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Antibiotika (Sulfonamide)

Antibiotika (Sulfonamide)

Definition

Sulfonamide sind Antibiotika, die wegen häufiger Resistenzen heute nur noch selten und dann meist als Kombinationspartner zu anderen Antibiotika zur Verwendung kommen.

Einteilung

  • Kurzzeitsulfonamide: Sulfacarbamid

  • Mittelzeitsulfonamide: Sulfadiazin, Sulfmethoxazol

  • Langzeitsulfonamide: Sulfadoxin

  • schwer resorbierbare Sulfonamide: Sulfasalazin, Salazosulfapyridin

Wirkungen

Sulfonamide hemmen die Folsäuresynthese von Bakterien. Folsäure ist ein Vitamin, das eine wichtige Rolle bei der Bildung von Nukleinsäuren spielt, aus denen das bakterielle Erbgut besteht.

Anwendung

  • Harnwegsinfektionen (in Kombination mit Trimethoprim)

  • Bronchitis (in Kombination mit Trimethoprim)

  • Typhus und Paratyphus (in Kombination mit Trimethoprim)

  • eine Art von Pneumonie, die durch bestimmte Erreger (Pneumocystis carinii) ausgelöst wird (in Kombination mit Trimethoprim als Mittel der ersten Wahl)

  • Toxoplasmose (in Kombination mit Pyrimethamin)

  • Malaria tropica (in Kombination mit Pyrimethamin)

Spezielle Hinweise

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Sulfonamide nicht eingesetzt werden. Weitere Gegenanzeigen sind Sulfonamidallergie, schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen und akute Porphyrie.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Silbersulfadiazin
  • Sulfadiazin
  • Sulfamethoxazol
  • Sulfadoxin
  • Sulfasalazin