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Antibiotika (Tetrazykline)

Antibiotika (Tetrazykline)

Definition

Tetrazykline sind Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten und zur Therapie von Akne. Auch die Glycylcycline (Tigecyclin) gehören zu den Tetrazyclinen.

Einteilung

Es gibt mehrere Vertreter dieser Wirkstoffgruppe:

  • Demeclocyclin
  • Doxycyclin

  • Lymecyclin

  • Minocyclin

Wirkungen

Tetracycline hemmen die Proteinsynthese von Bakterien.

Anwendung

  • leichtere Mischinfekte von Mund, Rachen und/oder Dünndarm

  • Lungenentzündungen und chronische Bronchitis

  • Haut- und Weichteilinfektionen

  • Akne

  • Infektionen mit Rickettsien (Fleckfieber, Zeckenbissfieber) als Mittel der ersten Wahl

  • Infektionen mit Chlamydien (Trachom, Einschlusskonjunktivitis, Lymphogranuloma inguinale, urogenitale Infektionen) als Mittel der ersten Wahl

  • Borreliose

  • Brucellose

  • Ornithose

Spezielle Hinweise

Tetracycline können die Empfindlichkeit der Haut für Licht steigern, so dass es leichter zu Sonnenbrand kommen kann. Daneben gibt es zahlreiche unerwünschte Wirkungen, die das zentrale Nervensystem betreffen, wie Kopfschmerzen, Krampfanfälle und Ängstlichkeit. Es kann auch zu Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen kommen. Des Weiteren kann es zu Hauterscheinungen, Muskelschmerzen und Blutbildveränderungen kommen. Eine weitere typische Nebenwirkung ist die Einlagerung in Knochen und Zähne. Tetracycline dürfen daher nur im äußersten Notfall an Schwangere oder Kinder vor dem 8. beziehungsweise 10. Lebensjahr verabreicht werden, da es sonst bei den Kindern zu einer permanenten Gelbverfärbung der Zähne kommen kann. Bei schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Demeclocyclin
  • Doxycyclin
  • Lymecyclin
  • Minocyclin