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Dyskalkulie

Dyskalkulie

auch bekannt als: Rechenstörung, Rechenschwäche, Zahlenblindheit, Arithmasthenie, Lernstörung

Überblick Entstehung Symptome Komplikationen Diagnose Therapie Prävention Leben mit

Prävention

Ob ein Kind gefährdet ist, später einmal unter einer Rechenschwäche zu leiden, lässt sich bereits im Vorschulalter feststellen. Eine Lernstörung entsteht nicht über Nacht sondern, entwickelt sich allmählich in der frühen Kindheit.

Mathematische Frühförderung kann unter Umständen dafür sorgen, dass sich die Dyskalkulie gar nicht erst ausbildet. In der Regel werden erste mathematische Prinzipien schon im Kindergarten auf spielerische Art vermittelt. Sie lernen die Zahlen von eins bis zehn kennen, spielen mit Formen, sie sortieren und ordnen.

Hier sind Kindergärtner und Erzieher gefragt – zeigt ein Kind im Vergleich zu seinen Altersgenossen Defizite, sollte es gefördert werden, um die mathematischen Fertigkeiten besser auszubilden.

Zudem gibt es einen Test, mit dem man schon ab einem Alter von viereinhalb Jahren erkennen kann, wie stark die rechnerischen Fähigkeiten ausgeprägt sind. Besteht der Verdacht, dass ein Kind in diesem Bereich schlechter abschneidet, ist es empfehlenswert, diesen Test durchführen zu lassen.

Vorbeugende Hilfe auch in den ersten beiden Klassenstufen möglich

In den ersten beiden Grundschuljahren wird auf der im Kindergarten vermittelten Basis aufgebaut und die elementaren Grundlagen werden geschaffen. Doch erst, nachdem die Schüler diese ersten, entscheidenden Lernschritte hinter sich haben, kann eine Rechenschwäche diagnostiziert werden.

Schon vorher können Präventionsmaßnahmen, zum Beispiel in Form einer lerntherapeutischen Frühbegleitung, eingeleitet werden, wenn sich zeigt, dass das Kind schwächere Leistungen zeigt.

Auch die U9 Untersuchung bei einem Kinderarzt kann Aufschluss über die mathematischen Kenntnisse eines Kindes geben.

Leider werden präventive Maßnahmen zu selten genutzt. Selbst wenn auffällt, dass die mathematischen Fertigkeiten eines Kindes noch nicht altersgemäß ausgeprägt sind, glauben Eltern meist, dass sich dies schon „rauswachsen“ würde. Dies ist aber nicht der Fall.