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Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich

auch bekannt als: Kreuzschmerzen - Lumbago


Prävention

Icon Die wichtigste präventive Maßnahme bei Rückenschmerzen ist körperliche Bewegung. Daneben sind vor allem auch Schulung und ergonomische Gestaltung wichtig, zum Beispiel am Arbeitsplatz.

Körperliche Bewegung/Aktivität
Körperliche Bewegung/Aktivität

Körperliche Bewegung ist zur Vermeidung oder Verkürzung von Rückenschmerz-Episoden und zur Vermeidung von Arbeitsunfähigkeit empfohlen. Da die körperliche Belastung im Beruf oder bei Hausarbeiten meist einseitig ist, bedarf sie der Ergänzung. Die Auswahl des Verfahrens soll sich nach den individuellen Präferenzen und Voraussetzungen der Betroffenen richten (Spaß, Realisierbarkeit, Kosten). Es kommt viel mehr auf die Regelmäßigkeit der Bewegung als auf bestimmte Arten oder Methoden an.

Wer lange keinen Sport betrieben hat, kann sich von einem Arzt oder Physiotherapeuten beraten lassen. Ganzkörpersportarten wie Schwimmen (am besten Rückenkraulen), Nordic Walking und Gymnastik stärken gleichzeitig Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Auch Wandern und Fahrrad fahren sind empfehlenswert. Nicht geeignet sind Sportarten wie Tennis, Squash, Ski Alpin, Reiten und Bowlen/Kegeln. Hier ist die Belastung für die Wirbelsäule, beispielsweise durch schnelle Dreh- und Stoppbewegungen, zu groß.

Mindestens genauso wichtig ist, so viel Bewegung wie möglich in den Tagesablauf einzubauen: lieber zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, Treppensteigen, statt Fahrstuhl fahren, bei sitzender Tätigkeit häufig aufstehen und bewegen. Menschen mit überwiegend körperlich aktiver Tätigkeit am Arbeitsplatz sind zwar bereits in Bewegung, durch die Einseitigkeit ihrer Tätigkeiten aber häufig besonders gefährdet. Hier wirkt eine ausgleichende Aktivität im Freizeitbereich risikomindernd.

Auch in der sekundären Prävention ist Bewegung nützlich: Regelmäßiges Bewegungstraining im Anschluss an die Behandlung von Kreuzschmerzen kann bei einem von drei Betroffenen helfen, Rückfälle zu vermeiden.

Edukation

Patienteninformationen und Schulung basierend auf einem biopsychosozialen Krankheitsmodell über die Entstehung und den Verlauf von Rückenschmerz sind wirksame Präventionsmaßnahmen. Wichtigstes Ziel der Edukation ist die dauerhafte Verankerung der Motivation zur eigenständigen, regelmäßigen, körperlichen Aktivität.

Ergonomie

Maßnahmen am Arbeitsplatz sollten zur Prävention von Rückenschmerz eingesetzt werden. Ergonomie umfasst die Gestaltung der Arbeitsaufgaben, der Arbeitsplätze inklusive der eingesetzten Maschinen und Geräte sowie der erforderlichen Bewegungsabläufe, also beispielsweise die optimale Arbeitstischhöhe, ergonomische Bürostühle oder die optimale Höhe des PC-Bildschirms.

Weiterhin sind Ausbildung und Training mit Einweisung des Menschen in die Tätigkeit unter Vermeidung von Unter- oder Überforderung beinhaltet.

Eine optimale Arbeitsgestaltung nach ergonomischen Gesichtspunkten soll insbesondere beruflichen Belastungen, Schädigungen und im weitesten Sinne berufsbedingten Erkrankungen vorbeugen, das Unfallgeschehen reduzieren, die Gesundheit erhalten und für ein angenehmes Betriebsklima sorgen.

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige Patienteninformation der Dr. Becker eHealth GmbH, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde. Ziel dieser Informationsdienstleistung ist es, der Leserschaft bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, welche ohne die Notwendigkeit medizinischen Fachwissens verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.





Infozept Nr. I-RUE-026 PDF

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Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IhF) e.V.