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Antibiotika (Tuberkulostatika)

Antibiotika (Tuberkulostatika)

Definition

Tuberkulostatika sind Antibiotika, die speziell bei der Behandlung von Tuberkulose Bedeutung haben.

Einteilung

Es gibt mehrere Vertreter: Ethambutol, Isoniazid, Pyrazinamid, Rifampicin, Rifabutin.

Diese werden teilweise auch in fertigen Kombinationspräparaten angeboten, da die Therapie der Tuberkulose nie mit nur einem Wirkstoff stattfindet. 

Typische Kombinationen sind: 

  • Streptomycin und Isoniazid

  • Rifampicin und Isoniazid

  • Ethambutol und Isoniazid

  • Thioacetazon und Isoniazid

  • Rifampicin, Pyrazinamid und Isoniazid 

  • Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol und Isoniazid 

Wirkungen

Abtötung oder Hemmung des Wachstums von Tuberkuloseerregern und anderen Mycobakterien.

Anwendung

  • Tuberkulose

  • Infektionen mit Mycobacterien

Spezielle Hinweise

Die antituberkulöse Therapie ist sehr langwierig und erfordert die Kombination verschiedener Antibiotika, um Resistenzentwicklungen zu vermeiden. Bei unkomplizierten Fällen beginnt man mit einer Kombinationstherapie aus drei oder vier Tuberkulostatika, die über zwei bis drei Monate eingenommen werden müssen. Anschließend erfolgt eine drei- bis viermonatige Stabilisierungstherapie mit nur noch zwei Wirkstoffen. Häufige unerwünschte Wirkungen der Tuberkulostatika sind Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen oder Leberfunktionsstörungen. Bei der Einnahme von Isoniazid wird die gleichzeitige Gabe von Vitamin B6 empfohlen, um Nervenschäden zu vermeiden. Bei der Einnahme von Ethambutol werden regelmäßige augenärztliche Kontrollen empfohlen, da das Medikament eine Entzündung des Sehnervs auslösen kann.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Ethambutol
  • Isoniazid
  • Pyrazinamid
  • Rifampicin
  • Rifabutin