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Antibiotika (Makrolide)

Antibiotika (Makrolide)

Definition

Makrolide sind antibiotische Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Sie sind gut verträglich und können als Tabletten verabreicht werden. Ihr Wirkspektrum ähnelt dem von Penicillin. Daher kommen Vertreter dieser Wirkstoffgruppe als Alternativen in Frage, wenn eine Penicillinallergie besteht. Makrolide sind in der Kinderheilkunde weit verbreitet.

Einteilung

Zu den Vertretern der Makrolide gehören Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin, Roxithromycin und Spiramycin.

Wirkungen

Makrolide hemmen die Proteinsynthese von Bakterien und hindern diese so an der Vermehrung (Bakteriostase).

Anwendung

  • Atemwegserkrankungen (zum Beispiel Lungenentzündung, Keuchhusten)

  • Infektionen im Hals-Nasen-Ohrenbereich

  • leichte oberflächliche Infektionen der Haut

  • Infektionen der Harnröhre, die nicht durch Gonorrhoe verursacht sind

  • Infektionen durch nicht-tuberkulöse, sogenannte atypische Mycobakterien bei HIV-Patienten

  • Akne

  • Beseitigung von Helicobacter pylori aus der Magenschleimhaut zur Vorbeugung oder Heilung von Magengeschwüren

Spezielle Hinweise

Makrolide werden über die Leber abgebaut, was zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen kann, die ebenfalls über die Leber abgebaut werden. Es gibt einige unerwünschte Wirkungen, wie beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, Störungen der Haut, Störungen von Leber und Galle, die Entstehung einer antibiotika-induzierten pseudomembranösen Kolitis sowie typische Herz-Rhythmus-Störungen, die man im Elektrokardiogramm (EKG) als sogenannte Torsade de pointes nachvollziehen kann. Bei diesen Rhythmusstörungen ist die Dauer der Zeit zwischen der elektrischen Erregung der Herzkammern bis zur Erregungsrückbildung verlängert (verlängerte Q-T-Zeit im EKG).

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Azithromycin
  • Clarithromycin
  • Erythromycin
  • Roxithromycin
  • Spiramycin