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Antibiotika (Chloramphenicol)

Antibiotika (Chloramphenicol)

Definition

Chloramphenicol ist ein antibakterieller Wirkstoff aus der Gruppe der Antibiotika, der nur noch als Reserveantibiotikum zum Einsatz kommt, da er in seltenen Fällen zu einer nicht wieder rückbildbaren Knochenmarksschädigung führen kann. Chloramphenicol wird als Alternative zu anderen Antibiotika erster Wahl bei verschiedenen Magen-Darm-Infektionen sowie bei bestimmten Hirnhautinfekten eingesetzt.

Wirkungen

Chloramphenicol hemmt die Proteinsynthese von Bakterien.

Anwendung

  • Typhus

  • Paratyphus A und B

  • Salmonellen-Sepsis und -Meningitis

  • Hämophilus-Meningitis

Spezielle Hinweise

Chloramphenicol kann zu schweren Knochenmarksschäden führen. Daher sind Blutbildkontrollen unter der Therapie mit Chloramphenicol unverzichtbar. Bei ungeborenen Kindern kann die Einnahme von Chloramphenicol zum sogenannten Gray-Syndrom führen, im Extremfall mit Todesfolge, da es hierbei zu Atemnot und Kreislaufkollaps kommen kann. Unter anderem aus diesem Grund ist die Verabreichung von Chloramphenicol in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht erlaubt.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Chloramphenicol