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Erholsamer Schlaf

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Das ABC der Schlafstörungen

Ein ruhiger Schlaf – 8 Stunden und ungestört, davon träumen die Meisten. Viele Menschen leiden jedoch an Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Man unterscheidet die Beeinträchtigungen unter den Gesichtspunkten der Menge und der Beschaffenheit des Schlafes.

Dabei sind die Gründe für Schlafstörungen sehr vielfältig. Es gibt sowohl Schlafstörungen, die aufgrund einer anderen Grunderkrankung bestehen oder auch eigenständige Schlafstörungen. Im Folgenden geben wir eine übersichtliche Einteilung über die Vielfalt an möglichen Gründen für einen schlechten Schlaf.

Lexikon der Schlafstörungen

Insomnien

Darunter versteht man allgemein Ein- oder Durchschlafstörungen. Von einer chronischen Insomnie spricht man ab sechs Monaten; von Schlafstörungen im Allgemeinen, wenn mindestens 3 Mal pro Woche über mindestens einen Monat der Schlaf gestört ist. Die Gründe für Insomnien können vielfältig sein – unterteilt werden Sie in primäre und sekundäre Insomnien.

Primäre Insomnien werden weder durch psychische noch durch körperliche Erkrankungen, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch verursacht. Man spricht in diesem Fall auch von den nicht-organischen Insomnien. Sie werden häufig verursacht durch akute Belastungen oder ungünstigen Lebensstil. Zur Diagnose einer primären Insomnie müssen körperliche oder psychiatrische Ursachen ausgeschlossen werden. Für eine erfolgreiche Behandlung eignen sich verhaltenstherapeutische Strategien und die richtige Schlafhygiene. Auch eine medikamentöse Behandlung ist möglich, sollte jedoch erst eingesetzt werden, wenn die anderen Maßnahmen keinen Erfolg zeigen.

Sekundäre Insomnien treten als Folge anderer organischer oder psychischer Erkrankungen auf. Weitere Auslöser können Substanzmissbrauch oder Medikamente, mit der Nebenwirkung Schlafstörungen sein. Es sollte eindeutig abgeklärt werden, ob es sich um eine primäre oder um eine sekundäre Insomnie handelt. Methoden, die bei der Behandlung der primären Insomnie eingesetzt werden, können jedoch auch bei der Therapie sekundärer Insomnien wirkungsvoll sein, wenn die Grundursache erfolgreich behandelt wird. Die ergänzenden Maßnahmen helfen vor allem eine Verstetigung der Erkrankung zu verhindern.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Dazu zählen beispielsweise das zentrale Schlafapnoesyndrom und das obstruktive Schlafapnoesyndrom. Diese Störungen mindern die Erholungsfunktion des Schlafs. Dabei kommt es allgemein zu einer Veränderung der Atmungsregulation, häufig begleitet von weiteren Erkrankungen. Typisch für die schlafbezogenen Atmungsstörungen ist meist ein intensives Schnarchen. Meistens werden schlafbezogene Atmungsstörungen durch Beatmungsverfahren oder die Behebung zugrunde liegender Erkrankungen behandelt.

Hypersomnien

Hypersomien werden umgangssprachlich auch als Tagesschläfrigkeit bezeichnet. Auch die Narkolepsie - bei der die Betroffenen tagsüber plötzlich und unkontrolliert einschlafen - zählt zu den Hypersomnien. Ursächlich dafür sind weder schlafbezogene Atmungsstörungen, noch Störungen des Nachtschlafs oder die sogenannten zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen.

Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen

Sie umfassen sowohl Störungen, die von äußeren Umständen wie Jetlag oder Schichtarbeit beeinflusst werden, als auch seltene, chronische Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen, die durch innere Prozesse bedingt sind. Gemeinsam ist diesem Typ der Schlafstörungen, dass der Schlaf nicht zur üblichen Schlafenszeit stattfindet. Bei allen Typen dieser Störung ist es den Betroffen daher nicht möglich, zu den gewünschten, natürlichen Zeiten einzuschlafen und aufzuwachen. Als Folge treten häufig insomnische oder hypersomnische Symptome auf.

Parasomnien

Gemeint sind damit unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten während des Schlafs. Zu den bekanntesten Beispielen zählen sicherlich Schlafwandeln, Zähneknirschen und Albträume. Viele Parasomnien treten gehäuft im Kindes- und Jugendalter auf. Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass durch Parasomnien die Erholungsfunktion des Schlafs immer direkt beeinträchtigt wird.

Schlafbezogene Bewegungsstörungen

Diese verursachen unbeabsichtigte Bewegungen, die auch während des Wachzustandes auftreten können, in jedem Fall jedoch den Schlaf beeinträchtigen. Bekanntestes Beispiel ist das Restless-Legs-Syndrom, bei dem die Betroffenen von einem starken Kribbeln oder Gefühlsstörungen in den Beinen berichten. Die Symptome lassen sich in der Regel nur durch Herumlaufen mildern, was wiederum den Nachtschlaf stört. Mittlerweile gibt es jedoch gut bewährte Therapieansätze, die zum Teil sogar mit einfachen Hausmitteln wie Wechselbädern große Fortschritte bei den Betroffenen erzielen. Die Wirkung ist jedoch individuell unterschiedlich.

Die Gründe für Schlafstörungen sind somit so vielfältig wie auch die Behandlungsmöglichkeiten. Für den einen ist vielleicht die Umstellung des individuellen Lebensstils wichtig, für den anderen muss vielleicht eher eine Grunderkrankung behoben werden. So oder so gibt es jedoch einige Grundsätze, die helfen Schlafstörungen zu mindern und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Nachfolgend stellen wir einige Tipps vor, die bei jeder Form der Schlafstörung oder auch zur Vorbeugung eines gestörten Schlafes empfehlenswert sind.