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Erholsamer Schlaf

Erholsamer Schlaf

Ein wichtiges Element gesunder Lebensführung

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En Detail: Ernährung und Schlaf

Die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Schlafs. Jeder kennt das: Nach einer üppigen, schweren Mahlzeit wälzt man sich unruhig im Bett und findet keine Ruhe. Besonders abends sollte man daher fett- und proteinreiche Speisen vermeiden.

Denn im Schlaf fährt das Verdauungssystem herunter, ein voller Magen bleibt voll und wird so zur unbequemen Last. Gerade Protein muss vom Körper sehr aufwändig verdaut werden und ist daher auf das normal arbeitende Verdauungssystem angewiesen. Außerdem wirken sich fettige Speisen störend auf die natürlichen Schlafzyklen aus. Also am besten mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen fettiges Essen vermeiden.

Stark gewürzte Speisen können sich auch störend auf den Einschlafprozess auswirken, da sie eher kreislaufanregend sind und sogar Herzrasen auslösen können.

Wer abends noch viele Flüssigkeiten zu sich nimmt, läuft außerdem Gefahr, dass er in der Nacht zur Toilette muss. Also besser über den Tag verteilt ausreichend trinken.

Die Wunderwirkung von Trypophan

Es gibt auch Lebensmittel, die schlaffördernd sind. Ein Grund dafür, so haben neueste Studien ergeben, ist ein Stoff namens Tryptophan. Er ist in Milchprodukten, Geflügel, Bananen, Hafer und Honig enthalten und hat, wenn er in die Blutbahn gelangt, eine schlaffördernde Wirkung. Kohlenhydratreiche Lebensmittel unterstützen den Transport von Tryptophan ins Blut.

Perfekte Betthupferl sind daher zum Beispiel Müsli mit Milch, Joghurt mit Crackern oder Brot mit Käse. Natürlich sollten die abendlichen Snacks nicht zu groß sein, um das Verdauungssystem nicht unnötig zu belasten.

Das beliebte Feierabendbier - hier ist Achtung geboten

Bei der Getränkewahl gibt es hinsichtlich der Schlafqualität einiges zu beachten, denn Alkoholkonsum führt zu einigen Schwierigkeiten. Möglicherweise kann man in leicht beschwipstem Zustand besser einschlafen, allerdings hat der Alkohol zur Folge, dass man in der Nacht häufiger erwacht. 

Neben häufigem Erwachen sind weniger erholsamer Schlaf, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und schlechte Träume weitere Folgen, die durch Alkohol ausgelöst werden können. Deshalb empfiehlt sich nur mäßiger Alkoholkonsum.

Um die Effekte des Alkohols etwas abzumildern, ist es eine gute Methode, parallel zu einem Glas Alkohol auch ein Glas Wasser zu trinken. Das beugt außerdem der Gefahr vor, alkoholhaltige Getränke als Durstlöscher zu missbrauchen. Sie sollten als reines Genussmittel verstanden werden. Abends sollte bei Schlafproblemen sogar gänzlich auf Alkohol verzichtet werden.

Die Stimusluskontrolle – eine wertvolle Ergänzung zur Schlafhyigene

Die vorangehenden Tipps legen die Grundlage für einen erholsamen Schlaf. Leiden Menschen bereits an Schlafstörungen hilft es darüber hinaus, dass Bett bei Schlaflosigkeit zu verlassen. Klingt ungewöhnlich? Hat sich aber in zahlreichen Therapien gegen Schlafstörungen bewährt. Die Stimuluskontrolle ist eine zentrale Methode der Therapie gegen Schlafstörungen. Hierbei verfolgt man den Ansatz, die negative Verknüpfung zwischen dem Bett als Ort der Schlafstörungen und dem schlechten Schlaf wieder aufzulösen.

Betroffene neigen häufig dazu, dass Bett mit Schlafstörungen selbst in Verbindung zu bringen. Dadurch kann das Bett schlussendlich selbst zum Auslöser von Schlafstörungen werden, selbst wenn die eigentliche Ursache bereits verschwunden ist.

Hierfür wird Betroffenen geraten, bei Schlaflosigkeit in der Nacht das Bett zu verlassen, sich einer entspannten, nicht anregenden Tätigkeit zu widmen und erst ins Bett zurückzukehren, wenn sie sich wirklich müde fühlen. Können sie nach einer Zeit von 15 bis 20 Minuten erneut keinen Schlaf finden, sollen sie erneut aufstehen.

Diese Übung fordert zwar am Anfang sicherlich Überwindung, hilft aber sehr gut, eine Verselbstständigung der Schlafstörungen zu vermeiden. Gleichzeitig schaffen es Betroffene nach einer Zeit meist wieder, zu einem tieferen, längeren Schlaf zurückzufinden.