Winterdepression und Winterspeck

Lichtmangel und seine Folgen

Symptome und Diagnose einer Winterdepression

Die Krankheitsanzeichen einer echten Winterdepression sind Freudlosigkeit, Interessenlosigkeit, ein gesteigertes Schlafbedürfnis und Heißhunger-Attacken. Es können auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzrasen oder Hitzewallungen auftreten.

Getrübte Stimmung, Antriebslosigkeit und wechselnde Launen, die nur ein paar Tage anhalten, sind kein Grund zur Sorge. Anders verhält es sich dagegen bei einer dauerhaften Niedergeschlagenheit im Winter. Viele Menschen sind dann in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt.

Die Krankheitsanzeichen einer echten Winterdepression sind eine Mischung aus Freudlosigkeit, Interessenlosigkeit, gesteigertem Schlafbedürfnis und Heißhunger-Attacken. Zudem können auch körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Herzrasen oder Hitzewallungen auftreten.

Falls der Verdacht besteht, an einer Depression zu leiden, sollte das Gespräch mit dem Hausarzt gesucht werden. Anschließend kann dieser eine Überweisung an einen Facharzt für Psychiatrie ausstellen. Der Arzt wird zunächst durch Abschätzung des Schweregrades der Beschwerden feststellen, ob eine echte Winterdepression oder nur eine depressive Verstimmung vorliegt.

Anzeichen einer Winterdepression
Anzeichen einer Winterdepression

Eine echte Winterdepression hat vielfältige Auswirkungen auf das Berufs- und Familienleben. In den meisten Fällen sind diese schwer beeinträchtigt, was sich in verminderter Arbeitsleistung und Vernachlässigung von Pflichten wiederspiegeln kann. Zudem fehlt oft ein geregelter Tagesablauf.

Die Krankheitsanzeichen und Beschwerden sind meist eine Mischung aus:

  • Antriebslosigkeit

  • Freudlosigkeit

  • Interessenlosigkeit

  • gesteigertem Schlafbedürfnis

  • Heißhunger-Attacken

  • Elendsgefühl

  • Hoffnungslosigkeitsgefühl

  • geringer Aufmerksamkeit

  • Anspannung

  • Zukunftsangst

  • emotionaler Unausgeglichenheit

  • Unentschlossenheit

  • Mutlosigkeit

  • verminderten persönlichen und sozialen Aktivitäten

  • wechselnden Launen

Bezeichnend ist auch das wiederkehrende Grübeln über Probleme und eine pessimistische Grundhaltung. Nach einer gewissen Zeit kann sich eine innere Leere bis hin zur Gefühllosigkeit einstellen.

Doch nicht nur seelische Beschwerden treten auf. Auch körperlich kann sich eine Winterdepression in Form von Kopfschmerzen, gesteigertem Appetit auf Süßigkeiten, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen oder Hitzewallungen äußern.

Die Beschwerden können verschieden stark ausgeprägt sein. Je nach Schweregrad kann zwischen einer echten Winterdepression und einer leichten depressiven Verstimmung, dem sogenannten Winterblues, unterschieden werden. Bei Letzterem handelt es sich mehr um eine Art vorübergehende getrübte Stimmung, die kein Anlass zur Sorge und grundsätzlich normal ist. Denn Menschen unterliegen nach wie vor alten biologischen Mechanismen. In der Steinzeit war es durch die begrenzten Ressourcen sehr nützlich, sich im Winter weniger körperlich zu bewegen und dadurch „Energie zu sparen“.

Diagnose einer Winterdepression

Es gibt mehrere Anzeichen, um eine Winterdepression zu erkennen. Das wichtigste Anzeichen ist, dass die Beschwerden jährlich in der dunklen Jahreszeit wiederkehren. Falls in den letzten 5 Jahren diese depressive Niedergeschlagenheit 3 – 4mal aufgetreten ist, kann man von einer echten Winterdepression sprechen.

Zuerst sollte das Gespräch mit dem Hausarzt gesucht werden. Anschließend kann dieser eine Überweisung an einen Facharzt für Psychiatrie ausstellen. Der Arzt wird zunächst durch Abschätzung des Schweregrades der Beschwerden feststellen, ob eine echte Winterdepression oder nur eine depressive Verstimmung vorliegt. Dazu wird er gegebenenfalls eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen oder Ultraschall durchführen. Zudem kann mittels Fragebögen das Ausmaß der Winterdepression eingeschätzt werden.

Der Arzt wird zudem versuchen, andere mögliche Ursachen für die auftretenden Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit auszuschließen.

So sollte ausgeschlossen werden, dass Erkrankungen wie:

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

  • Vitamin B12-Mangel

  • Demenzerkrankungen oder

  • medikamentöse Nebenwirkungen

vorliegen.

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige Patienteninformation der Dr. Becker eHealth GmbH, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde. Ziel dieser Informationsdienstleistung ist es, der Leserschaft bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, welche ohne die Notwendigkeit medizinischen Fachwissens verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.


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