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Antibiotika (Beta-Lactamase-Inhibitoren)

Antibiotika (Beta-Lactamase-Inhibitoren)

Definition

Bestimmte Bakterien bilden ein Enzym, das das molekulare Grundgerüst der Penicillin-Antibiotika auflösen kann. Dieses Enzym heißt Beta-Lactamase. Um die Wirksamkeit von Penicillin-Antibiotika bei diesen Bakterien trotzdem aufrecht zu erhalten, wurden Hemmstoffe der Beta-Lactamase entwickelt. Daher werden Beta-Lactamase-Inhibitoren immer in Kombination mit Penicillin-Antibiotika verabreicht, um die Resistenzen der Bakterien aufzuheben.

Einteilung

Clavulansäure, Tazobactam und Sulbactam bilden die Wirkstoffgruppe der Beta-Lactamase-Inhibitoren. Die Wirkstoffe sind in typischen Kombinationen mit verschiedenen Penicillinen verfügbar (zum Beispiel als Kombination aus Amoxycillin und Clavulansäure).

Anwendung

Infektionen durch Bakterien, die durch Beta-Lactamase-Bildung gegen Penicillin-Antibiotika resistent geworden sind.

Spezielle Hinweise

Beta-Lactamase-Inhibitoren dürfen nicht in der Schwangerschaft, der Stillzeit oder in manchen Fällen bei Neugeborenen und Kindern verwendet werden. So darf Tazobactam beispielsweise erst ab dem 12. Lebensjahr angewendet werden. Sulbactam darf dagegen bereits bei 2 Wochen alten Säuglingen verwendet werden. Beta-Lactamase-Inhibitoren können bei einer Verabreichung als Tablette oder Infusion das Gehör und die Nieren schädigen.

Folgende Wirkstoffe gehören ebenfalls zu dieser Wirkstoffgruppe

  • Clavulansäure
  • Tazobactam