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Fettstoffwechselstörungen

Fettstoffwechselstörungen

auch bekannt als: Dyslipoproteinämien

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Diagnose

Die Diagnosestellung bei einer Fettstoffwechselstörung ist nicht schwer. Mittels einer Blutuntersuchung lassen sich schnell und sicher die ersten Ergebnisse erzielen. Die Höhe der Blutfette wird untersucht, um das Risiko für Folgeerkrankungen abschätzen zu können.

Die Diagnose einer Fettstoffwechselstörung erfolgt mittels Laboruntersuchung des Blutes. Da die Werte zum Teil nahrungsabhängig sind, sollte 14 Stunden vor der Blutentnahme nichts gegessen werden. Welche Werte genau untersucht werden, hängt davon ab ob es:

  • eine Routineüberprüfung der Blutwerte oder
  • eine Untersuchung auf Grund bereits aufgetretener Beschwerden ist.

Bei einer Routineüberprüfung werden das Gesamtcholesterin und HDL gemessen. Bei einer genaueren Untersuchung, einem so genannten vollständigen Blutfettstatus, werden neben dem Gesamtcholesterin und HDL zusätzlich noch die Triglyceride bestimmt. Die Werte des LDL und VLDL können dann aus diesen Werten errechnet werden.

Die Bewertung des Blutfettspiegels und das Therapieziel sollten abhängig von anderen Risikofaktoren vorgenommen werden. Dazu gehören bestehende Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Rauchen, Diabetes et cetera.

Da Fettstoffwechselstörungen jedoch als Symptom bestehender Grunderkrankungen auftreten, werden meist weitere Untersuchungen vorgenommen, um verursachende oder Begleiterkrankungen zu erkennen.           

WICHTIG: Wenn Fettstoffwechselstörungen in der Familie bekannt sind, sollte dies dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden.
Laboruntersuchung des Blutes

Die Idealwerte eines Patienten mit nüchternem Magen (14 Stunden nichts gegessen):

Cholesterinwert

< 200mg/dl

Triglyceridwert

< 180mg/dl

Cholesterinanteil im HDL

> 35mg/dl

Cholesterinanteil im LDL

< 150mg/dl

Weichen die gemessenen Werte von diesen ab, spricht man von einer Fettstoffwechselstörung.

Bei der Diagnose einer Fettstoffwechselstörung ist ein Wert allein nicht aussagekräftig. Viel wichtiger ist das Verhältnis von LDL (schlecht) zu HDL (gut). Denn nur die Erhöhung von LDL, ist für den Körper schädlich und Umgekehrt ist die Erniedrigung von HDL für den Körper schlecht.

Um dieses Verhältnis zu beurteilen, wird der Quotient von LDL zu HDL bestimmt. Dieser sollte <4 sein. Ein Gefäßverkalkungsrisiko besteht ab Quotienten um 4,5 und aufwärts.

Beispiel: Quotientenbestimmung von LDL zu HDL.                                                               

LDL = 180mg/dl Blut

HDL = 60 mg/dl Blut

  • 180mg : 60mg = 3

Obwohl der Gesamtcholesterinwert (180mg/dl+60mg/dl =240mg/dl) über 200mg/dl liegt und damit den Normwert übersteigt sind auf Grund der hohen HDL-Werte, die Blutfette mit einem Quotienten von 3, im guten Bereich.

Weitere Untersuchungen im Hinblick auf Begleit- und/oder verursachende Erkrankungen

Um das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser einschätzen zu können, werden folgende Untersuchungen vorgenommen:

  • Blutdruckmessung
  • EKG
  • Blutzuckermessung – in Hinblick auf Diabetes
  • Body Mass Index (BMI) – um eventuelles Übergewicht auszuschließen

Die Frage nach Rauchen und Alkoholmissbrauch ist ebenso relevant auf der Suche nach weiteren Risiken.

Übergewicht

Bei Fettstoffwechselstörung dient der Body-Mass-Index (BMI) dazu, ein erhöhtes Risiko durch eventuelles Übergewicht einzuschätzen. Viele Patienten mit nicht genetisch verursachten Fettstoffwechselstörungen sind übergewichtig. Bei ihnen muss besonders auf Komplikationen wie etwa Gefäßverkalkungen geachtet werden. Außerdem ist die Reduktion des Übergewichts ein wichtiger Therapieansatz.

Fachbegriffe im Überblick