Schilddrüsenunterfunktion

auch bekannt als: Hypothyreose

Leben mit ...

Icon Eine Schilddrüsenunterfunktion ist sehr gut zu therapieren und die Therapie bringt oft einen langzeitigen Erfolg.

Die größte Belastung bei Schilddrüsenfunktionsstörungen haben die Patienten meist vor Diagnosestellung und Therapiebeginn, da die vielen oft sehr einschränkenden Symptome das gesamte gewohnte Leben auf den Kopf stellen können.

Die medikamentöse Therapie einer Schilddrüsenfunktionsstörung kann, je nach Art der Störung, einmalig bis lebenslang nötig sein. Jedoch selbst eine lebenslange Therapie in Form von schilddrüsenhormonersetzenden Tabletten ist für die Betroffenen selten einschränkend. Vielmehr ist es so, dass eine Therapie einer Schilddrüsenfunktionsstörung oft eine große Erleichterung für die Betroffenen bedeutet.

Die medikamentöse Therapie der Schilddrüsenfunktionsstörungen bedeutet für den Patienten keine Einschränkung im Hinblick auf das Ausüben eines Berufs.

Leben mit einer chronischen Erkrankung

Die Nachricht, an einer chronischen Krankheit zu leiden, ist für die Meisten ein großer Schreck. Der beste Weg, um seinen Sorgen, Fragen und Ängsten zu begegnen, ist es, sich mit dieser neuen Situation auseinanderzusetzen und sich ausführlich über die Art der Krankheit, mögliche Komplikationen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu informieren.

Die besondere Rolle des Arztes

Bei einer chronischen Erkrankung ist ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patient besonders wichtig als Voraussetzung für eine vertrauensvolle und angenehme Beratungs- und Betretungssituation für die nun folgende Zeit.

Im Idealfall sollte man das Gefühl haben, sich bei allen nun aufkommenden Fragen, und mögen sie noch so merkwürdig oder delikat erscheinen, sich vertrauensvoll an den behandelnden Arzt wenden zu können.

Auch wenn Schilddrüsenfunktionsstörungen meist gut zu therapieren sind, hat jeder Betroffene seinen eigenen Weg, mit dieser Diagnose umzugehen. Daher ist es vollkommen normal, genau wissen zu wollen, was diese Krankheit bedeutet und mit Angst und Verunsicherung zu reagieren. Es ist daher wichtig,

  • sich jederzeit vertrauensvoll an den Arzt wenden zu können und

  • anderweitig Informationen zu bekommen (z.B. Internet, Bibliotheken, Selbsthilfegruppen),

um die Bedeutung der Krankheit selbst zu verstehen.

Umgang mit einer chronischen Krankheit

Das Verstehen der chronischen Erkrankung ist sehr wichtig: Es erleichtert den Umgang mit der Erkrankung und das Einhalten der Therapie, wie beispielsweise die Einnahme von Medikamenten über einen langen Zeitraum.

Die zuverlässige Einnahme der Medikamente hat bei einer chronischen Erkrankung eine große Wichtigkeit und ist nicht immer einfach. Spätestens wenn der Alltag mit seinen Verpflichtungen weitergeht wie vor der Diagnose, lässt die Zuverlässigkeit der Medikamenteneinnahme unbeabsichtigt nach. Aber genau jetzt ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Therapie der Erkrankung in den Alltag mit einbezogen wird, so dass die Therapie zum festen Bestandteil des Alltags wird.

Einige Tipps zur Tabletteneinnahme im Alltag:

  • Tabletten immer zur gleichen Tageszeit einnehmen

  • Einnahme mit einer alltäglichen Handlung wie Frühstück, Abendessen oder Zähneputzen zu verbinden

  • Tabletten immer an den selben Ort oder in ein extra Kästchen legen

Nach der Eingewöhnungszeit, an ein Leben mit einer chronischen Erkrankung muss die Krankheit keine großen Einschränkungen bedeuten. Hilfreich für ein weiterhin schönes und unbeschwertes Leben ist es, die Krankheit nicht zum Gegner machen, sondern als neuen Begleiter zu akzeptieren.

Ernährungsumstellung bei Jodmangel

Wer unter Jodmangel leidet und zusätzlich zur medizinischen Jodmangeltherapie die Ernährung umstellen möchte, sollte sich informieren, welche Lebensmittel besonders jodreich sind. Das HausMed Kochstudio bietet eine Vielfalt an jodreichen Rezepten.

Um bei der alltäglichen Zubereitung der Mahlzeiten sich nicht vollkommen umstellen zu müssen, ist es zum Beispiel eine Möglichkeit, drei Tage die Woche ganz besonders darauf zu achten, dass die Mahlzeiten aus besonders jodreichen Lebensmitteln bestehen. So kann Sie an den übrigen Tagen ungezwungen den bisherigen Essgewohnheiten nachgegangen werden mit dem guten Gefühl, trotzdem etwas Grundlegendes an der Ernährung geändert zu haben.

Betroffene sind nicht allein

Wer das Bedürfnis hat, mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen und Fragen und Erfahrungen auszutauschen, kann den Arzt nach nahegelegenen Selbsthilfegruppen fragen und im Internet die Seiten und Foren von Selbsthilfegruppen besuchen.

Weiterführende Links

Selbsthilfeorganisation für Kinder und Erwachsene mit Schilddrüsenerkrankungen

Schilddrüsen-Liga (Dachverband der Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenkranke und deren Angehörige)

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige Patienteninformation der Dr. Becker eHealth GmbH, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde. Ziel dieser Informationsdienstleistung ist es, der Leserschaft bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, welche ohne die Notwendigkeit medizinischen Fachwissens verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.


Infozept Nr. I-SCH-023