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Sympathomimetische abschwellende Nasensprays

Sympathomimetische abschwellende Nasensprays

Definition

Abschwellende Nasensprays und ähnliche Präparate enthalten Wirkstoffe, die zu einer Aktivierung von Adrenalin- und Noradrenalinrezeptoren auf Gefäßzellen in der Nasenschleimhaut führen. Diese Aktivierung führt zu einer Verengung der Gefäße und damit zu einer Abschwellung der Nasenschleimhaut sowie einer Reduktion der Absonderung von Nasensekret. Die Sprays werden daher vor allem bei Schnupfen verwendet. Bei längerfristiger Anwendung können sie zu einer reaktiven Schwellung der Nasenschleimhaut und sogar zur Abhängigkeit führen. Daher sollten diese Arzneimittel nie länger als fünf bis sieben Tage angewendet werden. Mit abschwellenden Nasensprays können auch Nasensprays gemeint sein, die Antihistaminika oder Glukokortikoide enthalten. Diese Mittel kommen bei der Behandlung von allergiebedingtem Schnupfen zum Einsatz.

Einteilung

Typische Vertreter der Sympathomimetika sind die Wirkstoffe Naphazolin, Oxymetazolin, Phenylephrin, Tetryzolin, Tuaminoheptan und Xylometazolin.

Wirkungen

Sympathomimetische abschwellende Nasensprays stimulieren sogenannte Alpharezeptoren auf Gefäßen der Nasenschleimhaut. Diese Stimulation führt zu einem Zusammenziehen der glatten Gefäßmuskulatur und somit zu einer Verengung der Gefäße in der Nase. Die Nasenschleimhaut verengt sich und ein freieres Atmen ist möglich.

Anwendung

  • Schnupfen

  • Mittelohrentzündung

  • Nebenhöhlenentzündung

  • fehlender Druckausgleich in den Ohren (sogenannter Tubenkatarrh)

  • Nasenbluten

Bei allergischem Schnupfen sollten besser spezielle antiallergische Nasensprays verwendet werden. Diese Sprays enthalten keine Sympathomimetika, sondern Antihistaminika oder Glukokortikoide.

Spezielle Hinweise

Abschwellende Nasensprays sollten nicht länger als maximal fünf bis sieben Tage verwendet werden, da bei längerfristiger Anwendung eine sogenannte Rhinitis medicamentosa mit einer Abhängigkeit vom Spray entstehen kann. Es gibt einige Gegenanzeigen für die Verwendung dieser Arzneimittel. Dazu gehören Erkrankungen wie Rhinitis sicca, Rhinitis medicamentosa und das Engwinkelglaukom. Bei Schilddrüsenüberfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hypertonie und Diabetes mellitus ist Vorsicht geboten. Unter bestimmten Umständen, wie unmittelbar nach Operationen, in der Schwangerschaft oder Stillzeit, dürfen abschwellende Nasensprays ebenfalls nicht verwendet werden.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Naphazolin
  • Oxymetazolin
  • Phenylephrin
  • Tetryzolin
  • Tuaminoheptan
  • Xylometazolin