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Dyskalkulie

Dyskalkulie

auch bekannt als: Rechenstörung, Rechenschwäche, Zahlenblindheit, Arithmasthenie, Lernstörung

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Leben mit ...

In der Schule erfahren dyskalkule Kinder bisher leider nur wenig Unterstützung. Hier herrscht dringender Nachholbedarf, um ihnen das Leben mit der Lernschwäche etwas zu vereinfachen.

Aktuell gibt es leider nicht in allen Bundesländern Notenschutz oder Nachteilsausgleich für Kinder mit einer Rechenschwäche. Bisher gibt es entsprechende schulische Regelungen nur in Baden-Württemberg, Hessen und Berlin, und dort auch nicht in dem Maße, wie es wünschenswert wäre.

Immer wieder versuchen betroffene Schüler, sich einen Nachteilsausgleich einzuklagen – in der Regel jedoch erfolglos.

Experten sind sich einig, dass es betroffenen Kindern ermöglicht werden müsse, Abitur zu machen, sofern die restlichen Noten im entsprechenden Rahmen liegen. Uneins sind sich viele aber, wie dies erreicht werden soll. Die einen fordern den Wegfall der Mathenote von rechenschwachen Schülern, die anderen stattdessen eine Fortbildungsstruktur und Förderprogramme. Andere Stimmen fordern, dass Kindern, die unter einer Lernstörung leiden, der Behindertenstatus und die damit verbundenen Leistungen zuerkannt wird.

Dyskalkulie – auch im Erwachsenenalter noch behandelbar

Rechenschwache, die eine entsprechende Therapie hinter sich haben, kommen meist recht gut in ihrem Alltag zurecht. Sie gehen selbstbewusst und offensiv mit ihrem Leiden um, konnten ihre mathematischen Fertigkeiten verbessern und wissen, wo sie Unterstützung bekommen. Sie führen in der Regel ein ganz normales Leben und haben sich gut mit der Lernschwäche arrangiert.Anders sieht es bei Erwachsenen aus, deren Dyskalkulie und nicht therapiert wurde (beachten Sie dazu auch den Reiter „Komplikationen“). Vor allem die psychische Belastung ist bei ihnen sehr groß und oftmals haben sie alle Hoffnung verloren.Dies ist aber eigentlich gar nicht notwendig, denn auch im Erwachsenenalter kann man die Rechenschwäche noch therapieren. Entscheidend für eine gute Therapie der Dyskalkulie ist nämlich nicht nur das Alter, sondern die Qualität der Förderung.

Die meisten Erwachsenen, die mit einer Dyskalkulie Therapie beginnen wollen, haben sich auf Grund von akuten Problemen für die Behandlung entschieden, wie eine bevorstehende Prüfung oder berufliche Hürden. Hier können sie von Fachpersonal gezielt unterstützt werden.

Auch Ausbilder, Arbeitsvermittler oder Vorgesetzte können als Teil der Therapie bzgl. des Umgangs mit den Betroffenen beraten werden.