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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

auch bekannt als: COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)

Überblick Entstehung Symptome Komplikationen Diagnose Therapie Prävention Leben mit

Prävention

Selbst nicht zu rauchen und Passivrauchen soweit möglich zu vermeiden stellt eine wirksame Prävention dar. Raucher-Entwöhnungskurse können den dauerhaften Verzicht auf das Rauchen erleichtern und Schwierigkeiten nach dem Rauchstopp wie Gewichtszunahme vermeiden helfen.

Daneben spielen in seltenen Fällen auch berufliche oder Umwelt-Schadstoffe eine Rolle. Bei schon bestehender COPD gibt es verschiedene Maßnahmen, um akuten Verschlechterungen vorzubeugen. Diese - für die COPD typischen - Verschlechterungen werden als Exazerbationen bezeichnet. Häufig werden sie durch akute Atemwegs-Infektionen ausgelöst.

Nicht-Rauchen

Mit dem Zigarettenrauchen nicht anzufangen beziehungsweise aufzuhören stellt die mit Abstand wirksamste Maßnahme zur Verhinderung der COPD dar.

Atemwegsinfekten vorbeugen

Die Häufigkeit akuter Atemwegs-Infektionen lässt sich verringern durch eine Vorbeugung gegen Ansteckung mit Viren und Bakterien und durch die Stärkung der körpereigenen Abwehr (Immunsystem).

Durch folgende Maßnahmen lässt sich die Ansteckungs-Gefahr verringern:

  • häufiges Händewaschen, vor allem in der Grippe-Saison

  • Menschenansammlungen vermeiden

  • Händeschütteln vermeiden oder danach möglichst rasch die Hände waschen

Die Abwehrkräfte können durch folgende Maßnahmen gestärkt werden:

  • vielseitige, vitaminreiche Ernährung (Multi-Vitamin-Präparate haben nicht die gleiche Wirkung; Studien weisen zunehmend auch auf schädliche Effekte hin)

  • Alkohol nur in Maßen

  • nicht rauchen, rauchige Luft meiden

  • Stress vermeiden; Strategien zur Stress-Bewältigung erlernen und anwenden

  • Sauna, Kneipp-Anwendungen

  • regelmäßige körperliche Aktivität/Sport

  • angepasste Kleidung (nicht zu warm oder zu kalt)

  • Wohnung nicht überheizen (Schleimhäute trocknen aus und sind dadurch weniger widerstandsfähig gegenüber Krankheitserregern), eventuell Luftbefeuchtung

  • Schutzimpfungen
Schutz-Impfungen

Folgende Impfungen sind zusätzlich zu den allgemein empfohlenen Impfungen für COPD-Patienten sinnvoll:

  • Grippe-Schutzimpfung: Die „echte Grippe“ (Influenza) ist im Gegensatz zu den oft fälschlich als „Grippe“ bezeichneten grippalen (also grippe-ähnlichen) Infekten eine schwere Erkrankung, die jedes Jahr viele Todesopfer fordert. Ist die Lunge wie bei COPD-Patienten bereits vorgeschädigt, steigt die Wahrscheinlichkeit, an der Grippe zu sterben. Auch kommt es häufiger als bei Lungengesunden infolge einer Grippe zu einer zusätzlichen Lungenentzündung, die ebenfalls tödlich verlaufen kann. Aus diesen Gründen ist die jährliche Grippe-Schutzimpfung für alle COPD-Patienten zu empfehlen. Der Impfstoff wird jedes Jahr an die sich ständig verändernden Influenza-Viren angepasst und ist im Herbst – rechtzeitig vor der Grippesaison - verfügbar.

  • Pneumokokken-Schutzimpfung: Pneumokokken sind Bakterien, die eine Lungenentzündung hervorrufen können. Die Impfung beugt dieser schweren Erkrankung vor und verhindert so auch Todesfälle. Diese Impfung sollte einmalig ab dem 60. Lebensjahr verabreicht werden oder schon vorher bei gefährdeten Personen.