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Patientenverfügung

Patientenverfügung

Jetzt für den Fall der Entscheidungsunfähigkeit vorsorgen

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Die Patientenverfügung ist nicht die einzige Möglichkeit, um für Grenzsituationen vorzusorgen. Auch die Kombination mit einer Vorsorgevollmacht oder die Erstellung einer Betreuungsverfügung kann sinnvoll sein.

Neben der Patientenverfügung gibt es noch weitere Wege, für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit vorzusorgen. Auch können diese Möglichkeiten als Ergänzung angesehen werden, indem durch die Vorsorgevollmacht oder die Betreuungsverfügung eine Person zur Vertretung bestimmt wird. Die entsprechende Person kann dafür Sorge tragen, dass die Patientenverfügung durchgesetzt wird, und die Ärzte über die Existenz eines solchen Dokuments informieren. Eine andere Funktion übernimmt das Testament, welches als „letzter Wille“ im Wesentlichen die Benennung der Erben und die Aufteilung des Vermögens vornimmt.

Vorsorgevollmacht

Als Ergänzung zu einer Patientenverfügung ist es sinnvoll, ebenfalls eine Vorsorgevollmacht auszustellen. Damit beauftragt der Ersteller eine Person seines Vertrauens, ihn direkt im Falle der Entscheidungsunfähigkeit zu vertreten. Die gerichtliche Ermittlung eines Betreuers ist somit nicht mehr nötig.

Das Vorliegen einer Patientenverfügung sollte in jedem Fall mit dem Vertreter abgesprochen werden. Dieser hat die Möglichkeit, die Umsetzung der Patientenverfügung zu kontrollieren und durchzusetzen.

Auch die folgenden Punkte sollten bei einer Vorsorgevollmacht berücksichtigt werden:

  • Es sollte eine Person im engeren Bekannten- oder Verwandtenkreis geben, die das Vertrauen des Vollmachtgebers zu 100 % genießt und die mit dieser Aufgabe bedacht werden kann.
  • Die bevollmächtigte Person sollte im Vorfeld genau überlegen, ob sie die Aufgabe im Extremfall auch bewältigen kann.
  • Welche Bereiche die Vollmacht betrifft und wie umfänglich sie ist, sollte genau festgehalten werden.
  • Die Vorsorgevollmacht sollte im besten Fall durch mehrere Zeugen beglaubigt und von einem Notar unterzeichnet werden.
  • Die Vorsorgevollmacht erhält mit dem Eintritt der Notfallsituation Gültigkeit. Ist die eigene Geschäftsfähigkeit nicht mehr gegeben, kann die Vollmacht nicht mehr zurückgezogen werden.
Betreuungsverfügung

Bei der Betreuungsverfügung geht es darum, eine Person zu finden, die den Verfügungsgeber im Fall der Fälle vertritt. Gibt es kein Dokument, welches die Vertretung regelt, bestellt das Vormundschaftsgericht eine entsprechende Person. Durch die Betreuungsvollmacht kann dem Gericht ein geeigneter Kandidat vorgeschlagen werden, wenn keine Vorsorgevollmacht besteht oder diese vielleicht nicht ausreichend ist. Der Ausschluss bestimmter Personen ist ebenfalls möglich.

Auch die folgenden Punkte sollten bei einer Betreuungsverfügung berücksichtigt werden:

  • Es sollte eine Person im engeren Bekannten- oder Verwandtenkreis geben, die das Vertrauen des Betroffenen zu 100 % genießt und die mit dieser Aufgabe bedacht werden kann.
  • Es können auch mehrere Betreuer eingesetzt werden. Falls ein Betreuer die Aufgabe nicht mehr übernehmen kann, ist somit ein Ersatz benannt.
  • Welche Bereiche die Verfügung betrifft und wie umfänglich sie ist, sollte genau festgehalten werden.
  • Es sollten Zeugen benannt werden, die das Dokument durch ihre Unterschrift bestätigen.
Testament

Während es bei Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung darum geht, in kritischen Situation und beim Verlust der Entscheidungsfähigkeit einen Vertreter zu finden, regelt das Testament die Verhältnisse, nachdem der Tod eingetreten ist. Die gesetzliche Erbfolge, die ohne das Vorliegen eines Testaments zum Zuge kommen würde, kann so beeinflusst werden.

Weiterführende Links und Quellen