Schilddrüsenunterfunktion

auch bekannt als: Hypothyreose

Therapie

Icon Eine Schilddrüsenunterfunktion lässt sich häufig sehr gut behandeln, ist aber äußerst langwierig. Beinahe alle Schilddrüsenerkrankungen, die eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen, müssen lebenslang mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden.

Drei Therapiemöglichkeiten zur Therapie von Schilddrüsenfunktionsstörungen:

  1. medikamentös

  2. operativ

  3. Radiojodtherapie

Ziel der Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion ist es, die ausreichende Versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen durch die Gabe medikamentöser Schilddrüsenhormone sicher zu stellen.

Außerdem spielt die Behandlung eines eventuell entstandenen Kropfs eine Rolle.

Schilddrüsenmedikamente

Erfahren Sie, welche Medikamente den Mangel an körpereigenen Hormonen bei Schilddrüsenüberfunktion ersetzen können.

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Therapie der Schilddrüsenunterfunktion

Beinahe alle Schilddrüsenerkrankungen, die eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen, müssen lebenslang mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden.

Besonders wichtig ist es, die medikamentöse Behandlung langsam zu beginnen. Durch das oft lange Bestehen der Schilddrüsenunterfunktion hat sich der Körper im Laufe der Zeit an die niedrigen Schilddrüsenhormonwerte gewöhnt. Er kann mit riskanten Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt auf eine zu schnelle und hohe Gabe von Schilddrüsenhormonen reagieren.

Schilddrüsenhormone in Medikamentenform sind L-Thyroxin und Levothyroxin.

Therapie eines Schilddrüsenkropfs

Frühzeitiger Beginn der Therapie ist entscheidend für den Erfolg. Hat sich das Gewebe eines lang bestehen Kropfs bereits in seiner Struktur verändert, ist die medikamentöse Therapie wirkungslos. Ein junger Kropf ist mit Medikamenten hingegen gut zu behandeln. Zur Behandlung stehen Medikamente zur Verfügung und es können Operationen durchgeführt werden.

Medikamentöse Therapie

Die Gabe von Jod hebt den Jodmangel in der Schilddrüse auf und wirkt so gegen die kompensatorische Vergrößerung der Schilddrüse. Bei Patienten/innen >40 Jahren muss vor Therapiebeginn eine Schilddrüsenautonomie ausgeschlossen werden, da die Jodgabe eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen kann. Zeigt sich nach ca. 6 Monaten kein Erfolg, wird meist zu einer Kombinationstherapie mit L-Thyroxin und Jod gewechselt.

Die Gabe des Schilddrüsenhormons L-Thyroxin bewirkt eine Senkung der TSH-Produktion, deren zu hohe Werte die Kropfbildung fördern. Durch die Therapie kann sich der Kropf um 30-40 % verkleinern.

Bei der Radiojodtherapie nimmt der Patient radioaktiv markiertes Jod ein. Die Schilddrüsenzellen nehmen dieses markierte Jod genau wie sonst das nicht markierte Jod auf. Durch die radioaktive Strahlung führt es zum Tod der Zellen, von denen es aufgenommen wurde. Es bewirkt eine Verkleinerung des Schilddrüsenvolumens um 30-50 % innerhalb von 3-6 Monaten. In Deutschland müssen sich die Patienten während der Behandlung im Krankenhaus aufhalten.

Operative Therapie

Bei einem großem knotigen Kropf, bei großem Kropf, der durch Platzeinforderung Nebenwirkungen verursacht oder bei Krebsverdacht kann eine Operation notwendig sein. Meist wird versucht, nicht die gesamte Schilddrüse zu entfernen, sondern einen Teil zu belassen, um weiterhin die körpereigene Produktion der Schilddrüsenhormone zu ermöglichen. Um eine erneute Kropfbildung zu verhindern, wird nach der Operation eine Therapie mit Jod weitergeführt.

Bei Teilentfernung kann eine mangelnde Schilddrüsenhormonproduktion auftreten, deren Fehlen mit Medikamenten ausgeglichen werden muss. Deshalb ist es wichtig, nach der OP regelmäßig den TSH-Wert zu kontrollieren.

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige Patienteninformation der Dr. Becker eHealth GmbH, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde. Ziel dieser Informationsdienstleistung ist es, der Leserschaft bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, welche ohne die Notwendigkeit medizinischen Fachwissens verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.


Infozept Nr. I-SCH-023