensystems. Es hat zwei Aufgaben: Es dient dem Zustandekommen der Reflexe (Reflexorgan) und es verbindet das Gehirn mit dem peripheren Nervensystem (Leitungsorgan).

Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich an der Halsvorderseite und hat eine Schmetterlingsform. Ihre Funktion ist die Produktion von Hormonen und die Speicherung von Jod.

Schlafapnoesyndrom

Das Schlafapnoesyndrom ist eine Erkrankung, bei der während des Schlafs zwischenzeitlich der Atemfluss an Nase und Mund aussetzt. Ein häufiges Symptom ist Schnarchen.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine akute Erkrankung, die durch eine plötzliche kritische Minderversorgung des Gehirns mit Blut verursacht wird.

Schmerz

Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- u. Gefühlserlebnis, das mit aktuellen od. potentiellen Gewebeschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen solcher Schädigungen beschrieben wird (Definition der International Association for the Study of Pain, IASP). Es handelt sich um eine komplexe Sinneswahrnehmung unterschiedlicher Qualität (z. B. stechend, ziehend, brennend, drückend, pulsierend, ausstrahlend) und die in chronischer Form einen eigenständigen Krankheitswert erlangt (chronische Schmerzsyndrome). Man unterscheidet nach der Ursache vier verschiedene Schmerzformen: 1. Nozizeptorenschmerz, der auf Erregung von Schmerzsensoren im Körper hin entsteht. Beim Nozizeptorenschmerz unterscheidet man wiederum Entzündungsschmerz (z. B. durch eine Blinddarmentzündung) von spastischem Schmerz (z. B. bei der übermäßigen Kontraktion von Hohlorganen, was dann zu einer Kolik führen kann); 2. Neuropathischer Schmerz, welcher auf Irritationen des Nervensystems beruht; 3.Schmerz infolge funktioneller Störungen (z. B. Schmerzen infolge von Fehlhaltungen); 4. Somatoforme Schmerzen, die die körperliche Ausdrucksform unbewältigter psychischer oder psychosozialer Probleme darstellen (z. B. Migräne nach psychischer Belastung).

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist die Erkrankung an Diabetes mellitus während der Schwangerschaft. Dies kommt bei 3 % aller Schwangeren vor, verschwindet aber in der Mehrzahl der Fälle aber nach Beendigung der Schwangerschaft wieder.

Sekundäre Fettstoffwechselstörungen

Sekundäre Fettstoffwechselstörungen sind durch eine Grunderkrankung (z. B. Diabetes mellitus) verursacht.

Stoffwechsel

Der Stoffwechsel beschreibt die Gesamtheit aller lebensnotwendigen chemischen Reaktionen in einem Organismus. Man unterscheidet anabole von katabolen Stoffwechselprozessen. Im anabolen Stoffwechsel werden Bestandteile aufgenommener Nahrungsmittel unter Energieverbrauch zum Aufbau körpereigener Substanzen genutzt (Assimilation). Im katabolen Stoffwechsel werden Nahrungsbestandteile abgebaut, um damit Energie für die Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge zu produzieren (Dissimilation). Viele Reaktionen des Stoffwechsels verlaufen in Zyklen (z. B. Citratzyklus, Harnstoffzyklus) und werden auf verschiedenen Ebenen reguliert.  

Symptom

Als Symptom bezeichnet man Erkrankungszeichen. Manche Symptome sind kennzeichnend für die zugrundeliegende Erkrankung (z.B. Hautflecken bei Windpocken). Solche Symptome bezeichnet man als pathognomonisch. Anderen Symptomen können viele verschiedene Ursachen zugrunde liegen (z.B. Husten oder Kopfschmerzen).

Systolischer Blutdruckwert

Der systolische Wert entspricht dem Druck im arteriellen Gefäß im Moment der Pumpaktion, also beim Zusammenziehen des Herzmuskels (Systole). Anschließend fällt der Blutdruck in der Phase, in der sich das Herz wieder mit Blut füllt, auf den diastolischen Wert zurück (Diastole).

Therapie

Eine Therapie ist ein Eingriff zur Verhütung, Früherkennung oder Heilung von körperlichen Krankheiten und/ oder psychischen Störungen und/ oder zur Linderung des mit Krankheiten assoziierten Leidens. Der Begriff umfasst alle Maßnahmen, die geeignet sind, Symptome zu lindern (palliative Therapie) und/ oder Krankheiten zu beseitigen (kurative Therapie). Typische Therapieformen sind u. A.: Medikamentöse Therapie, operative Therapie, physikalische Maßnahmen, Bestrahlungstherapie, allgemeine Maßnahmen (z. B. Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität) oder Psychotherapie. Mit Beginn einer Behandlung kommt es automatisch zu einen Behandlungsvertrag zwischen Arzt bzw. Psychotherapeut und Patient. Der Anspruch auf medizinische und psychotherapeutische Leistungen ist in Deutschland über das Soziale Gesetzbuch (SGB) V geregelt. 

Therapie, physikalische

Unter physikalischer Therapie versteht man verschiedene physiotherapeutische Verfahren zur allgemeinen Anregung oder zur gezielten Behandlung gestörter körperlicher Funktionen unter Verwendung physikalischer Mittel. Dazu gehören: 1. Massagetherapie (s. Massage); 2. Thermotherapie (Wärme- u. Kryotherapie); 3. Wassertherapie (Hydro- u. Balneotherapie); 4. Elektro- u. Lichttherapie; 5. Inhalationstherapie (Aerosoltherapie); 6. Ultraschalltherapie (s. Ultraschall).

Thorakalwirbel

Die Brustwirbel bilden die Brustwirbelsäule, die zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule angeordnet ist. I. d. R. gibt es zwölf Brustwirbel. Diese bilden Gelenkverbindungen zu den Rippen.

Thyreotoxische Krise

Diese akut lebensbedrohliche Krise kann bei einer Schilddrüsenüberfunktion nach der Aufnahme einer großen Menge Jod auftreten. Beispielsweise durch mit Jod angereichertes Röntgenkontrastmittel oder Medikamente.

Triglyceride

Triglyceride sind Blutfette und primärer Energielieferant für Fett- und Muskelzellen.

Übergewicht

Körpergewicht mit Body-mass-Index zwischen 25 und 29,9.

Ulcus duodeni

Das Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) ist eine Erkrankung der Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut, die gutartig ist und durch entzündliche Reaktionen ausgelöst wird. Die Magen- bzw. Dünndarmwand ist dabei durch verschiedene Faktoren geschädigt worden. Diese Schädigungen betreffen zumeist tiefere Gewebeschichten und können zahlreiche Komplikationen verursachen.

Ulcus ventriculi

Das Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) ist eine Erkrankung der Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut, die gutartig ist und durch entzündliche Reaktionen ausgelöst wird. Die Magen- bzw. Dünndarmwand ist dabei durch verschiedene Faktoren geschädigt worden. Diese Schädigungen betreffen zumeist tiefere Gewebeschichten und können zahlreiche Komplikationen verursachen.

Urin

Der Urin ist eine über die Nieren durch die Harnwege ausgeschiedene Flüssigkeit, die harnpflichtige Substanzen (v. a. Harnstoff, Harnsäure, Kreatin und Kreatinin) enthält. Er dient u. a. zur Regulation des Flüssigkeits-, Salz- und Säure-Basen-Gleichgewichts. Bei Gesunden Menschen ist der Urin klar und bernsteinfarben.  Ein gesunder Erwachsener muss ca. 4 bis 6 Mal pro Tag Wasserlassen und hat dabei eine Urinmenge von 1000 bi 2000 ml pro Tag (bei normaler Kost). Bei Ausscheidung von weniger als 300-500ml Urin in 24 Stunden spricht man von einer Oligurie, bei Mengen unter 100ml in 24 Stunden von Anurie. Beides sind krankhafte Verringerungen der Harnausscheidung. Im Gegensatz dazu wird ein krankhaft erhöhtes Harnvolumen als Polyurie bezeichnet und ab Mengen über 2800ml in 24 Stunden diagnostiziert.

Virus

Viren werden aus klassischer biologischer Sicht nicht zu den Lebewesen gezählt, da sie über keinen eigenen Stoffwechsel verfügen. Sie bestehen selbst nicht aus einer Zelle. Viren sind vielmehr infektiöse Partikel, die sich zwar außerhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten können, aber zur eigentlichen Vermehrung und Fortpflanzung eine sogenannte "Wirtszelle" eines anderen Lebewesens benötigen. Viren sind  also vereinfacht dargestellt so etwas wie kleine "Zellpiraten": Sie gelangen über bestimmte Mechanismen in Zellen und programmieren diese dann zu ihren Zwecken um. Einige Viren erzeugen beim Menschen harmlose und leichte Erkrankungen, wie zum Beispiel einen Schnupfen. Andere Viren können hingegen zu schwerwiegenden Krankheiten führen, wie beispielsweise das HIV-Virus.

Vitale Erschöpfung

Vitale Erschöpfung ist durch drei Charakteristika definiert: (1) ein Gefühl exzessiver Müdigkeit und ausgeprägten Energiemangels, (2) vermehrte Reizbarkeit und (3) ein Gefühl der Demoralisierung.

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule bildet das Achsenskelett des menschlichen Körpers und besteht aus 33 bis 34 Wirbeln (Vertebrae), Zwischenwirbelscheiben (Disci intervetebrales) sowie einem Bandapparat.  Im Normalfall gibt es sieben Halswirbel (Zervikalwirbel), zwölf Brustwirbel (Thorakalwirbel), je fünf Lenden- (Lumbal-) und Kreuzbeinwirbel (Sacralwirbel), vier bis fünf Steißbeinwirbel (Coccygealwirbel).