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Dyskalkulie

Dyskalkulie

auch bekannt als: Rechenstörung, Rechenschwäche, Zahlenblindheit, Arithmasthenie, Lernstörung

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Komplikationen

In jungen Jahren sind psychische und psychosomatische Beschwerden, ausgelöst durch eine nicht behandelte Rechenschwäche, ein großes Problem. Im späteren Leben erwarten Dyskalkuliker zusätzlich eine Vielzahl Probleme im privaten und beruflichen Bereich.

Komplikationen

Kinder, die unter derartig schwerwiegenden Schulproblemen leiden, bekommen schwere Selbstzweifel, wenn das eigentliche Problem, die Dyskalkulie, nicht diagnostiziert wurde. Sie glauben, weniger intelligent als ihre Klassenkameraden zu sein und schämen sich für ihr Defizit.

Als Folge können folgende Probleme auftreten:

  • Starke Schulängste, was wiederum zum Schwänzen der Schule führen kann

  • Stress und Druck, auch ausgelöst durch Eltern, die nicht verstehen, warum ihr Kind so schlecht im Matheunterricht abschneidet

  • Psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen

  • Leistungsabfall in anderen Schulfächern

  • Depressive Verstimmungen

  • Mobbing durch Klassenkameraden

  • Aggressives Verhalten (eher bei Jungen) oder Entwicklung starker Introvertiertheit (eher bei Mädchen)

Leider kommt es häufig vor, dass eine Rechenschwäche nicht erkannt und dementsprechend auch nicht therapiert wird. Aus diesem Grund sind derartige Begleiterscheinungen eher Regel als Ausnahme.

Dyskalkulie im Erwachsenenalter

Zwar stehen die meisten der oben aufgeführten Charakteristika in direktem Zusammenhang mit der Schule, doch das Ende der schulischen Laufbahn bedeutet nicht das Ende dieser Probleme. Ganz im Gegenteil – erwachsene Dyskalkuliker müssen sogar mit noch größeren Erschwernissen rechnen.

Eines der Hauptprobleme dürfte die Jobsuche sein. Dank ihrer Rechenschwäche sind viele Betroffene arbeitslos. Diese Situation ist natürlich sehr belastend und kann ebenfalls einige der genannten Begleitsymptome, wie psychosomatische Probleme, nach sich ziehen.

Auch Dinge, die für die meisten Menschen ganz alltäglich sind, bereiten Unannehmlichkeiten. Schwierig wird es für Betroffene beispielsweise beim Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen. Das Abzählen des passenden Betrages würde sehr lange dauern, deshalb geben sie meist einen Schein raus und hoffen, dass dieser ausreicht.

Bekommen sie Wechselgeld, verlassen sie sich darauf, dass dieses richtig ausgezahlt wurde. Der Umgang mit Geld gestaltet sich also als ausgesprochen schwierig und meist sind Dyskalkuliker dadurch abhängig von Menschen, die um ihre Matheschwäche wissen und ihnen helfen.