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Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktion

auch bekannt als: Hyperthyreose

Überblick Entstehung Symptome Komplikationen Diagnose Therapie Prävention Leben mit

Symptome

Aufgrund der vielen verschiedenen Funktionen der Schilddrüsenhormone kann eine Schilddrüsenüberfunktion zahlreiche körperliche und psychische Symptome auslösen. Dazu gehören z.B. Gewichtsverlust, Unruhe oder eine Vergrößerung der Schilddrüse, die als Halsschwellung sichtbar werden kann.

Typische Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind:

  • Kropf (80 % der Betroffenen)
  • Schlaflosigkeit, Nervosität, Zittern
  • veränderte Herztätigkeit
  • Gewichtsabnahme

Wenn die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow Ursache der Schilddrüsenüberfunktion ist, werden meist folgende Symptome beobachtet:

  • Hervortreten der Augäpfel
  • Herzrasen
  • Kropf
Weg der Schilddrüsenhormone zu den Zielzellen

Bei Bedarf des Körpers gibt die Schilddrüse die Hormone T3 und T4 ins Blut ab. Mit Hilfe des Blutstroms gelangen die beiden Hormone zu ihren Zielzellen, die im gesamten Körper verteilt sind. An den Zielzellen befinden sich „Andockstellen“ so genannte Rezeptoren, an diese können die Schilddrüsenhormone andocken.

Wirkung der Schilddrüsenhormone im Körper

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 haben vielfältige Wirkungen.

Nervensystem:

  • erhöhen die Erregbarkeit der Nervenzellen

Muskeln:

  • erhöhen den Eiweißverbrauch der Muskeln

  • erhöhen die Energiegewinnung der Muskeln

  • erhöhen die Anspannungs- und Entspannungsgeschwindigkeit

Knochen:

  • haben Einfluss auf die Knochenaufbauenden und   Knochenabbauenden Zellen

Herz:

  • erhöhen die Zahl der Herzschläge

  • erhöhen die Menge Blut die durch das Herz gepumpt wird

  • erhöhen den Blutdruck

  • bewirken dass der Herzmuskeln empfindlicher wird, für einen Stoff der das Herz anregt schneller zu schlagen

  • erweitern die Gefäße

Leber:

  • erhöhen die körpereigene Produktion von Zucker

  • steigern den Abbau von Stärke zu Zucker

  • erhöhen die Fettverbrennung in Fettzellen und in der Leber

  • erhöhen die Produktion von Blutfetten

Temperatur:

  • erhöhen die Körpertemperatur

  • erhöhen den Grundumsatz

Darm:

  • steigern die Darmaktivität

Embryo:

  • fördern das Wachstum

  • fördern die Entwicklung, vor allem von Gehirn und Rückenmark

Sonstiges:

  • fördern den Umsatz von Calcium und Phosphat im Körper

  • fördern den Stoffwechsel von Zucker, Fett und Bindegewebe

  • regen die Schweiß- und Talgdrüsenproduktion an

Auswirkungen einer Schilddrüsenüberfunktion auf Haut, Haare und Stimme

  • trockene, schuppend, juckend, teigig, kühle Haut

  • brüchige Nägel
  • Ödeme der Augenlieder

  • so genannte Myxödeme (der Unterschied zu andern Ödemen ist, dass sich durch Eindrücken mit dem Finger keine Dellen verursachen lassen. Oft entstehen diese Ödeme zuerst an der Vorderseite des Schienbeins)

  • strohiges Haar

  • Haarausfall

  • raue Stimme durch Stimmbandödeme

  • Kropfbildung

Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die Energie und den Stoffwechsel

  • Schwitzen

  • erhöhte Körpertemperatur

  • vermehrtes Hungergefühl

  • Gewichtsabnahme, trotz normaler oder sogar vermehrter Ernährung

  • Erniedrigte Blutfette

Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die Muskeln9

  • Muskelschwäche, spürbare Kraftlosigkeit
  • Muskelabbau
  • Muskelzittern, zum Beispiel Zittern der Hand bei ausgestrecktem Arm
Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf das Herz und den Kreislauf

  • Herzrasen

  • schneller Puls

  • erhöhter Blutdruck

  • Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)

Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf den Magen-Darm-Trakt

  • Durchfall
  • Heißhunger
  • Bauchschmerzen
Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die Psyche und das Nervensystem

  • innere Unruhe
  • Gereiztheit (Wutausbrüche auf Grund von Kleinigkeiten)

  • Ungeduld

  • Emotionale Labilität

  • Schlaflosigkeit, besonders Einschlafprobleme

Auswirkung einer Schilddrüsenüberfunktion auf die Sexualität und Sexualhormone

  • Zyklusstörungen bei Frauen

  • Unfruchtbarkeit