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Depression

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Depressive Störungen treten oft in Verbindung mit anderen psychischen und körperlichen Erkrankungen auf. Häufige Begleiter sind Angst- und Zwangsstörungen.

Eine Depression geht häufig mit anderen seelischen oder körperlichen Erkrankungen einher. Häufige psychische Begleiterkrankungen sind:

  • Angst- und Panikstörungen

  • Zwangsstörungen

  • Wahnzustände (Psychosen)

  • Missbrauch von Alkohol oder Drogen

  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie)

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Selbstmordabsichten (Suizidalität)

  • Frühgeburtlichkeit

  • Schlaganfall

Auch Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien, Infektionen, anhaltende Schmerzen, Diabetes oder Hirnerkrankungen (neben Schlaganfall) können mit depressiven Symptomen verbunden sein.

Menschen, bei denen eine Depression festgestellt worden ist, sollten sich unbedingt auch auf Begleiterkrankungen hin untersuchen lassen.

Angst- und Panikstörungen

Eine Depression kann mit einer sehr starken Gehemmtheit, Ängstlichkeit oder mit Panikattacken einhergehen. Daher werden im Rahmen einer Panikstörung die typischen Symptome einer Depression erfragt. Nicht selten kommen depressive Symptome und Angst gleichzeitig vor, ohne dass diese für sich ausreichend stark ausgeprägt sind, um die entsprechenden Diagnosen Depression oder Angststörung zu stellen.

Zwanghafte Störungen

Von Zwängen wird gesprochen, wenn Betroffene unter Handlungen oder Gedanken leiden und diese nicht unterdrücken können, obwohl sie als unerträglich, sinnlos oder zeitraubend empfunden werden.

Wahnzustände (Psychosen)

Psychotische Symptome können im Zusammenhang mit schweren depressiven Episoden auftreten. Gelegentlich können depressive Fehlüberzeugungen für den Betroffenen zu einer unverrückbaren und indiskutablen Realität heranwachsen. Es kann zu Wahnideen, Halluzinationen oder extrem verlangsamten Reaktionen (sogenannter depressiver Stupor) kommen.

Missbrauch von Alkohol oder Drogen

Bei einer depressiven Erkrankung besteht ein erhöhtes Risiko für Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Durch Suchtmittel wird häufig ein Ausweg aus der niedergedrückten Stimmung gesucht. Dabei machen Alkohol und Drogen die Situation nur noch schlimmer.

Menschen mit Depressionen sollten Alkohol und Drogen unbedingt meiden. Wichtig ist, dass im Falle eines Problems mit Alkohol oder Drogen der behandelnde Arzt darüber Bescheid weiß, um angemessene Hilfe anbieten zu können. Betroffene sollten dem Arzt gegenüber daher sehr offen über ihre Alkohol- und Drogengewohnheiten sprechen.

Essstörungen (Magersucht, Bulimie)

Häufig gehen Depressionen mit Essstörungen einher. Meistens sind Frauen von diesen Begleiterkrankungen betroffen, aber zunehmend leiden auch Männer unter Essstörungen. Auch hier ist ein offener Umgang mit den Begleiterkrankungen sehr wichtig.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind solche Störungen, die ein flexibles, situationsangemessenes Verhalten und Erleben der Betroffenen erschweren oder unmöglich machen. Es gibt viele verschiedene Formen. Diese oft sehr schwer zu erkennenden Erkrankungen gehen oft mit Depressionen einher.

Selbstmordabsichten (Suizidalität)

Es ist nicht selten, dass Betroffene in einer depressiven Episode den Lebensmut verlieren und daran denken, sich das Leben zu nehmen. Gerade in derartigen Situationen kann es depressiven Menschen auch schwerfallen, solche Gedanken beiseite zu schieben.

In diesem Fall sollten sich Betroffene nicht scheuen und dies ihrem Hausarzt oder einer vertrauten Person mitteilen. In einigen Fällen hilft es auch weiter, die Gründe zu erkennen, die sie daran hindern, sich tatsächlich das Leben zu nehmen.

Frühgeburtlichkeit

Es gibt Hinweise darauf, dass Depressionen bei Schwangeren das Risiko einer Frühgeburt deutlich erhöhen können.

Schlaganfall

Heute wird davon ausgegangen, dass einige Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen infrage kommen (Antidepressiva), das Risiko von Schlaganfällen steigern können. Daher sollte bei einer leichten depressiven Episode der Nutzen einer medikamentösen Therapie mit den möglichen Risiken abgewogen werden.

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