Gicht

Gicht

auch bekannt als: Urikopathie

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Prävention

Es gibt Möglichkeiten, die Entstehung von Gicht zu verhindern, auch wenn die Veranlagung zur Gicht angeboren ist. Beeinflussbare Risikofaktoren für Gicht sind vor allem Ernährung und Akoholkonsum.

Um der Entstehung einer Gicht vorzubeugen, ist es unabhängig von der Veranlagung sinnvoll:

  • ein normales Körpergewicht zu erreichen oder zu halten,

  • ein gesundes Essverhalten und ein Bewusstsein für den Puringehalt von Lebensmitteln zu haben,

  • nicht übermäßig Alkohol zu konsumieren und

  • auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Körpergewicht

Eine Normalisierung des Körpergewichts kann oft bereits zu einer Senkung des Harnsäurespiegels führen. Jeder sollte mit seinem Arzt abklären, ob eine Gewichtsreduktion notwendig ist. Wer ein normales Gewicht hat, hat ein geringeres Risiko an Gicht zu erkranken und beugt auch sehr vielen anderen Krankheiten vor.

Gesundes Essverhalten und Puringehalt

Eine gesunde Ernährung besteht überwiegend aus pflanzlichen, ballaststoffreichen Lebensmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte. Sie soll helfen, ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen.

Um der Gicht vorzubeugen, sollte man sich öfters auch mal für Proteinlieferanten entscheiden, die gleichzeitig vergleichsweise arm an Purinen sind. Dazu gehören beispielsweise fettarme Milch und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark, aber auch Eier.

Pro Tag sollte nicht mehr als 100 g Fleisch, Fleischprodukte, Wurst oder Fisch gegessen werden. „Purinbomben“ wie Innereien, Anchovis, Heringe, Makrelen oder Ölsardinen sollten nicht zu oft verzehrt werden. Menschen mit erhöhten Harnsäure-Werten und Gichtkranke sollten sie ganz meiden. Bei Geflügelverzehr wie gebratenem Hähnchen ist außerdem zu beachten, dass die Haut besonders purinreich ist.

Alkoholkonsum

Gichtkranken und Menschen mit erhöhten Harnsäurewerten ist zur Vorbeugung von Gichtanfällen zu empfehlen, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ansonsten sollte man sich auf ein Glas Wein am Tag beschränken. Bier löst am häufigsten eine Gicht aus. Schnaps wird dagegen nur gelegentlich und Wein gar nicht für Gichtanfälle verantwortlich gemacht.

Menschen, bei denen bislang weder Gicht noch erhöhte Harnsäurewerte festgestellt wurden, sollten sich an die allgemeinen Empfehlungen für Alkoholkonsum halten. Männer sollten demnach am Tag nicht mehr als 20 - 30 g Alkohol (entspricht etwa einem Bier), Frauen nicht mehr als 10 - 15 g Alkohol (entspricht etwa einem kleinen Glas Wein) zu sich nehmen.

Flüssigkeitszufuhr

Täglich sollten etwa 1,5 Liter Mineralwasser oder ungesüßter Tee getrunken werden, wenn aufgrund anderer Erkrankungen keine anderen Werte empfohlen wurden.