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Depression

Depression

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Prävention

Soziale und körperliche Aktivität, ausreichende Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung sowie geeignete Umgangsformen mit Konflikten oder Schwierigkeiten können hilfreiche Ansätze zur Vorbeugung von Depressionen sein.

Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Depressionen aufweisen, sollten früh damit beginnen, eigene Kompetenzen im Umgang mit alltäglichen Belastungen und unerwarteten Krisensituationen zu fördern. Sollte der Verdacht auf eine Depression bestehen, können Betroffene sich vertrauensvoll an ihren Hausarzt wenden.

Früherkennung

Menschen, die ein erhöhtes Risiko aufweisen, sollten Maßnahmen der Früherkennung in Anspruch nehmen. Zur Risikogruppe zählen Menschen, die bereits früher depressive Störungen hatten, an körperlichen Erkrankungen leiden, einen gesteigerten Alkohol- oder Drogenkonsum aufweisen oder deren Familienangehörige starke emotionale Probleme hatten oder sich das Leben genommen haben.

Ausreichend schlafen und Schlafstörungen vermeiden

In einer aktuellen amerikanischen Studie wird gezeigt, dass bereits sieben Prozent der Teenager (7. bis 12. Schulklasse) als ernsthaft depressiv eingestuft werden müssen. Die Jugendlichen, die gewöhnlich bis nach Mitternacht wach waren, waren deutlich häufiger depressiv.

Im Gegensatz zur Wachtherapie bei einer aktuellen depressiven Störung wirkt regelmäßiger und ausreichender Schlaf eher als Schutz vor Depressionen. 

Die eigenen Stärken stärken und die Schwächen schwächen

Vor dem Hintergrund, dass Depressionen auch eine Reaktion auf eine starke Überforderung sein können, ist es wichtig, sich eigene Stärken und Schwächen vor Augen zu führen.

Menschen, die auf ihre eigenen Stärken stolz sind und ihre eigenen Schwächen kennen und akzeptieren, sind besser vor Depressionen gefeit, als Menschen, die dazu neigen, zu streng mit dem eigenen Charakter ins Gericht gehen. Menschen, die in eine depressive Phase geraten, geht nämlich oft die Fähigkeit verloren, eigene Stärken als solche erkennen zu können. Gleichzeitig wirken dann als vermeintliche Unzulänglichkeiten empfundene persönliche Eigenschaften stärker negativ, als sie es objektiv gesehen sind.

Man sollte sich daher in einer von Selbstzweifeln geprägten Phase nicht scheuen, Freunde und Angehörige um Hilfe zu bitten, das eigene Selbstbild objektiv mit dem Fremdbild zu vergleichen (Reality Check). Es ist dann auch genauso wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen als solche zu akzeptieren und anzunehmen.

Schutzfaktoren gegen Selbstmord

Schützende Faktoren vor Suizid hängen von Erfahrungen in der frühen Kindheit ab, die Einfluss auf das spätere Leben haben:

  • dauerhafte gute Beziehung zu mindestens einer primären Bezugsperson

  • Großfamilie, kompensatorische Elternbeziehungen, Entlastung der Mutter

  • gutes Ersatzmilieu nach frühem Mutterverlust

  • soziale Förderung (Jugendgruppen, Schule, Kirche)

  • verlässlich unterstützende Bezugsperson(en) im Erwachsenenalter

Außerdem sind überdurchschnittliche Intelligenz, ein robustes und kontaktfreudigesTemperament und die Bereitschaft zu festen Bindungen schützende Faktoren vor Selbstmordgedanken.