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Virusgrippe

Virusgrippe

auch bekannt als: Influenza

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Diagnose

Ein Zusammenfall der Symptome mit einer Influenza-Erkrankungswelle genügt oft als Nachweis einer Grippe-Erkrankung. Aufschluss kann allerdings nur eine spezielle Laboruntersuchung an Abstrichmaterial der oberen Atemwege geben.

Die eindeutige Diagnose mit Labornachweis des Virus ist nicht notwendig, um die Grippe behandeln zu können. Da es keine wirklich wirksame, ursächliche beziehungsweise das Virus direkt bekämpfende Therapie gibt, muss man nicht mit hunderprozentiger Sicherheit wissen, dass es sich um Influenza handelt, um sinnvoll behandeln zu können. Die einzige Therapie besteht in der Regel in der Linderung der Grippe-Symptome und/oder der Behandlung möglicher Komplikationen. Dies geht auch ohne Virus-Nachweis.

Dennoch wird der Labornachweis in Deutschland in der Regel regelmäßig durchgeführt. Das hat vor allem epidemiologische Ursachen: Da es sich bei Influenza um eine ansteckende Erkrankung mit Auswirkung auf die Gesamtbevölkerung handelt, möchte das Gesundheitsamt zur Erstellung der Statistiken stets die möglichst genauen Erkrankungs-Zahlen kennen. Die Untersuchung tut den Patienten zudem nicht weh und der Nutzen aus den Erkenntnissen für die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung überwiegt die Kosten für die Untersuchung.

Für nachgewiesene Fälle von Influenza besteht namentliche Meldepflicht beim Gesundheitsamt durch den behandelnden Arzt. Bei manchen Erkrankungswellen, wie bei der Schweinegrippe-Welle im Jahr 2009, besteht auch bereits im Verdachtsfall eine Meldepflicht.

Virus-Nachweis

Zum Virus-Nachweis wird bei Patienten mit Verdacht auf eine Influenza-Erkrankung in der Regel ein Nasen- und ein Rachenabstrich entnommen. Dazu wird jeweils etwas Nasen- beziehungsweise Rachenflüssigkeit mit zwei langen Wattestäbchen aufgenommen, steril eingetütet und ans Labor versendet. Dort erfolgt der Nachweis oder der Ausschluss einer Influenza-Infektion und außerdem eine Klassifizierung des Virus-Stamms. Die Daten werden zur Erfassung dem statistischen Bundesamt gemeldet, und der Arzt, der die Probe eingeschickt hat, erhält einen Bericht.