Schwimmen mit Diabetes mellitus

11.07.2018 Diabetes

Blauer Himmel, Sonnenschein, ab an den Badesee. Oder doch lieber ins Freibad? Ganz egal, Hauptsache Abkühlung. Doch was gilt es für Diabetes mellitus Patienten beim Badevergnügen zu beachten?

Schwimmen mit Diabetes mellitus

Schwimmen ist für den Körper sehr herausfordernd

Beim Schwimmen ist der gesamte Körper gefordert. Dadurch verbraucht der Körper viel Energie. Durch kalte Wassertemperaturen wird der Körper zusätzlich gefordert, um unter Einsatz von Energie die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Vor allem Diabetiker müssen diesem Umstand besondere Beachtung schenken! Deshalb ist es wichtig, den Blutzucker bei körperlicher Belastung häufiger zu messen. Dies sollte mit trockenen Händen getan werden, da die Ergebnisse durch nasse Hände beeinflusst werden können.

 

Gutes Training bei Diabetes

Für Patienten mit Diabetes mellitus, vor allem Typ 2, ist regelmäßige sportliche Betätigung wichtig. Bei Idealerweise fünf- bis sechsmal sportlicher Aktivität pro Woche von etwa einer halben Stunde kann der Blutzuckerspiegel dauerhaft reduziert werden. Besonders geeignet ist dafür Ausdauersport, wie zum Beispiel Schwimmen, da nicht zur Kalorien verbrannt werden, sondern auch die Lunge und das Herz-Kreislauf-System trainiert werden. Ein weiterer Vorteil des Schwimmens gegenüber anderen Ausdauersportarten wie Laufen oder Nordic Walking ist die Schonung der Gelenke.

 

 

Energie- und Insulinzufuhr auf Belastung einstellen

Sowohl für das Badevergnügen, als auch für das Schwimmen als sportliche Aktivität müssen Sie sich entsprechend Ihres Blutzuckerwertes einstellen. Messen Sie vor dem Schwimmen einen niedrigen Blutzuckerwert, kann dieser durch die Zufuhr einer leichten, kohlehydratreichen Mahlzeit auf die körperliche Anstrengung vorbereitet und stabilisiert werden. Ist Ihr Blutzuckerwert vor dem Schwimmen erhöht, wirken Sie mit einer leichten zusätzlichen Dosis Insulin dagegen ein.

 

Vorsicht bei Unterzuckerungssymptomen

Während Sie im Wasser sind, beobachten Sie die Reaktion Ihres Körpers. Typische Symptome, an denen der Diabetiker selbst eine Unterzuckerung feststellt, wie zum Beispiel zitternde Hände, kalter Schweiß, Schwindel, Schwitzen oder Müdigkeit, können im Wasser verdrängt, mit Erschöpfung aufgrund der körperlichen Anstrengung oder mit Unterkühlungssymptomen verwechselt werden. Seien Sie also besonders Aufmerksam, wenn Sie eines dieser Symptome im Wasser bemerken und begeben Sie sich schnell an den Rand, um den Blutzucker zu kontrollieren und durch die Einnahme von Traubenzucker Ihren Blutzuckerspiegel wieder zu erhöhen. Haben Sie aus diesem Grund immer einen Vorrat an Traubenzucker in der Nähe des Ufers oder des Beckenrandes bereit.

 

Aufbewahrung von Medikamenten und Geräten

Geräte zur Messung des Blutzuckerspiegels sollten nicht direkt in der Sonne aufbewahrt werden. Auch Insulin sollte nicht unmittelbar der Sonne ausgesetzt werden. Empfehlenswert ist es, sowohl die Geräte zur Messung, als auch das Insulin und einen Vorrat an Traubenzucker in einer gekühlten Tasche an einem schattigen Plätzchen in der Nähe des Beckenrandes oder des Seeufers aufzubewahren. So kann bei plötzlicher Unterzuckerung alles schnell erreicht werden, negative Beeinträchtigungen durch Sonneneinstrahlung können jedoch vermieden werden.

 

 

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Ihr HausMed Team

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