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Schilddrüsenüberfunktion

Schilddrüsenüberfunktion

auch bekannt als: Hyperthyreose

Überblick Entstehung Symptome Komplikationen Diagnose Therapie Prävention Leben mit

Prävention

Die wichtigste Maßnahme zur Verhütung einer Schilddrüsenüberfunktion ist die ausreichende Versorgung des Körpers mit Jod (zum Beispiel über den Gebrauch von jodiertem Speisesalz). Dies hilft allerdings nicht gegen alle Ursachen einer Schilddrüsenüberfunktion.

Täglich benötigt der Körper 200 µg Jod. Doch nur die wenigsten in Deutschland lebenden Menschen erreichen über die normale tägliche Nahrung eine Jodaufnahme dieser Menge. Die tatsächliche Aufnahmemenge liegt im Durchschnitt bei ca. 100 µg und ist somit zu gering.

Dabei kann eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Jod ein Schutz sein, vor:

  • Entstehung eines Kropfs

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Schilddrüsenüberfunktion mit autonomen Gebieten

  • Entwicklungsstörungen bei Föten und Kindern

Vorbeugen durch Jod

In Deutschland ist es schwierig, durch normale Ernährung den täglichen Jodbedarf zu decken, selbst wenn jodiertes Speisesalz verwendet wird. Denn besonders in Bergregionen oder Landstrichen, die weiter als 5 km vom Meer entfernt liegen, ist der Jodgehalt der Luft sehr gering.

Es gibt Stimmen, die für eine generelle Gabe von Jod mittels Tabletten plädieren, da beinahe jeder Mensch unter Jodmangel leidet, wenngleich sich dieser bei den Wenigsten in einer Krankheit äußert.

In der Schwangerschaft sollte besonders gut auf eine ausreichende Versorgung mit Jod geachtet werden und bei Mangel schnellstmöglich die zusätzliche Gabe durch Tabletten erfolgen.

Allgemein ist es ratsam, die Schilddrüsenwerte überprüfen zu lassen, wenn man:

  • in einem Jodmangelgebiet lebt  und/oder

  • schwanger ist.
Neugeborenenscreening

Das Neugeborenenscreening ist eine Untersuchung auf Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen im Alter von ca. drei Tagen. Für die Untersuchung wird aus der Ferse eine kleine Blutprobe entnommen, welche in einem Screening-Labor ausgewertet wird. Das Ziel dieser Untersuchung ist unter anderem der Ausschluss einer angeborenen Schilddrüsenfunktionsstörung.